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Granit und Gold

Tibooburra liegt außerhalb der Parkgrenzen des Sturt National Park, ich ordne den kleinen Outbackort aber dennoch dem Park zu, denn er ist das Tor zu den weiten, trockenen Ebenen und den roten Sandhügeln.

Man schmückt sich hier gerne mit dem Beinamen "Hottest and most isolated outback town in New South Wales" und laut Statistik sind die Temperaturen hier im Sommer besonders hoch. Weit über 40°C sind keine Seltenheit.

Die meisten Reisenden starten hier ihre Tour, meist über die Lebensader Silver City Highway aus dem 335 km entfernten, südlich gelegenen Broken Hill kommend. Von hier aus sind es 1.504 km bis Sydney, 900 km bis Adelaide und man befindet sich 183 m über dem Meeresspiegel.

Wenn man weiter zum Sturt möchte, dann sollte man vorher unbedingt in Tibooburra das Büro des National Parks and Wildlife Service besuchen. Die informative Ausstellung über das Outback ist eine ideale Einstimmung, außerdem bekommt man hier wie überall Broschüren und aktuelle Tipps zum Straßenzustand. Auch den aktuellen Wetterbericht sollte man erfragen, denn bei dem meist plötzlich einsetzenden Regen können die Straßen im Park gesperrt sein und man sitzt dann tagelang fest.

Tourist Information

National Parks and Wildlife Service Office

Briscoe St

Tibooburra NSW 2880

Telephone: (08) 8091 3308

Der kleine, wenig spektakuläre und eigentlich eher hässliche Ort ist das Versorgungszentrum einer großen Region und hat zur Zeit ca. 150 Einwohner. Im Zentrum findet man eine große Tankstelle mit Roadhouse, an der wir natürlich auch unsere Vorräte auffüllten. Angeschlossen ist ein Shop, in dem es alles für den täglichen Gebrauch gibt. Von Lebensmitteln über Souvenirs bis hin zu Campingartikeln ist das Sortiment weit gefächert. Wir freuten uns über kühle Getränke und ein Eis.

Neben dem Roadhouse gibt es noch zwei Hotels in der Briscoe Street, das Family Hotel(1883) und das Tibooburra Hotel(1890). Ferner gibt es das Granites Motel in der Brown Street und einen Caravan Park mit Cabins direkt nebenan. Nur 5 Straßennamen ergeben die Adressliste und das einzige Restaurant der Stadt findet man im Tibooburra Hotel.

Die alten Gebäude sind aus Steinen der Umgebung errichtet. Das schönste Gebäude in Tibooburra ist, wie so oft in australischen Kleinstädten, das historische Gerichtsgebäude. Es erzählt davon, wie hier das Gesetz zum Recht wurde und zeigt Dokumente zur ersten Besiedlung sowie alte Fotografien.

Granit und Gold

Tibooburra entstammt der Aborigine-Sprache und bedeutet "Felsen" oder "Felshaufen". Rund um Tibooburra fallen die zahlreichen rundlichen Granitfelsen auf, die es sonst im weitem Umkreis nicht gibt. Die knubbeligen Felsnasen der "Grey Range" sind dekorativ und verleihen der Umgebung eine gewisse Einmaligkeit in der Einöde.

In der Zeit um 1880 wurde dieser Granit als Baustoff gewonnen, dabei stiess man auf Gold. Gierig nach Reichtum kamen Siedler ins Outback und gründeten Tibooburra im Jahr 1881.

Allerdings waren die Goldvorkommen sehr bald erschöpft und der kleine Ort lebte nur zehn Jahre lang vom Goldrausch. In Spitzenszeiten lebten hier 1.000 Menschen und man baute ein Post Office. Später kam dann die Schule(1885), das Gericht(1888) und ein Krankenhaus(1890) dazu. Doch die ständige Wasserknappheit war ein Problem und viele verließen die Region wieder.

Um in der Einöde zu überleben betrieb man Viehzucht. Im Outback war das schon immer ein hartes Geschäft und 1973 wurden mit Gründung des Sturt National Park die riesigen Ländereien mehrerer Outstations unter Naturschutz gestellt. Die Vegetation im Bereich des Parks hat sich seitdem wieder deutlich erholt.

Wir haben uns nicht lange im Ort aufgehalten sind nach kurzer Rast im Roadhouse über den Silver City Highway in Richtung Süden weitergefahren. Die ersten Kilometer sind noch asphaltiert und dienen auch als Landebahn für kleine Flugzeuge. Dann wird auch der Highway eine Gravelroad.

Der nächste Ort, Milparinka, ist eine verfallene Goldgräberstadt. Von den Häusern sind nur noch Ruinen übrig und nur ein Pub hat überlebt. Die Umgebung hier ist erfrischend grün, eine Wohltat für die Augen. Unser nächstes Ziel hiess White Cliffs, so bogen wir an einer Abzweigung kurz hinter einem Salzsee auf eine üble Piste ab, die uns zu den Opalfeldern führte.


Google Map zum Thema

Tibooburra


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