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ESPERANCE KÜSTE

Der Ort Esperance hat einiges in seiner näheren Umgebung zu bieten, vor allem einen der schönsten Küstenabschnitte mit malerischen Buchten und Felsen in Australien. Spätestens wenn man einmal auf den Great Ocean Drive an der Küste entlanggefahren ist versteht man, was die meisten Menschen in diesen entlegenen Teil des Landes zieht.

Die Strände westlich von Esperance sind einfach traumhaft schön. Schade nur, dass man hier nicht immer baden kann, bei unserem Besuch wehte ein kräftiger, kühler Wind und das Meer war sehr aufgewühlt. Einige Strände haben eine hohe Brandung, in die sich nur geübte Schwimmer trauen sollten, oder man darf gar nicht ins Wasser. Überhaupt kann man in dem kühlen Meer Südaustraliens nur im australischen Sommer baden gehen.

Zwischen Landzungen aus Granit reiht sich ein Traumstrand an den anderen und eine gute asphaltierte Strasse erschließt sie alle. Überall findet man einen Parkplatz und teilweise auch fantastische Weitblicke auf den türkisfarbenen Ozean, weiße Brandungswellen, die Küste und die vorgelagerten Inseln. Als wir losfuhren war der Himmel noch bedeckt, aber im Laufe der Zeit kam die Sonne doch noch heraus und beleuchtete die wilde Szenerie. Der Wind allerdings legte sich nicht und wehte uns fast von den Aussichtspunkten.

Die 38 km lange Rundfahrt beginnt in Esperance und führt in westliche Richtung, vorbei an Neid erregenden Villen, über die Twilight Beach Road zum West Beach, danach folgen Second Beach, Chapman's Point, Blue Haven Beach, Salmon Beach, Fourth Beach, Twilight Beach, Nine Mile Beach, Ten Mile Lagoon und Eleven Mile Beach und ich kann sagen: Dies ist mit Anstand einer der schönsten Küstenabschnitte, die wir in Australien gesehen haben. Hier ist eine Karte. Die vorgelagerten rund 100 Inseln und Inselchen des Archipelago of the Recherche bilden einen perfekten Hintergrund für die schneeweißen Sandstrände und das kitschig türkise Wasser. Postkartenmotive überall, man kommt aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus. Leider kann ich nur ein paar Bilder auf dieser Seite zeigen.



Great Ocean Drive

Gleich den ersten Strand, West Beach, haben wir ausgiebig erkundet. Noch nicht ahnend, wie viele weitere Highlights da noch auf uns zukamen. Ein wenig besseres Wetter hätten wir uns schon gewünscht, dann wären wir mit Sicherheit auch noch ein wenig länger in der Region geblieben. Leider gibt es hier in der Nähe der Strände keine einzige Möglichkeit zum Campen. Der nächste Campground liegt am Pink Lake im Landesinneren und der sah auch nicht besonders aufregend aus, direkt neben einem Schulzentrum gelegen.

Besonders gemütlich kann man es sich entlang der Küste auch gar nicht machen, denn jeden Nachmittag wird hier der Sand vom berühmten Wind namens "Esperance Doctor" ins Inland gepeitscht. Es beginnt schon am Morgen, hier findet man also eher Strände zum Gucken als zum Baden.

Vom Great Ocean Drive zweigt die Twilight Beach Road ab und vom Carpark nach extrem steiler Abfahrt am Ende kann man auf den Observatory Point and Lookout wieder hoch steigen. In der Bucht darunter suchten im Jahr 1792 die französischen Fregatten L'Esperance und Recherche Schutz vor einem Sturm. Die Ausblicke auf Meer und Inseln von dort oben sind fantastisch.

Die Rundfahrt führt auch vorbei am Rotary Lookout, an einer Windfarm oberhalb der Ten Mile Lagoon und am Pink Lake, bevor man nach 38 km wieder Esperance erreicht. Eine kleine Stichstrasse führt hinauf zu den Westwind Windmills. Dort wo der Wind vom Salmon Beach hochpustet hat man sechs Turbinen aufgestellt. Eigentlich wollten wir oben eine Rast machen, aber selbst mit Schutzschild um den Picknicktisch war es viel zu windig dort. So warfen wir nur einen Blick über die in den Dünen aufgestellten Rotoren.

Es handelt sich hier übrigens im übertragenen Sinn um Australiens erste Windfarm, die zu am 6. April 1987 an das Stromnetz angeschlossen wurde. Die ersten 6 Rotoren mit zusammen 0,36 MW am Salmon Beach sind seit 2002 außer Betrieb, sie wurden 1993 durch 9 Vesta V27 mit zusammen 2 MW Leistung oberhalb von Ten Mile Lagoon und 2003 durch 6 Enercon E40 mit zusammen 3,6 MW Leistung am Nine Mile Beach ergänzt. Die moderneren Rotoren sind nicht nur größer und stärker, sondern sie springen auch bei schwächerem Wind an und können bei viel stärkeren Wind noch arbeiten als die älteren Geräte. Hier eine Übersicht über Windfarmen in Western Australia.

Esperance ist der zweitwindigste Platz in Western Australia nach Cape Leeuwin. Die Sanddünen hier wurden zu großer Höhe aufgetürmt durch den Esperance Doctor, sie sind teilweise 50-60 Meter hoch. Dabei sind sie so weiß, daß der Sand, der vom Wind über die Straße getrieben wird, aussieht wie Schnee.




Google Map zum Thema

Esperance Küste - leider unscharf.


Größere Kartenansicht

Video zum Thema

Whitest Beaches in Australia, Esperance

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