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WILLIAM BAY N.P.

Im Distrikt von Denmark, westlich von Albany und nur 15 km westlich vom Ort Denmark entfernt, trifft der Wald malerisch auf die Küste. Hier befindet sich der 18,6 km² große William Bay National Park mit flachwüchsiger Heidelandschaft, Karris, dichtem Buschwerk und großen Granitfelsen. Benannt wurde der Park nach dem britischen Arktisforscher Sir William Edward Parry (1790-1855). Die beste Zeit für einen Besuch sind Frühjahr und Herbstbeginn.

Der Wald reicht hier nicht bis ans Meer, sondern wird von der Heidelandschaft in Richtung Küste abgelöst, die von Granitbergen und Dünen durchzogen ist. Wildblumen blühen zwar besonders schön im Frühjahr, aber William Bay ist bekannt dafür, dass im ganzen Jahr farbige Blüten zu sehen sind. Karri Bäume wachsen eher auf dem Lehmboden im Inland, während in den grauen, sandigen Senken an der Küste mehr Eukalypten und niedrige Gehölze zu finden sind. Am meisten verbreitet im Park ist der Pfefferminz (Agonis flexuosa). Der Nationalpark ist bekannt für seine unheimliche Dichte an verschiedenen Pflanzen auf engstem Raum. Für den Laien wächst auf den ersten Blick hier erst einmal nur Grün, aber es lohnt sich ein genauerer Blick.

Die Strände im William Bay National Park gehören zu den wenigen Abschnitte im Südwesten, die durch eine Felsbarriere vor der rauen See geschützt sind und im Sommer auch richtig badewannenwarm werden können. Hier kann man im flachen Uferbereich auch gut mit Kindern baden, also müssen alle Strand- und Badefans unbedingt hier herkommen. Weiter draußen brechen sich die heftigen Wellen an den Felsen. So kann es an Wochenenden und zur Ferienzeit hier sehr voll werden, aber auch sonst wird man besonders den Strand bei Greens Pool nie ganz für sich alleine haben.

Der Sandstrand ist zwar meist schmal mit steilen sandigen Steigungen, aber die malerische Szenerie mit den dicken Granitfelsen im kristallklaren, türkisen Wasser entschädigt dafür und erinnert an die Seychellen, nur ohne Palmen. Die Winterstürme lassen die Strände hier ständig schrumpfen und haben am Rand hohe Sanddünen aufgetürmt, die teilweise einige Kilometer ins Inland vordringen, bevor sie mit lichtem Buschwerk bewachsen sind und sich verfestigen.

Die Zufahrt führt vom Highway aus durch die Heide bis zum Greens Pool Carpark und weiter zu den anderen, weniger besuchten Stränden.



Greens Pool und Elephant Cove

Wenn man vom Parkplatz über die Düne kommt, dann erfreut sich das Auge an der Szenerie und an den Farben: türkises Wasser, goldbraune Granitfelsen, weiße Gischt und Wellen, die sich in wunderbarem Grünton an der Barriere brechen. Einmalig! So türkises Wasser haben wir nur selten Down Under gesehen. Im Greens Pool reichen Felsen und Granitformationen bis zu 100 m in das Meer hinein und bilden ein natürliches Riff mit kleinen Pools und Kanälen. Leider wehte bei unserem Besuch ein sehr kühler Wind, bei dem man am Strand in Bodenniveau sandgestrahlt wurde. Nur wenige Mutige lagen auf einem Handtuch, die meisten Besucher sassen auf dem riesigen Granitblock der auf der linken Seite die Bucht begrenzt. Im Wasser war nur einige ganz unerschockene, es leider ziemlich kühl durch den Wind. Schade, wir hatten uns so auf ein Bad gefreut und kamen uns schon vor wie der alte Tegtmeier: "Ankommen - Schön finden - Weiterfahren", Na ja, ein wenig sassen wir dann doch noch auf den Felsen und beobachteten die Brandungswellen.

Beim Gang nach links über den großen Granitfelsen fanden wir dann einen netten, kleinen Weg, der in die benachbarte Bucht führt. Diese Nebenbucht trägt den schönen Namen Elephant Cove, nicht umsonst, dort stehen wirklich Elefanten! Natürlich nur für Menschen mit eine bisschen Phantasie. Von oben blickt man auf eine Gruppe Granitfelsen, die aussehen wie die dicken Hinterteile oder Schädelknochen einer Elefantenherde. Daher auch der Name Elephant Rocks. Der Weg führt über eine Holztreppe steil bergab, dann watet durch eine Spalte zwischen zwei dicken und großen Felsen ein wenig durch Wasser und um einen Felsen herum und dann ist man in der nettesten kleinen Badebucht der gesamten Küste. Hierher kommt keine Brandung, der türkise Pool lädt zum Baden ein und es waren nur 2 Leute am Strand. An der östlichen Seite der Bucht befindet sich, klar erkennbar eine ganz andere Gesteinart. Es handelt sich um Basalt, ein sehr untypisches Gestein an der Südküste.

Die kleine Bucht ist ein guter Tipp, wenn man dem Rummel am Greens Pool entgehen will. Viele Leute haben hier allerdings keinen Platz. Besonders schön ist es hier sicherlich bei Sonnenuntergang, leider gibt es keinen Campingplatz zum Übernachten im Nationalpark. Der Weg, mit einigen Bänken zum Ausruhen und Genießen bestückt, führt dann von hinten durch dichtes Gebüsch, wieder zurück zum Carpark.


Madfish Bay und Waterfall Beach

Wer die Hauptattraktion rund um Greens Pool besucht hat, der sollte trotzdem noch über die gute Gravel Road rund drei Kilometer richtung Osten an der Küste entlang weiterfahren. Der nicht asphaltierte Weg führt durch von Weidenmyrthen dominierte Strauchheide zu nachfolgenden Buchten, die durchaus einen Besuch lohnen. Der erste kleine Parkplatz liegt an der Madfish Bay, nach der auch ein in Western Australia bekanntes Weingut namens Mad Fish Wines benannt ist. Die Bucht selber trägt ihren Namen, weil es hier verschiedene Strömungen um eine vorgelagerte Felsinsel herukm gib. Die Wellen treffen aus östlicher und westlicher Richtung aufeinander, was die Fische verwirrt, so dass sie verrückt erscheinen.

Von den Felsterrassen auf der rechten Seite kann man prima Angeln und der Strand eignet sich auch für einen kurzen Spaziergang. Die vorgelagerte Insel sorgt für relativ ruhiges Wasser und hervorragende Bademöglichkeiten, die ganz großen Wellen bleiben außen vor. An der Bucht leben angeblich auch ein paar Westliche Graue Kängurus, die sich aber bei unserem Besuch leider nicht zeigten.

Ebenfalls zum Schwimmen mit ein paar mehr Wellen geeignet ist der nächste Beach, der Waterfall Beach. Der Name ist gut gewählt, denn auf der linken Seite stürzt ein netter Mini-Wasserfall die Düne herab. Das klare Wasser bahnt sich seinen Weg dann über den Sandstrand, zum Meer hin immer schneller und wilder fließend, um sich dort mit der salzigen Brandung zu vermischen. Auch wenn man den Wasserfall nicht gerade als spektakulär bezeichnen kann, ein netter und ungewöhnlicher Anblick ist er schon und man kann sich nach dem Baden das Salz abspülen.



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