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AN DER KÜSTE

Diese Seite möchte ich dazu benutzen, einige Strände und Orte an der Südküste von Western Australia vorzustellen, die wir besucht haben und die auf keine der anderen Seiten mehr gepasst haben. Sie befinden sich in der Region Great Southern, genauer gesagt zwischen Albany und Bremer Bay. Als schönster und wichtigster Strand wäre da als erstes die bekannte Two Peoples Bay, 35 km östlich von Albany, zu erwähnen. Man kann den südlichen Teil der Bucht über die gleichnamige gute Straße erreichen und findet dort gute Angel- und Schwimmmöglichkeiten in der vom Mount Gardner und Mount Manypeaks begrenzten, fast kreisrunden Bucht. Der Eintritt ist frei.

Die Straße führt hier vorbei am Two Peoples Bay Nature Reserve, welches sich südlich der Bucht an der Küste entlang zieht. Die Region wurde im Jahr 1967 unter Naturschutz gestellt, um einen seltenen Vogel zu schützen. Denn im Jahr 1961 entdeckten Wissenschaftler hier eine kleine Kolonie der ausgestorben geglaubten Großen Dickichtschlüpfer (Noisy Scrub Bird). Auch kleine Tiere wie das seltene Gilbert's Potoroo (potorous gilbertii), Ouokkas, Bandicoots, Possums oder Rattenkängurus wurden hier schon gesichtet. Leider sieht man solche Tiere kaum auf einer kurzen Stippvisite zur Mittagzeit. Wer sich ernsthaft auf die Suche nach Vögeln machen möchte, dem sei die Seite von Frank O`Connor wärmstens empfohlen.

Vor allem die seltenen Vögel retteten die wunderschöne Bucht vor dem geplanten Bau einer Ferienanlage. Leider ist der Weg zum Strand eine Sackgasse und man muss 32 km zurück fahren, um wieder den South Coast Highway zu erreichen. Seit der Einrichtung als Naturschutzgebiet hat sich die Zahl der Noisy Scrub Birds, dank der Arbeit zahlreicher Ranger und Volontäre, von rund 40 auf ca. 1.900 erhöht.

Da wir von Albany den Highway in Richtung Osten fuhren, bogen wir erst auf der Homestead Road in Richtung Normans Beach ab in Richtung Two Peoples Bay. Hier sind es nämlich nur 12 km bis zum Strand. Man hält sich nach 9 km rechts auf der Bettys Beach Road und biegt dann nach weiteren 3 km nochmal nach rechts ab auf die schmale East Bay Road. Diese Straße endet mit einem beeindruckenden Gefälle am nördlichen Rand der Two Peoples Bay. Der weiße Sandstrand ist hier schmal, das Wasser türkis und hohe Dünen und Felsen begrenzen die Bucht. Der richtige Ort für ein Bad im kristallklaren Wasser.

Das hatte sich herumgesprochen und es gab schon einige andere Besucher, von denen einige auf dem kleinen zugewucherten Platz am Ende der Straße auch übernachteten. Der Name Two Peoples Bay suggeriert zwar Einsamkeit, aber relativ windstille Badebuchten ohne Brandung sind an der Südküste eher selten und dem entsprechend beliebt. Benannt wurde die Bucht im Jahr 1803, als ein amerikanischer Walfänger in den geschützten Gewässern geminsam mit einem französischen Schiff vor Anker ging, um einem Sturm zu entkommen.

Ein gut einen Kilometer langer Weg führt vom kleinen wilden Parkplatz am Strand zu einem kleinen See hinter den Dünen, dem Angove Lake. Hier lassen sich gut diverse Wasservögel beobachten. Ganz in der Nähe gibt es weitere, kleine Strände, die über schmale Straßen zu erreichen sind: Betty Beach und Normans Beach. Nachdem an Bettys Beach alles voll war mit Anglerhütten oder Bootsschuppen haben wir uns den Campground an Normans Beach nicht mehr angeschaut, aber von den Granitbergen hoch über der Bucht hat man einen schönen Ausblick.


Auf der Suche

Wer nicht nach Albany zurück möchte und an der Küste campen will, dem steht noch ein Campground im nahen Cheyne Beach zur Verfügung. Diesen Ort, 50 km östlich von Albany, haben wir auch kurz besucht. Immerhin fährt man noch einmal 8 km entlang des South Coast Highway und dann noch einmal ca. 19 km bis zur Küste. Der Ferienort scheint vor allem für Angler sehr interessant zu sein, dem entsprechend ist hier auch das Publikum. Es gibt einen kleinen General Store und eine Tankstelle, Ferienappartements, einen Caravan Park und jede Menge Pickups mit Angelausrüstung. Die Bebauung besteht aus den gleichen, langweiligen Ferienhäusern wie die meisten anderen Örtchen an der Küste. Ausserdem war es hier recht voll am Wochenende, so dass wir uns nicht lange aufhielten.

Der Ort liegt direkt am am Waychinicup National Park und wer nicht auf den Cheyne Beach Caravan Park (S34° 53´ 03" E118° 24´ 20") möchte, der findet am Waychinicup Inlet auch ein Camp. Der Weg dorthin ist allerdings nicht asphaltiert und nur für 4WD mit Einschränkungen befahrbar. Die Region ist besonders bekannt für die gute Möglichkeit zur Vogelbeobachtung. Auch hier leben Noisy Scrub Birds, deren Ruf man oft vernehmen kann. Einige sandige Tracks, nur mit Allrad zu befahren, führen von Cheynes Beach zum Back Beach und zum Channel Point.

Weiter auf der Suche nach einem netten Platz am Meer, eventuell auch zum Übernachten, folgten wir weiter dem South Coast Highway. Ein schmaler Streifen Busch links und rechts vom Highway ist wiederum ein typisch westaustralischer Nationalpark: der Hassel National Park, mit 50 bis 100 m Breite kaum als solcher zu erkennen. Ohne Einrichtung, ohne Information, und kaum beschildert.

Nach den Erfahrungen von Cheyne Beach und der Durchquerung des Hassel National Park auf Asphalt verzichteten wir auf den Besuch von Shooner Beach und entschlossen wir uns, bis zum Fitzgerald River National Park weiterzufahren, um dort die nächste Nacht zu verbringen. Unterwegs am Highway war die einzige Sehenswürdigkeit eine alte Holzbrücke, unten auf dem Bild zu sehen, die über den Pallingup River führt. Der Picknickbereich oberhalb der Brücke war jedoch wenig einladend und im Fluss gab es kaum Wasser.

Dieser Wassermangel sollte uns noch über bekommen: Auf dem Weg zum Fitzgerald River National Park gibt es an der Straße nach Bremer Bay noch einen Abzweig zu einem mehr oder weniger wilden privaten(?) Campground am Beaufort Inlet. Landschaftlich recht schön, mit einigen Pelikanen in der Nachbarschaft und so weitläufig, daß die wenigen anderen Camper weit weg waren erschien es uns erst als eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Dann öffneten wir die Türen und wurden fast umgehauen: Durch den geringen Zufluß durch den Pallingup River hatte sich das Inlet in eine übel stinkende Kloake verwandelt, der kräftige Südwestwind trieb die Duftwolke vom Inlet aus direkt über den Campground. So hielten wir uns hier nicht lange auf und fuhren weiter in Richtung Point Ann.



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Two Peoples Bay


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