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LORIS

Die Papageienvielfalt auf dem australischen Kontinent ist von atemberaubender Schönheit und Vielfalt. Zu den schönsten zählen außer den Kakadus die Lorikeets, Regenbogen- und Graupapageien. Überall hört man sie kreischen.

Die Unterfamilie der Loris umfasst 62 Arten, die von Neuguinea bis nach Australien und Polynesien verbreitet sind. Die Zungen der Vögel enden in einem Pinsel aus Hornhaar, mit dem sie Pollen und Nektar aus Blüten wischen. Daher werden die Loris auch Pinselzungenpapageien genannt. Aufgrund ihrer im Gegensatz zu den anderen Papageienarten relativ schwachen Schnäbel ernähren sie sich kaum von Sämereien. Die verschiedenen Loriarten werden zwischen 14 und 28 cm groß.

Die häufigste Gefiederfarbe ist rot (Rotlori, Kardinallori, Erzlori), es gibt aber auch grüne (Gelbkopflori, Schönlori, Gebirgslori), braune (Braunlori) und schwarze (Schwarzlori) Vertreter dieser Art. Bei keinem Lori fand die Färbung eine solche Vollendung wie beim Regenbogenlori (Rainbow lorikeet). Er gehört sicher zu den buntesten Vögeln der Erde.

Regenbogenloris sind in Australien recht häufig anzutreffen, vor allem in den ariden Gebieten des Nordens haben wir an Bachläufen Schwärme mit über 30 Tieren gesehen. Männchen und Weibchen sind bei den Loris nicht zu unterscheiden. Sie legen etwa 2 Eier in Baumhöhlen, die dann ca. 24 Tage bebrütet werden. Die Jungen werden nach dem schlüpfen noch etwa 2 Monate von den Eltern versorgt. Loris leben wie Kakadus und Sittiche immer in Trupps zusammen.


Bunte Gesellen

In vielen Buchhandlungen in Australien kann man dicke Bestimmungsbücher kaufen, mit deren Hilfe sich die zahlreichen bunten Gesellen, die Papageien, Loris und Kakadus, zuordnen lassen. Ohne ein solches Buch, das zu schleppen schon eine Last sein kann, ist der Laie kaum in der Lage, die zahlreichen Arten auseinander zu halten. Schon nach wenigen Minuten neugierigen Blätterns haben wir es manchmal aufgegeben. Statt zwei oder drei verschiedenen "gelb-grünen" Lorikets und Parrots hat man hier die Wahl zwischen 20 oder 30 verschiedenen Sorten. Oft ist eine Zuordnung nur aus dem landschaftlichen Kontext möglich.

Die Aufnahmen des red winged parrots unten entstand auf dem Campingplatz von Fitzroy Crossing. Das Tier sass aber so weit oben in den kahlen Bäumen, dass es selbst mit 2x400 mm Brennweite kaum zu fotografieren waren.

Wer die regen Gesellen in freier Wildbahn fotografieren will, der sollte über Vogelfutter (klappt manchmal, aber nur in Regionen in denen die Tiere an den Menschen gewöhnt sind) oder über entsprechend lange Brennweiten verfügen.

Birds Australia, die frühere Royal Australasian Ornithologists Union, besteht aus Vogelfreunden und Forschern, die sich ebenfalls für den Schutz gefährdeter Vogelarten einsetzen. Vogelfreunde sollten auch mal bei der Checklist of Australian Birds vorbeischauen.

Video zum Thema

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