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DER SÜDEN
     Balis südwestlichster Zipfel ist ist in kurzer Zeit von Sanur, Nusa Dua, Jimbaran oder Kuta aus leicht zu erreichen. Wenn man aus dem Norden kommt, ändert sich die Landschaft deutlich. Das üppige Grün verschwindet und macht einer felsigen und trockenen Landschaft Platz. Hier gibt es keine Flüsse und die Niederschläge versickern sofort im porösen Kalkgestein. Sogar viele Kakteen kann man hier sehen. Die Bevölkerungsdichte ist hier gering und es werden ein paar kümmerliche Nutzpflanzen auf dem kragen Boden kultiviert.
 
Jimbaran
     Das Dorf liegt an der Westküste der schmalen Landenge, die die Halbinsel Bukit Badung mit dem Rest von Bali verbindet. Hier ist Balis schönster Strand, eine traumhafte sandgesäumte Bucht. Deshalb ist der Tourismus auch hier im Aufschwung, noch besteht das Angebot allerdings meist aus Luxushotels wie dem Four Seasons Resort. Ein paar schöne Fischrestaurants soll es hier auch geben, ich war allerdings nicht dort essen und kann dazu nichts weiter sagen.
 
Ulu Watu
     Pura Ulu Watu liegt ganz im Südwesten von Bali. Ulu bedeutet Kopf, und Watu Felsen. Auf einer 80 Meter hohen Klippe der Halbinsel Bukit thront dieser Tempel und schützt Bali vor den bösen Geistern des Ozeans. Unterhalb der Steilküste rollt der Ozean in mächtigen Wellen heran. Dort soll der beste Spot für erfahrene Surfer auf Bali sein.
     Der Tempel ist aus weißem Korallenkalk erbaut und wird von einer großen Affenfamilie bevölkert. Die Tiere sind recht zutraulich und keck, wie man auf meinen Bildern erkennen kann. Ab und zu klauen sie auch mal Gegenstände von den Besuchern, aber sie sind - noch? - nicht agressiv. Am Eingang kann man Orangen und Bananen kaufen und die kleinen Racker damit füttern.
    Ungehindert toben sie durch die heilige Anlage, die durch die schmale Form etwas Besonderes ist. Mehr Platz war auf der schmalen Landzunge nicht, um ein Heiligtum zu erbauen.
     Hier sind die Sonnenuntergänge an den Steilklippen genau so spektakulär wie in Tanah Lot, nur teilt man dieses Erlebnis nicht mit einer riesigen Meute fotowütiger Touristen und wird nicht ständig von Händlern umlagert. Geht man den Weg an den Klippen entlang, färbt die Abendsonne die Felsen orangerot, bevor sie entgültig im Meer versinkt. So lange sollte man auf jeden Fall hier bleiben und den Anblick genießen. Ulu Watu also am besten erst am späten Nachmittag besuchen.

Nusa Dua
     Im Südosten von Bali liegt Nusa Dua - eine Luxusenklave, die so gar nichts mit Bali zu tun hat. Einheimische haben hier quasi nur als Bedienstete Zutritt. Die Hotels haben meist ***** Sterne, ein aus dem Boden gestampftes Touristenghetto. Ein künstliches, prachtvoll und beleuchtungstechnisch gut inszeniertes Disney-Land im internationalen Stil, aufgepeppt mit einigen lokalen Tänzen und balinesischen Stilelementen in der Architektur, damit man im Urlaub nicht ganz vergißt, wo man sich gerade befindet. Diese Welt um den Ort Nusa Dua hat kaum etwas mit dem Rest von Bali zu tun, ebensoweinig wie das quirlige Aussie-Surf- und -Saufparadies Kuta.
     Die Taxifahrer verlangen für eine Fahrt nach Kuta ab Nusa Dua von den "Reichen" sowieso viel mehr Geld als üblich und wer sich nur in den diversen Restaurants der Anlage verköstigt, wird Bali eventuell als teuer empfinden. Denn von den realen Preisen im realen Bali ist man hier meilenweit entfernt.
 
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