Batik
Batikstoffe kommen meist aus dem benachbarten Java, hier erreichte die komplizierte Technik ihre Vollendung. Heisses Wachs wird auf Seide oder Baumwollbatist an den Stellen aufgetragen, die ungefärbt bleiben sollen. Dazu benutzt man Pinsel, kleine Gefässe oder Stempel. Durch Risse, die beim Trocknen der Wachsschicht entstehen, gelangt zusätzliche Farbe in das Gewebe. Es entstehen Verästelungen, ähnlich dem Krakelee in der Keramikglasur - Farbsprenkel - denn Batik ist das malaiische Wort für "sprenkeln". Wie es weitergeht hat bestimmt jeder früher mal im Werkunterricht an der Schule gelernt: Stoff wird gefärbt, Wachs herausgewaschen, neue Wachsschicht aufgetragen, neu gefärbt...
Diese komplizierte Technik wurde nicht mehr gepflegt, seit es billige Drucke mit diesem Effekt gab. Eine Batikfabrik in Jakarta hat ein Verfahren entwickelt, bei dem der bedruckte Stoff von echter Batik kaum mehr zu unterscheiden ist. Dieses Seidensiebdruckverfahren kostet natürlich nur einen Bruchteil der Handarbeit. Deshalb ist echte Batik in Indonesien nicht mehr leicht zu finden und sehr teuer. Was man in Bali angeboten bekomt, ist billiger Druck und hat mit echter Batik nichts zu tun.
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