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DER WEG
     Eine sehr schöne Sache und einmalig in Bali ist der rote Ziegelweg, der in Sanur am Strand entlangführt.. Er beginnt im Süden am Raddin Sanur und geht bis zum Grand Bali Beach Hotel. Die meisten Hotels liegen dahinter, keine Straße führt am Strand entlang. Die Hauptstraße liegt erst jenseits der großzügig angelegten Hotelanlagen, nur wenige Stichstraßen führen direkt an den Strand zu einem Parkplatz.
     Der Weg ist teilweise in einem sehr guten Zustand, an einigen Stellen ist er beschädigt, unterspült oder ein Stück ist gar ganz weggerissen. Obwohl man oft Bauarbeitertrupps sieht, die mit Reperaturen beschäftigt sind, kommen sie kaum nach. Wir erlebten eine stürmische Nacht, in der die Flut die Wellen bis auf den Weg peitschte und den sandigen Untergrundes wegspülte. Am nächsten Tag war direkt vor dem Hotel der Weg halb zerstört und die roten Steine lagen lose herum. Die Ausbesserung wurde sofort in Angriff genommen, aber vor allem Wegtstrecken, die abseits der großen Hotels liegen, werden eher vernachlässigt.
     Trotz gewisser Schwierigkeiten ist der Weg am Strand immer noch viel angenehmer als auf der Hauptstraße. Schon die Kühlung durch den Seewind ist eine Wohltat.
Am Tag
     Wenn man tagsüber den roten Weg benutzt, dann muss man an zahlreichen Shops und Restaurants, Masseusen und Bootsführern vorbei. Alle wollen etwas verkaufen, man muss also damit rechnen sehr oft angesprochen zu werden. Viele Waren werden angeboten: Bunte Drachen (Schiffe, Adler und Fantasiegebilde - auf meinem Bild in Schiffform zu sehen), Sarongs, Zigaretten, Getränke, T-Shirts, Badelatschen, Silberschmuck, Uhren und geschnitze Holzfiguren. Fleissiges Handeln gehört immer dazu.
     Beliebter Trick der Verkäufer ist es, nach dem Namen des "Opfers" zu fragen und sich mit Handschlag vorzustellen. Danach kann man sicher sein, während des gesamten Urlaubs immer, wenn man dort entlang geht, mit seinem Namen angesprochen zu werden - natürlich mit der Aufforderung verbunden etwas zu kaufen oder sich massieren zu lassen. Personal von Restaurants, das gerade nichts zu tun hat - und das haben die wenigsten - fordert Vorbeikommende ebenfalls auf für einen Drink oder Lunch hereinzukommen. Und einem Restaurant folgt das nächste....
     Neudings stehen auch Schlitzohren am Strand, die angeblich Lehrer sind und hier nur in ihrem Urlaub in einem Ferienhaus leben. Sie erzählen rührende Geschichten, das sie dem fremden Besucher die balinesische Kultur näherbringen wollen. Ziel des Gesprächs ist es im Endeffekt nur, einen Trip zu verkaufen. Unbedarfte fallen leicht darauf herein, denn zuerst wird der Eindruck vermittelt, man hätte einen Freund gefunden, Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, die einen mit dem Familienauto, am Steuer der Sohn, zu einem nichttouristischen Tempelfest befördern möchte. Verdacht kommt dann aber schnell auf, wenn man beiseite genommen wird und um Verständnis gebeten, für Benzin und Auto solle man doch "eine Kleinigkeit" zahlen. Wer in etwa die Preise kennt, kann bei einem solchen Angebot durchaus eine einmalige Gelegenheit wahrnehmen. Aber das Geschäftemachen steht immer im Vordergrund.
     So ist ein Spaziergang am Meer ist bei Tageslicht oft ein Spiessrutenlufen mit ständigem Kopfschütteln, Lächeln und höflicher Verneinung.
Bei Nacht
     In der Dunkelheit findet dieses Spiessrutenlaufen dann in etwas gemäßigter Form auf der Hauptstraße statt. Diesem, sowie dem Verkehr, kann man entgehen, wenn man auch bei Dunkelheit dem roten Weg folgt. Viele Gäste sitzen am Abend auch gerne am Meer in einem der zahlreichen Restaurants. Ich finde diese Restaurants, bis auf wenige Ausnahmen, nicht besonders gut. Die Portionen sind oft bescheiden, an der Straße speist man besser. Aussderdem stört mich der zum Teil doch recht stark auftretende Wind, der abends als recht kühl empfunden wird - auch im Mai oder August zur Hochsaison.
     Wenn man oft nach Einbruch der Dunkelheit hier entlangläuft, dann lohnt sich die Mitnahme einer Taschenlampe. Vor den Hotels ist genug Licht, um weggebrochene Wegstücke zu erkennen. Diese sind jedoch meist an den Stellen, die total im Dunkeln liegen. Da fällt es oft schwer, etwas zu erkennen und man hat sich schnell den Knöchel verstaucht. Mit Taschenlampe kann man am Abend hier fast ungestört und verkehrsberuhigt entlangehen. Das Bild zeigt ein Stück, welches leicht unterspült worden ist, wobei die stabile Betonkante noch intakt ist. Auch die Büsche scheinen niemanden zu stören. Mittlere Schadensklasse...

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