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TAMAN AYUN
     Etwa 20 Km westlich von Ubud und nur 3 Km vom Affenwald Alas Kedaton entfernt, liegt einer der schönsten und wichtigsten Tempel auf Bali. Einen Besuch in diesem prächtigen Gebäudekomplex sollte man nicht versäumen.
     Direkt nach dem Muttertempel Pura Besakih ist der Pura Taman Ayun das zweitgrößte Heiligtum Balis. Er ist einer der alten Reichstempel und von überregionaler Bedeutung. Hier versammeln sich Menschen aus allen Teilen Balis zum Gebet.
     Der Bau geht zurück auf den bedeutenden Raja, der einst das mächtige Fürstentum von Mengwi begründete, das bis Mitte 1891 der Mittelpunkt des beherrschenden Königreiches der Gelgel-Dynstie war. Dieser Raja Namens I Gusti Agung Anon baute auch umweit des Tempels einen neuen Palast, den Puri Gede Mengwi. Der Tempelkomplex wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, als sich das Reich von Mengwi auf dem Höhepunkt seier Macht befand.
     Der Name Taman Ayun bedeutet soviel wie "Schwimmender Garten", denn der Tempel wird umrahmt von breiten seerosenbewachsenen Wassergräben und wirkt so wie eine kleine Insel.
Besichtigung
     Wenn man sehr früh am Morgen hierher kommt, dann ist man hier fast für sich allein und kann die friedliche Atmosphäre ungestört genießen. Später am Nachmittag kommen dann die Guides mit ihren Gästen. Der Eintritt war mit 1000 Rupies pro Person sehr günstig, anderswo nimmt man das Dreifache.
     Leider waren bei unserem letzten Besuch im Mai 2000 gerade die schönen Kanäle trockengelegt und Arbeiter waren emsig mit Reperaturarbeiten an den Mauern beschäftigt. Auf dem oberen Bild sieht man daher etwas Besonderes: einen fast trockenen Wassergraben.
     Nachdem man die Anlage über die meerwärts gelegene Brücke betreten und an der Kasse seinen Obolus entrichtet hat, wendet man sich am besten zuerst nach links zum Glockenturm. Diesen Turm kann man auf einer sehr steilen und schmalen Treppe besteigen und sich so einen kleinen Überblick über die Anlage verschaffen. Oben hängt ein riesiger, hohler Holzklotz, der bei Zeremonien mit einem dicken Knüppel wie ein Gong oder eine Glocke geschlagen wird.
     Oberhalb eines weiten Vorhofs mit einer parkähnlichen Anlage liegt der Tempel selbst hinter einer Quermauer mit einem wunderschönen großen Tor, das man oben sieht. Dieses ist aber normalerweise verschlossen, Besucher gelangen durch zwei Nebentore rechts und links auf die andere Seite der Trennmauer. Dort liegt der heilige Bereich des Tempels wieder als langgestreckte Insel in einem großen künstlichen Lotosteich, der allerdings zu einem eingemauerten Wassergraben verkümmert ist.
     Auf einem gepflasterten Weg, den mein kleines Foto zeigt, kann man gut um den inneren Gebäudekomplex herumgehen und den Anblick der langen Reihe von hohen Pagodentürmen in der Mitte auf sich einwirken lassen kann. Diese Schreine (meru) mit 7, 9 oder gar 11 Dächern stehen im inneren Bezirk, der nicht betreten werden kann. Hier werden die fürstlichen Ahnen, die Gottheiten und sogar auch andere wichtige Tempel auf Bali verehrt. Die Türen der Schreine sind mit wunderbaren Schnitzarbeiten verziert. Über die niederige Mauer hat man von allen Seiten einen guten Einblick in den Tempelhof. Ab und an sieht man einen Priester mit buntem Plastikbesen den Hof zwischen den merus fegen, oder in einem der kleinen Pavillons ruht sich ein Kätzchen aus.
     Ungewöhnlich ist die Ausrichtung der Schreine auf den Berg Batukau, normalerweise werden Schreine auf Bali zum heiligen Berg Gunung Agung hin ausgerichtet.


 
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