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UBUD
     Ubud ist vor allem bekannt als Künstlerkolonie und in letzter Zeit auch durch sehr luxuriöse Hotelanlagen, die eindrucksvoll in sattgrüne Reisterrassen eingebettet sind. Das bekannteste Luxushotel in Ubud dürfte das Amandari sein, hier ist eine Liste weiterer Hotels in Ubud.
     Daneben existiert eine internationale Travellerszene, die hier das ursprüngliche Bali sucht. Man sagt, wer nicht in Ubud war, kann die Insel nicht kennen. Da die Balinesen traditionell das Meer eher meiden, findet sich hier aus diesem Grund schon selbstverständlich ein wesentlich authentischers Leben als an den Küsten. Bedingt durch seine Lage ist Ubud das pulsierende Herz der Region, von hier kann man auch bequem Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung manchen.
     Ender der siebziger Jahre schwappte die Touristenflut nach Ubud und der Kommerz hielt auch hier Einzug. Sogar die Randgemeinden profitierten vom schnellen Geld der Besucher. Jeder will hier sein Business manchen, jeder ist ein Künstler, auch wenn er nur billige Massenware herstellt. Die ehemals veträumten Dorfstraßen mit herumlaufenden Hühnern und Ausblicken auf die nahen Reisfelder sind heute dicht bebaut, eine endlose Kette mit Galerien, Souvenirshops, Lokalen und Unterkünften.
     In Gegensatz zu den anderen Touristenzentren wie Sanur oder Kuta ist Ubud noch ein malerisches Städtchen, das nicht zu Unrecht mit viel Charme Touristen aus aller Welt anzieht. Hier wird man auch nicht so penetrant angesprochen und kann in Ruhe in den zahlreichen Shops, Boutiquen und Galerien oder auf dem Markt bummeln gehen.
    Der Name Ubud (ubad) beduetet im balinesischen "Medizin", benannt nach einem heilenden Kraut, das nahe dem Fluss Campuhan wächst. Vielen Adeligen aus Ubud werden auch heute noch besondere Heilkräfte zugeschrieben un die Verrehrung des Volkes ist ihnen traditionell gewiss.
     In Ubud gibt es auch noch viel ursprüngliches, denn nicht jede Tanzveranstaltung und jede Kunstaustellung ist nur für die schnelle Rupie gemacht. Täglich tanzen hervorragende Gruppen Dramen und überall wird musiziert, es gibt regelmäßige Wayang-Kulit-Vorstellungen.
     Informationen zu kulturellen Veranstaltungen und aktuellen Ereignissen erhält man vom privaten Touristenbüro Bina Wisata, Jl. Raya Ubud, gegenüber dem Pura Desa im Ortszentrum.
     Sportbegeisterte Touristen finden im Sayan-Tal gute Möglichkeiten für Wild River Rafting oder sie mieten ein Fahrrad und erkunden die nähere Umgebung.
 
Ubud's Künstler
     Im frühen 20. Jahrhundert kamen viele westliche Maler nach Bali , um sich von der tropischen Umgebung und den zahlreichen einheimischen Künstlern inspirieren zu lassen. Unter anderem der deutsche Maler Walter Spies. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung Pita Maha, von der neue, kraftvolle Impulse ausgingen, die eine Renaissance der Malerei in Bali einläuteten.
     Das Dorf Ubud wurde Zentrum für einen künstlerischen Neuaufbruch und Inbegriff der beiden die Insel prägenden Elemente: reiche Kultur und traumhaft schöne Landschaft. Das zieht Besucher magisch an, die hier gerne mal ein paar Tage verbringen. Auch heute können sie durch zahlreiche Austellungen schlendern, die alle Stilarten der Malerei vorrätig haben oder auf Bestellung liefern.
     Im Zentrum von Ubud liegt das 1956 eröffnete Museum Puri Lukisan (Palast der Gemälde), dem ich eine eigene Seite gewidmet habe.
Hier werden nicht nur Gemälde, sondern auch ausgewählte Stücke der Holzschnitzkunst ausstellt.
     Im Süden des Ortes liegt das neue, sehenswerte Agung Rai Museum of Art, das eine umfangreiche Sammlung von traditioneller und moderner Malerei zeigt. Agung Rai war ein Prinz aus Peliatan. Seine Karriere als Kunsthändler begann damit, dass er Werke von Freunden und Verwandten am Strand von Kuta verkaufte. Seine bemerkenswerte Sammlung sollte man besuchen.
     Das Museum Neka ist benannt nach dem aus Ubud stammenden Suteja Neka, Sohn eines Holzschnitzers, der der Künstlervereinigung Pita-Maha angehörte. Er wollte ausländischen Besuchern die Entwicklung balinesischer Malerei vom traditionellen Wayang-Stil bis zu zeitgenössischen, modernen Ausdrucksformen vermitteln und schuf 1982 mit diesem Museum einen architektonischen Rahmen für seine Bilder.
     Am Ende eines Rundgangs durch die Museen steht man in einem Verkaufsraum, was sonst? Von brotloser Kunst kann niemand leben.
Massenware
     Neben all dem Schönen in Museen und Galerien gibt es natürlich auch eine ganze Menge Kitsch und Tinnef, der bei den zahlreichen Touristen wegen den günstigen Preisen sehr beliebt ist. Ein großer Teil der Dorfbevölkerung ist direkt oder indirekt am Geschäft mit den billigen Massenwaren beteiligt. Aus der Kunst weniger Künstler ist das Kunstgewerbe von tausenden Möchtegernkünstlern geworden. Ganze Dörfer haben sich spezialiesiert und schnitzen und bemalen im Akkord. Enten, Mobiles, Bananenstauden, Barongmasken wie auf dem oberen Bild oder Sonnen und Monde. Meist sind es Großaufträge aus Übersee, die Ergenisse findet man auch hier im örtlichen Handel. Ein Teil davon landet dann verstaubend in den zahlreichen Souvenirshops, die aus unergründlichen Gründen nie danach schauen, was der Nachbar zur Schau stellt, sondern alle die gleichen Waren nebeneinander anbieten.

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