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UMGEBUNG
     Von Ubud aus sollte man unbedingt einmal zu Fuß oder mit einem geliehenen Fahrrad die malerische Umgebung erkunden. Das öffnet die Sinne für die wunderschöne Landschaft und das üppige Grün der Wälder und Reisfelder. Den Verkehr sollte man allerdings nicht unterschätzen, wer mit dem Fahrrad über die Straßen von Dorf zu Dorf fährt schluckt eine Menge Abgase. Wir haben einige schwitzende Touristen mit hochrotem Kopf überholt.
     Vorteil dieser Methode ist allerdings, dass man überall schnell anhalten kann, um die unzähligen Ausstellungen und Geschäfte zu besuchen. So findet man wahrscheinlich eher ausgefallene Stücke, die sich von der üblichen Massenware abheben. Unterwegs kann man mit Glück, Zeit und Ruhe auch den balinesischen Alltag erleben, wie er auf historischen Bildern dargestellt ist. Schmale Wege führen auch durch die Reisfelder, zum Wandern ideal.
 
Dörfer der Umgebung
     Eine Straße führt, vorbei am Puri Lukisan Museum und unzählichen Shops, 600 m in nördlicher Richtung und biegt dann nach Westen ab. Zwischen Campuan und Ubud, erreicht man das Tief eingeschnittene Bett des Flusses Uo. Hier vereint sich der Uo mit einem weiteren Flüsschen (Campuan bedeutet Zusammenfluss). Neben der neuen Brücke steht immer noch die alte Vorgängerin aus niederländischer Kolonialzeit, auf meinem Bild zu sehen. Wer gene wandert kann von hier aus auch in die Schlucht hinuntersteigen und zum Tempel Pura Gunung Lebah gehen.
 
     In Campuan errichteten viele Ausländer ihre Häuser, es war in den 30er Jahren eine Begegnungsstätte zwischen Ost und West. Am Rande der Schlucht des Uo liegt das Museum Neka.
     Wenn man die Hängebrücke bei Campuan überquert, kommt man über steile Treppen nach Penestanan, die Geburtsstätte des neuen Malstils der "Young Artists", die Ende der 50er Jahre die Kunst Balis revolutionierten. Hier lässt sich heute die Schickeria nieder, ein Schicksal so mancher Künstlerkolonie auf Bali.
 
     Nyuhkuning ist das Dorf der Holzschnitzer, es liegt etwa 800 m südlich des Affenwaldes. Hier leben die "Froschspezialisten" der Insel. Jeden Monat werden hier tausende von Froschobjekten fabriziert und exportiert. Wenn man die Hauptstraße heruntergeht, steht fast vor jedem Haus eine Froschskulptur Spalier. Schwindelfreie Wanderer können hier über eine ungewöhnliche Brücke gehen, die die Schlucht es Flusses Uos überspannt: ein schmaler Stahlträger.
 
     Petulu ist als Reiherdorf bekannt, hierher kommen fast alle Reiher aus Balis Süden, um zu nisten. Am späten Nachmittag ist es hier am schönsten, dann erscheinen aus allen Himmelsrichtungen kreischende Reiher und lassen sich auf den Bäumen nieder. Vom Pura Desa im Norden des Dorfes kann man das Schauspiel am besten beobachten. Kuhreiher, Seidenreiher und Edelreiher gibt es hier, ein Paradies für Vogelkundler.
 
     In Peliatan haben die Künste eine lange Tradition, vor allem die Schauspiel- und Tanzkunst. Orchestergruppen aus diesem Ort haben schon alle Kontinente bereist. Heute gibt es mindestens 15 Gamelan-Ensembles, eines davon ist eine reine Frauengruppe, sehr selten auf Bali. Oberhalb der Hauptstraße liegt der Tempel Pura Desa Gede Paliatan mit seinen schönen Skulpturen.
 
Goah Gajah
     Die so genannte "Elefantenhöhle" liegt östlich von Ubud gut zugänglich direkt an der Hauptstraße und fehlt in kaum einem Ausflugsprogramm, was an dem großen Busparkplatz zu erkennen ist. Der richtige Name ist Lwa Gajah, was "Wasser des Elefanten" bedeutet.
     Den Eingang einer in den zwanziger Jahren freigelegten Höhle ziert ein Steinmonster mit schielenden Glupschaugen und wilder Mähne, in der sich ein Heer von Tieren und Gnomen tummelt. Durch das Maul des Monsters - der Unterkiefer markiert die Eingangsschwelle - kommt man in den Rachen in Gestalt einer T-förmigen Höhle, die wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert als Einsiedelei für shivaitische Mönche diente. In dem stickigen Raum ist ein dreifacher Hindu-lingga (Symbol für den Dualismus männlich/weiblich) und eine Statue von Ganesha, dem Elefantengott, zu sehen, der der Höhle vermutlich den Namen gab. Elefanten hat es auf Bali nie gegeben. Der Badeplatz vor der Höhle mit wasserspeienden Himmelsnymphen wurde erst in den fünfziger Jahren entdeckt.
 
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