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DIE ZUFAHRT

Die sechs Kilometer lange Zufahrt zwischen dem Eingangstor an der Transpantaneira und der Pouso Alegre Lodge sind sehr abwechslungsreich. Da man hier nur fahren darf wenn man Gast des Hauses ist, hat man eine private Strecke mit reichem Tierbestand die man zu unterschiedlichen Tageszeiten langsam abfahren kann. Egal ob mit Guide oder mit dem eigenen Auto, es lohnt sich hier öfters am Tag mal hin- und her zu fahren. Zum Tanken muss man dann zwischendurch mal ins 38 Kilometer entfernte Poconé fahren.

Auffallend sind die verschiedenen Landschaftsformen, die man hier auf dem Weg zur Lodge passiert. Es gibt Rasenflächen, hohe Einzelbäume, einen Abschnitt mit dichtem Wald und diverse Tümpel am Wegrand. Für jede Tier- und Pflanzenart ist hier ein Lebensraum dabei. Dazu kommt, dass man an vielen Stellen aussteigen kann und mehrere Rundwege durch unberührten Wald gehen kann. Bei großer Hitze und viel Luftfeuchtigkeit trotz Schatten ein anstrengendes Vergnügen. Allerdings kann man dabei gut Vögel beobachten und auch Affen, mehr dazu auf der Seite Waldspaziergang.

Es gibt drei Holzbrücken auf der Strecke, an einer wurden in der Trockenzeit von den Arbeitern gerade Reparaturarbeiten durchgeführt. Jetzt konnte man ja bequem die Umgehung fahren, welche nach Regenfällen sicher überschwemmt ist. In der Regenzeit ist auch die weite Graslandschaft kurz vor Erreichen der Lodge überschwemmt und man kann von der Zufahrt aus schon tausende Wasservögel beobachten. Bei unserem Besuch im Oktober zur Trockenzeit war das Aufkommen natürlich geringer, aber gesehen haben wir hier immer Vögel. Und natürlich Kühe und Pferde auf der Weide.

Kurz vor Erreichen der Farm passiert man noch einen größeren Teich, in dem sich viele Kaimane aufhalten. Am Tag sind nur wenige davon zu sehen, ab und zu schaut eine Schnauze aus dem Wasser oder ein paar Tiere liegen am Ufer. Ganz anders ist es in der Nacht. Wenn man während der Nachtsafari hier vorbei kommt, dann liegen die Echsen dicht an dicht am Ufer und die vielen Augen leuchten dann im Licht der Scheinwerfer.

Es lohnt sich auch immer, mal in die alten Bäume zu gucken. In einem weiteren Gewässer nahe der Lodge kann man oft Rehe und Hirsche beobachten. Sie stehen dann im Wasser und knabbern an den Wasserpflanzen, die wohl besonders gut schmecken. Auch Nandus und Krabbenfüchse haben wir hier nahe der Unterkunft oft gesehen, auf dem Foto unten ist ein stolzer Nanduvater mit seinem Nachwuchs direkt am Eingangstor zu sehen.






Wieder ein Tapir

Schon bei unserer Ankunft gegen Mittag, wir kamen direkt von der Fazenda Tereza - Southwild Pantanal Lodge, gab es ein Highlight: ein riesiger männlicher Tapir lief direkt über die Wiese neben der Access Road. Er war zwar noch jung, an seinen Beinen befanden sich noch Tupfen, aber sehr imposant.

Direkt vor uns war eine größere Reisegruppe, die natürlich ebenfalls für dieses schöne Motiv anhielt. Dazu kamen dann noch zwei Autos mit Gästen und eigenen Guides, so dass hier erst einmal Trubel herrschte. Der Tapir hat sich das Geschehen an der Straße auch nicht lange angesehen, ließ sich erst aber in Ruhe ablichten und verschwand kurz darauf wieder im Wald. Danach waren wir dann alle pünktlich zum Mittagessen in der Lodge.

Normalerweise hat man hier an der Zufahrt aber viel mehr Ruhe. Am frühen Morgen wandern oft Gruppen mit ihrem Guide an der Straße entlang, die nach Vögeln Ausschau halten. Immer wieder erstaunlich wie gut die meist älteren Teilnehmer diese Anstrengung meistern. Denn auch mit Sonnenschutz ist es schon kurz nach Sonnenaufgang brütend heiß.

Bei einer Nachtsafari mit Scheinwerferlicht haben wir in zwei Stunden sagenhafte sieben verschiedene Tapire gesehen. Als wir davon später in der Rio Mutum Loge erzählten, wusste man sofort, dass wir in der Pouso Alegre Loge gewesen waren. Das Gelände ist weit über seine Grenzen für seinen Tierreichtum bekannt.

Wir sind hier auf der Zufahrt einige Male hin- und her gefahren, sowohl am frühen Morgen als auch am späten Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang. Dabei haben wir immer andere Tiere gesehen. Aber auch die abwechslungsreiche Flora lohnt einen näheren Blick, so wachsen beispielsweise kleine unscheinbare Ordideen direkt am Weg.

Einen Krabbenfuchs sahen wir gleich am Eingang, einen Riesentukan hoch oben in einem Baum und öfters auch einen Tapir. Gruppen von Nasenbären lassen sich hier auch gut bei der Futtersuche beobachten. Manchmal hat man vier bis fünf verschiedene Arten direkt auf der Straße vor dem Auto.

Dazu kommen unzählige Vögel wie verschiedene hier lebende Papageienarten, diverse Singvögel und natürlich die drei unterschiedlichen Vertreter der Hokkohühner. Die lauten Chaco Chachalacas (Ortalis canicollis), die verschiedenen Guan-Arten und die Nacktgesichthokkos (Crax fasciolata), die hier Mutum genannt werden. An einem Nachmittag war die ganze Straße voll davon, wahrscheinlich eine Versammlung. Unten auf dem Foto sind vier verschiedene Arten zu erkennen, der kleine Knubbel rechts oben ist ein Meerschweinchen.






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