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AN DER KANTE

Schlecht ausgeschildert und kaum zu finden ist der ehemalige Aussichtspunkt "Mirante do Centro Geodesico". Man fährt vom Ort Chapada dos Guimarães 9 Kilometer auf der die Rodovia Emanuel Pinheiro, das ist die MT-251 von Chapada nach Campo Verde. Auf der rechten Seite gibt es dann Bäume und Absperrungen aus Betonklötzen vor einer Abzweigung.

An dieser Stelle gab es wohl auch einmal eine Aussichtsplattform und ein Denkmal für den geografischen Mittelpunkt von Südamerika. Im Herzen des Kontinentes ist man hier gleich weit von beiden Ozeanen, dem Atlantischen und dem Pazifischen, entfernt. 1.600 Kilometer von hier in beide Richtungen. Das wurde jedoch alles entfernt und der Mittelpunkt wurde nach Cuiabá verlegt. Dort befindet sich jetzt das Centro Geodésico da América do Sul.

Man kann mit dem Auto auch auf Schleichwegen zur Kante fahren, so haben wir es jedenfalls auf der Karte auf dem Smartphone gesehen. Wir haben lieber etwas abseits vom Strassenrand an der Absperrung geparkt und sind durch die Absperrung aus Erde und Steinen in die Richtung gelaufen, an der wir die Abbruchkante vermuteten. Dort steht man dann auf einer festgetrampelten Erdebene und schaut hinunter. Nachts ist der Platz sicher sehr beliebt, denn dann schaut man runter in die Ebene auf die Lichter der 30 Kilometer entfernten Millionenstadt Cuibá.

Es muss hier wohl auch mal einen Unfall gegegeben haben, daher wurde der Platz gesperrt. Die Landschaft hat unter den vielen Besuchern sehr gelitten, alles Gras ist um den Platz herum kaputt getrampelt und weitere Trampelpfade führen durch die Landschaft hinunter in Richtung Kante und Felsformationen. Der Boden entlang der Pfade erodiert durch die kräftigen Regenfälle sehr start. Soweit wir das herausgefunden haben ist dies aber der einzige Ort in der Umgebung, an dem man ohne Eintritt zu zahlen über die Kante gucken kann. Viel fotografiert haben wir hier nicht, denn es war dunstig und die Sicht eher bescheiden.

Unterhalb der großen Besichtigungsplatzes geht es noch erst sanft und dann sehr steil ein ganzes Stück weiter nach unten. Ein paar junge Leute überholten uns und sprangen wie die jungen Ziegen von Vorsprung zu Vorsprung. Wir sind dann auch ein Stück nach unten gelaufen, aber der Boden wurde immer rutschiger und glatter und die Hitze war am Mittag fast unerträglich. Kurz vor dem Gewitter waren wir nach kurzem Abstieg schon durchgeschwitzt und der Gedanke daran, das alles wieder hochklettern zu müssen ließ uns wieder umkehren.

Irgendwo weiter unten ist wohl eine Felsnase, auf sich viele Besucher über dem Abgrund fotografieren lassen. Hier soll man auch oft Aras in der Schlucht mit Wasserfall sehen, aber damit hatten wir ja leider gar kein Glück hier in der Chapada.





Mirante Morro dos Ventos

Eine weitere Gelegenheit mal über die Kante in die Ebene zu schauen hat man einen Kilometer vom Stadtzentrum von Chapada dos Guimarães entfernt vom Aussichtspunkt Mirante Morro dos Ventos. Zwar zahlt man hier an einem Häuschen am Eingang Eintritt, hat dafür aber auch eine Infrastruktur mit Plattformen, Wanderwegen, Toiletten und Restaurant. Am Wochenende, wenn die Tagesausflügler hierher kommen, dann ist es sicher eher ein Rummel als ein Naturerlebnis. Wir waren in der Woche gegen Mittag dort und es war relativ ruhig.

Man parkt auf einem großen Parkplatz vor dem Restaurant und auf den Rasenflächen zwischen den Bäumen laufen Pfaue und Perlhühner herum. Man hat dann die Möglichkeit, von zwei Aussichtsplattformen aus einen ausgezeichneten Blick in die Ebene zu genießen.

Beide Plattformen sind aus Streckmetall-Gittern erbaut, auch der Fußboden, und schweben so scheinbar über dem Abgrund. Sicherlich nichts für nicht Schwindelfreie Menschen, denn hier steht man fünf Meter von der Kante entfernt und 200 Meter über dem Abgrund.

Eine der Plattformen ist gelb gestrichen und direkt daneben befiundet sich ein kleiner Souvenirladen mit Kiosk. Hier kann man sich, natürlich zu maßlos überteuerten Preisen, Snacks und kalte Getränke ordern.

Die zweite Plattform namens Mirante Do Romaninho liegt ein wenig seitwärts, etwa hundert Meter läuft man über die Zuwegung und kann sich dabei von der Seite aus das private Anwesen der Besitzer ansehen. Dann erreicht man die grüne Plattform, ebenenfalls aus Metallgitter. Vom Ende aus schaut man in eine Schlucht mit einem malerischen Wasserfall, wo wir wieder mal vergeblich nach den roten Aras Ausschau hielten. Nur einen aus Plastik konnten wir entdecken.

Höhepunkt der Anlage ist das ausgezeichnete und sehr moderne Restaurant Morro dos Vento. Eigentlich wollten wir hier etwas Leichtes zu Mittag essen. Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Die Lage ist sichtbar eine Goldgrube. Schon am Eingang steht ein beeindruckender Löwe aus Holz, vor dem sich alle fotografieren lassen. Ein Brasilianer hat uns dann auch gleich mal abgelichtet.

Der Eingangsbereich ist beeindruckend eingerichtet und man schaut gleich in die Küche, in der hinter Glasscheiben gearbeitet wird. Das Restaurant ist riesig, was auf den zu erwartenden Ansturm schließen lässt. Hier wird auch gerne für Hochzeiten und Veranstaltungen gebucht.

Berühmt ist das Restaurant für seine abwechslungsreichen und typischen Gerichte aus der Region Mato Grosso. Alle werden hier in speziellem eisernem Kochgeschirr gekocht. Als wir dann die a la carte Speisekarte bekamen sahen wir dort Spezialitäten wie die Galinhada (Schweinerippchen mit Reis), Maria Isabel (Trockenfleisch mit Reis), Morro do Peixe (mit dem berühmten Pacu Fischfilet), alles meist von Salat, Reis und Bohnen begleitet. Und der Preis war immer für 3, 5 oder 7 Personen ausgewiesen

Zuerst hat uns das verwundert, für zwei Personen gab es nur sehr wenig Auswahl, und nichts, was uns begeistert hätte. Die Spezialitäten waren nichts Neues für uns nach 14 Tagen Vollpension in guten Hotels an der Transpantaneira. Ausserdem hatten wir nicht so viel Hunger bei der Hitze und Kleinigkeiten gab es nicht. Daher haben wir das Restaurant wieder verlassen.

Als wir uns dann am Kiosk mit Eis und Cola erfrischten haben wir es dann verstanden: Hierher kommen die meisten Touristen mit einem Guide. Daher sind die Preise immer inklusive Guide, also für 3, 5 oder 7 Personen, berechnet.







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