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CHAPADA DOS GUIMAEÃES

Wenn man schon mal in der Region ist, dann sollte ein Besuch im netten Ort Chapada dos Guimarães ebenfalls auf dem Programm stehen. Die kleine Stadt mit ihren etwas über 20.000 Einwohnern befindet sich 62 km nördlich von Cuiabá und ist der ideale Standpunkt für Ausflüge in den gleichnamigen Chapada dos Guimaraes National Park. An Wochenenden sind hier viele Ausflügler unterwegs und es wird laut und voll, dann sollte man die Region besser meiden.

Es gibt touristisch nicht allzu viel zu sehen hier, es gibt aber ein paar nette Straßen und viele Unterkünfte für Touristen. Rund um den zentralen Park liegen ein paar nette kleine Geschäfte und es gibt auch eine Eisdiele mit horrenden Preisen.

Man kann sich ein wenig die Beine vertreten und auf einer Bank im Park sitzend das Leben rundum beobachten. Im Supermarkt waren wir noch einkaufen: Cachaça, den leckeren einheimischen Schnaps aus frisch geerntetem Zuckerrohr, als Souvenir für zu Hause. Auch wenn die Caipirinha dann natürlich nicht so gut schmeckt wie hier vor Ort. Den dunklen Cachaça kann man auch sehr gut pur trinken.

Angrenzend an den Park liegt die kleine antike Barock-Dorfkirche Nossa Senhora de Santana do Sacramento aus dem Jahre 1779. Sie ist leider das letzte Denkmal in der Region aus der Zeit des Barocks, und von aussen sieht man es ihr nicht an. Der Altarraum ist jedoch sehr reich geschmückt.

Irgendwo hier in der Nähe liegen der atlantische und der pazifische Ozean gleichermaßen weit entfernt, früher gab es dazu ein Denkmal namens Mirante nahe der Stadt. Heute hat man ein neues Denkmal in Cuiabá erbaut, dort soll sich jetzt der geographische Mittelpunkt befinden.

Vor der Kirche mussten wir uns natürlich auf den bunten Tierfiguren ablichten, die hier in der Region so beliebt sind und überall herum stehen. Die Region wurde von früher von den Paleo-Indianern während ihrer Wanderung durch Südamerika durchquert, Spuren davon sind nicht mehr viele zu finden.





Vom Stadtzentrum aus ist man schnell an der Abbruchkante zur Ebene, hier gibt es einige Aussichtspunkte und auch Restaurants mit schöner Aussicht. Vorausgesetzt ist natürlich schönes Wetter, hier regnet es oft oder auf der Ebene wird Zuckerrohr abgebrannt und dann ziehen die Rauchschwaden an den Steilhang und die Aussicht ist durch Rauch getrübt.

Die Ausichtspunkte Mirante Morro dos Ventos und Mirante da Chapada habe ich auf einer eigenen Seite beschrieben, es soll nahe der Stadt noch weitere schöne Wanderwege an der Kante entlang geben. Einer soll sich auf dem Gelände der Pousada Penhasco befinden, der größten Unterkunft vor Ort. Dort sind wir hingefahren, wohl wissend das man dafür Eintritt zahlen muss, wenn man kein Hotelgast ist. Aber die Herren dort an der Rezeption waren ziemlich unfreundlich: Auf nachfrage erklärte man barsch, einen Wanderweg gäbe es nicht und wir sollten uns woanders verlustieren. Dann eben nicht, wir sind weiter gefahren zu einem anderen Restaurant mit schöner Aussicht, das auch ein paar Zimmer vermietet.

Dort wollte ich ursprünglich buchen, hatte mich dann aber doch für die Pousada do Parque entschieden. Das war auch gut so, denn als wir die schmale Straße in Richtung Restaurante und Pousada Atmã führen und auf dem Parkplatz noch im Auto saßen, sahen wir ein Schild. Für einen Blick von der Terrasse wurde man hier mit 30 Real - knapp 10 Euro - zur Kasse gebeten, das Restaurant war leider geschlossen. Verständlich, wenn man am Wochenende die Schaulustigen von den Restaurantgästen fernhalten will - aber es war ja gerade nix los. Nein danke, auf eine verrauchte Ebene schauen konnten wir woanders auch kostenlos. So sind wir hier gleich wieder gefahren.





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