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IM WALD

Der Wald am Flussufer des Rio Pixaim, der sich rechts und links neben den Gebäuden der Fazenda Tereza erstreckt, ist naturbelassen. Hier wurde nichts angebaut, gerodet oder Vieh gehalten. In diesem Galeriewald und in den Hainen der Acuri-Palmen lassen sich, besonders in den frühen Morgen- und den späten Nachmittagsstunden, viele seltene Tiere beobachten.

Ein Vorteil ist, dass man hier auch alleine wandern kann. Gerne gesehen ist das aber nicht, als wir verkündeten wir würden nach der Bootstour gerne ein wenig im Wald spazieren gehen, wartete schon unser Bootsführer als Guide auf uns. In strammen Tempo führte er uns durch den Wald und schon kurz nach dem Frühstück war es schon unerträglich heiß. Der Schweiß lief den Rücken herunter und wir wären gerne viel öfters stehen geblieben. Um zu fotografieren und auch um uns auszuruhen. Der Guide war sicherlich ein paar Jahre älter, aber wesentlich fitter als wir.

Eigentlich war es schon zu spät für einen Besuch im Wald, aber am frühen Morgen ist man ja meistens mit dem Boot auf dem Fluss unterwegs. Ein paar bunte Vögel und wunderbar schillernde Blaue Morphofalter sahen wir auf dem Rundweg. Diese Falter erreichen eine Flügelspannweite von 95 bis 120 Millimetern. Sie haben leuchtend blaue Flügeloberseiten. Das Blau entsteht durch Interferenz des Lichts auf den Schuppen der Flügel und nicht durch Pigmente. Leider setzten sich die Biester nicht dauerhaft hin und für 200mm Brennweite waren sie meist zu nah. Nicht ein einziges scharfes Bild ist mir im dunklen Wald gelungen.

Auf dem Rückweg zur Lodge kamen wir auch an dem Unterstand vorbei, vor dem am Abend der Ozelot gefüttert wird.

Da wir den Weg ja jetzt kannten, waren wir ein paar Tage später noch einmal alleine im Wald, diesmal ohne Ankündigung. Ein Schild weist darauf hin, hier nur zu zweit unterwegs zu sein. Zu Recht, denn am Tag zuvor hatten ein Guide und ein Fahrer beim Spaziergang eine überraschende Begegnung mit einem Jaguar. Dieses Mal wählten wir den Nachmittag, es war aber trotz Schatten fast unerträglich heiß. Das Thermometer zeigte knapp 40°C und jetzt, wo wir vorbereitet waren, ließ sich kein blauer Schmetterling mehr blicken. Dafür konnten wir noch einige Vögel fotografieren und trafen auf eine kleine Gruppe Brüllaffen.





Affen im Baum

Die Gattung der Brüllaffen Gattung umfasst zwölf Arten, sie gehören zur Familie der Klammerschwanzaffen und leben in Mittel- und Südamerika. Den Namen haben sie zu Recht, denn diese Art ist für ihr lautes Schreien bekannt, das sie vorwiegend am frühen Morgen ausstoßen. Auf Pouso Alegre haben wir das einmal aus großer Entfernung gehört, leider sind wir dabei nie näher an die Tiere heran gekommen.

Aber hier im Wald der Fazenda Tereza könnten wir einige Affen hoch oben in den Bäumen beobachten. Sie ernähren sich von Blättern und anderem Pflanzenmaterial. Brüllaffen sind geschickte Kletterer, auch wenn ihre Bewegungen eher bedächtig sind. Dabei wird der Greifschwanz als fünfte Hand eingesetzt und ist so stark, dass sich die Tiere nach einem Sprung von einem Ast allein mit dem Schwanz abfangen können.

Oft sitzen die Männchen hoch oben in den Baumkronen und die Weibchen eher in den unteren Teilen auf dicken Ästen. Wir konnten leider keines der schwarzen Männchen fotografieren. Wie viele andere Blattfresser müssen sie den geringen Nährwert ihrer Nahrung mit langen Ruhezeiten kompensieren, daher lassen sie sich in den Ruhephasen gut fotografieren, denn sie schauen stets neugierig vom Ast herab auf die Eindringlinge. Dabei ist es ganz schön anstrengend, bei der herrschenden Hitze und Luftfeuchtigkeit ein Tele-Objektiv mit Kamera und 3,5 Kilo Gewicht über einen längeren Zeitraum über Kopf zu halten, um auf den richtigen Moment zum Auslösen zu warten.

Nach diesem schweißtreibenden Rundgang verbrachten wir dann den Rest des Tages bis zum Abendessen auf der Bank am Fluss und lesend in der Hängematte.






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