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PIXAIM BIS ZUM ENDE

Diese Seite beschreibt die Fahrt auf den letzten 80 Kilometern der Transpantaneira bis zum Endpunkt in Porto Jofré. Den Charme der alten Holzbrücken kann man nur noch auf diesem Abschnitt zwischem Pixaim bei Kilometer 62 und dem Endpunkt der Straße bei Kilometer 145 erleben. Nur hier gibt es noch die Brücken aus Holz, sie werden beinahe jährlich von den Bewohnern des Pantanal ausgebessert.

Zur Zeit unseres Besuches waren nur ein paar davon in einem schlechten, nicht befahrbaren Zustand und die Umgehungen durch das tiefer liegende Gelände wegen der Trockenheit gut zu befahren. Nach Regen oder in der Zeit der Überschwemmung sieht das ganz anders aus, dann sind die Bewohner hier von der Außenwelt abgeschnitten, wenn die Brücken nicht in Ordnung sind. Vor allem der Besitzer des Hotel Pantanal Norte in Porto Jofré hat nicht nur ein Interesse daran, dass seine Gäste zum Angeln und zur Jaguar-Beobachtung das Hotel auch bequem erreichen, sondern auch den offiziellen Auftrag zur Strassenerhaltung. Auf seiner Fazenda bei etwa Km 50 stehen Grader und andere Baumaschinen. Zumindest dort, wo sein eigenes Grundstück ist, da ist die Straße Tip-Top - sagen die Nachbarn.

Dass die Holzbrückn durch Beton- und Stahlbrücken ersetzt werden sollen, ist schon seit langem in Gespräch. Nach heftigen Regenfällen war schon Poconé früher oft von der Außenwelt abgeschnitten. Noch mehr die Fazendas an der Transpantaneira, die über den einzigen Landweg auch ihre Tiere treiben oder transportieren lassen. Die Baukosten für das gerade angelaufende Projekt werden mit 12,6 Millionen Real angegeben. Finanziert werden diese unter anderem über das Programm zur nachhaltigen, touristischen Entwicklung, denn von den Bauarbeiten profitieren nicht nur die Touristen, die durch die betonierten Brücken mehr Sicherheit haben. Auch für die Rinderzüchter und die Bewohner entlang der Strecke bedeutet der Ausbau eine wichtige Verbesserung, sind doch etliche der Holzbrücken kaum benutzbar oder für eine Benutzung zu gefährlich. Dem Charme der alten Holzbrücken trauert sicher niemand hinterher, der zum Tanken und Einkaufen oft bis nach Poconé fahren muss.

Unser Tagesausflug nach Porto Jofré begann bei Kilometer 63, denn wir kamen von der Fazenda Tereza. Ab hier in Richtung Süden gibt es dann die Holzbrücken, sie sind teilweise in einem sehr abenteuerlichen Zustand. Aber mit jeder Brücke die man überfährt steigt das Vertrauen, denn schließlich müssen ja auch LKWs mit Waren und Tieren hier rüber. Die Holzbretter liegen teilweise nur locker auf, große Löcher klaffen an einigen Stellen. An einer Brücke stand ein Schild "9 t" - große Reisebusse und schwere LKW fahren hier jedenfalls nicht mehr.

Von den Umfahrungen bei einigen Brücken aus kann man erkennen, dass sich darunter auch gerne mal Tiere ansiedeln. Schwalben und Eisvögel mögen den Schutz vor Sonne und stören sich wenig an den Autos. Auf manchen Brücken sitzen weiße Reiher oder Capybaras.

Für die Zeitplanung sollte man von ca. 20 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit plus Zeit für diverse Fotostops ausgehen, für die letzten knapp 80 Kilometer haben wir 3 Stunden Fahrzeit gebraucht. Es gibt aber auf diesem Teil der Strecke wesentlich weniger Verkehr als auf den ersten Kilometern, man kann daher problemlos überall spontan anhalten.






Feuchtgebiete

Tiere sieht man an der Transpantaneira eigentlich immer. Rechts und links sieht man am südlichen Teil viele Seen, darin und darum herum unendlich viele unterschiedliche Vögel und Kaimane. Die Wasserschweine sitzen gerne auch mal auf der Straße, denn von hier aus leicht erhöhter Position sehen sie ihre Feinde besser kommen. Mit Glück kreuzen Echsen oder Schlangen den Weg. In einem der Tümpel lag ein totes Kokodil und einige schwarze Geier waren schon zur Stelle. Sie kamen noch nicht an die Beute und warteten am Ufer auf den Wind, der den Kadaver in ihre Richtung trieb.

Auch zur Trockenzeit gab es hier noch viele Vögel und Kaimane, an einem großen Baum flogen bei unserer Annäherung hunderte von Schwalben auf. Die vielen Brücken sind gut befahrbar, obwohl einige Holzbretter fehlen oder nur locker aufliegen, ab und zu hat sich die Brücke auch schon etwas unter der Last verformt oder es klaffen große Löcher neben den Fahrspuren. Bilder von jeder einzelnen Brücke findet Ihr auf der Seite 120 Brücken.

Die Umfahrungen, die als Alternative angeboten werden, erwecken auch nicht immer unbedingt mehr Vertrauen. Aber bei Trockenheit sind sie nur holperig, nach Regen dann schlammig und da fahren sich auch schon mal große LKW´s fest. Auch die Straße ist dann nur noch schwer befahrbar, ohne Allrad geht dann nichts mehr. Youtube ist voller Videos von schlammverliebten Offroad-Clubs oder festgefahrenen Lastwagen. Ich habe Euch mal ein paar schöne Videos zusammengestellt, zu sehen auf der Seite Nach dem Regen.

Wir fuhren weiter in Richtung Süden und je näher man dem Endpunkt der Reise kommt, um so offener und weiter wird die Landschaft. Wenn das Wasser hier steht und sich unzählige Wasservögel auf den Ebenen tummeln, dann muss es hier wunderschön sein. Jetzt am Ende der Trockenzeit gab es zwar viele Tiere, aber nicht in solchen Massen wie man oft auf Fotos oder Videos sieht.





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Fazenda Tereza nach Porto Jofré

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