| Weltreisen | Brasilien | Unterkunft | Ausflüge Vitoria | Site-Map | HOME |

| Lage | Zimmer | Frühstück | Essen | Fazit |

POUSADA ESTANCIA VITORIA

Bei der Estancia Vitoria handelt es sich um eine ehemalige Fazenda, die von Schweizern als Gästehaus umgebaut wurde, um Touristen an der Transpantaneira eine neue Unterkunft anzubieten. Mittlerweile hat sie nach einigen Jahren wieder den Besitzer gewechselt und gehört jetzt einem aus Deutschland stammenden Reiseveranstalter aus dem nahen Poconé. Den Manager Joao Luiz haben wir hier nicht angetroffen, wir wurden persönlich betreut vom charmanten Schweizer Arnold, kurz Noldi.

Insgesamt waren wir, bis auf die netten und hilfsbereiten Angestellten, hier vollkommen unter deutschsprachiger Betreuung in der Lodge. Da konnte man ohne Sprachbarrieren mal viele Fragen zum Leben im Pantanal stellen.

Ausgebucht war die Unterkunft nicht, es gab eine nette deutsche Familie mit zwei Kindern, die in São Paulo lebt, ein weiteres Paar aus Deutschland und zwei Italiener, die mit eigenem Guide reisten. Auf der Wiese hinter dem Pool hatten sich zwei deutsche Weltenbummler-Paare mit ihren Reismobilen niedergelassen.

So war alles übersichtlich und ruhig und wir haben uns in den 3 Tagen unseres Aufenthaltes hier sehr wohl gefühlt. Das kann bei anderer Besetzung und mehr Gästen auch anders sein, wir hatten Glück.

Wenn man ankommt, dann fallen einem gleich die liebevoll angelegten Wege mit den Mosaiken auf. Hier hat sich ein guter Fliesenleger künstlerisch mal so richtig ausgetobt. Auf allen weißen Wegen sind grüne Echsen eingelassen, auch in den Zimmern gibt es verschiedene Tiere auf dem Boden und in den Badezimmern, das Restaurant und die Lobby schmücken Blumenmotive. Auch wenn es schwer sauber zu halten ist, es sieht wunderschön aus.

Auch die in Brasilien beliebten großen Tiere aus Plastik standen hier als Deko im gepflegten Garten herum, vom Jabiru bis zum Jaguar. Auf dem Gelände der Pousada Estancia Vitoria kann man sich frei bewegen und Spaziergänge auf zwei Rundwegen durch den eigenen Wald machen. Es gibt sogar die Möglichkeit einen 25 Meter hohen Aussichtsturm zu besuchen, von wo aus man einen wunderschönen Blick über die Baumgipfel hat. Ein weiterer, kleinerer Aussichtsturm am zweiten Rundweg ist ziemlich marode und wir haben ihn nicht bestiegen.

Bei bis zu 40°C haben wir den kleinen Swimmingpool mit 20.000 Liter Wasser und Sitzgelegenheit an den Enden sehr genossen. Hier hat man sich sehr viel Mühe gegeben und daneben einen festen und schattigen Unterstand gebaut. Es gibt eine Toilette (mit Frosch), bequeme Liegen und zwei Hängematten, Wäscheleinen für nasse Handttücher dahinter und ständigen Besuch von diversen Vögelchen. Ab und zu mal im Pool abkühlen und dann mit nassen Klamotten und einem guten Buch in die Hängematte - so kann man es bei Hitze sehr gut aushalten. Vor allem, wenn man den Platz für sich alleine hat.

Neben der Rezeption gibt es einen kleinen Souvenirshop und eine Leseecke mit Literatur zum Thema Pantanal. Das Ausflugsangebot bietet kleine Trekkingtouren im eigenen Galeriewald, Sonnenaufgangstouren und Nachtsafaris auf der Transpantaneira, Kanutouren auf dem Rio Claro und es gibt natürlich auch Pferde zum Reiten.

Bezahlen kann man hier die Rechnung am Ende mit Kreditkarte.



Lage

Die Estancia Vitoria liegt an der Transpantaneira am Kilometerpunkt 38.

Ein schönes Eingangstor und ein großes Schild weisen darauf hin, man kann sie gar nicht verfehlen. Die kurze Anfahrt zum Haus führt vorbei an einer schönen Wiese mit Bäumen und zahlreichen Termitenhügeln. Hier konnten wir schon bei der Anfahrt Rehe und Jabirus beobachten und direkt beim Parken unterm Dach am Schuppen huschte eine dicke Echse weg. Ganz besonders sind die Hyazinth-Aras zu erwähnen, die wir hier täglich angetroffen haben. Mehr dazu auf der Seite Die blauen Besucher, das Video unten ist ebenfalls hier entstanden.


Zimmer

Es gibt zwei verschiedene Zimmerkategorien in Vitoria. Die einfachen Zimmer liegen im Haupthaus, man erreicht sie von der gemeinsamen Veranda aus. Diese ist mit Fliegengitter versehen und überdacht. In der Regenzeit sehr zu empfehlen.

Im Trockenen viel schöner sind die einzeln stehenden Chalets, die hinter dem Haus erbaut wurden. Es gibt fünf davon, wobei vier einen direkten Blick auf einen Teich mit Kaimanen, Wasserschweinen uns Vögeln haben. Das fünfte liegt ein wenig seitlich. Alle sind in freundlichem Orange gestrichen und haben eine eigene Terrasse mit Schaukelstühlen.

Leider hält man es dort bei fast 40°C tagsüber nicht aus und zieht sich zu dieser Jahreszeit dann mittags lieber an den Pool oder ins Zimmer zurück. Haken für Hängematten sind vorhanden, es fehlen aber die Matten und der passende Schatten, da liegt man besser und komfortabler am schönen Pool.

Die Zimmer haben eine recht laute und alte Klimaanlage, die aber ihren Zweck erfüllt. Sie sind einfach eingerichtet mit offenem Schrank und zwei Betten mit etwas engen Moskitonetzen darüber. Es gibt einen Tisch, einen elektrischen Ventilator und kleine schmalen Holzhocker als Ablage neben dem Bett. Alles ist hier sehr sauber.

Schön ist das Mosaik auf dem Boden, wir hatten das Zimmer mit den Schildkröten. Jedes Zimmer hat unterschiedliche Motive wie Schmetterlinge, Echsen oder Vögel. Diese finden sich dann auch im Bad auf den Ablagen und rund um den Spiegel wieder, was dem schlichten Raum einen gewissen Charme verleiht.

Auch hier findet man im Bad die übliche elektrische Horrordusche und einen Hinweis darauf kein Papier in die Toilette zu werfen - direkt vor dem Porzellanthron in verschiedenen Sprachen an der Wand.


Frühstück

Das Frühstück wird im luftigen Restaurant eingenommen. Es gibt Ventilatoren unter der Decke, die sehr angenehm sind. Weil es relativ wenig Gäste waren, wurde der mit Fliegengitter gesicherte erweiterte Bereich auf der Veranda nicht benutzt. Das Frühstücksbuffet wird auf einer großzügigen Theke arrangiert, es gibt frische Früchte und Säfte. Dazu Rührei und Toast sowie andere Ei-Zubereitungen auf Bestellung. Außerdem täglich frischen und in Brasilien üblichen verführerischen Kuchen, Käse und Schinken, Marmelade und Trinkjoghurt. Toaster und Sandwichmaker stehen bereit.

Beim Kaffee konnte man sich aus einer großen Thermoskanne bedienen. Die stand den ganzen Tag dort und man konnte sich hier jederzeit starken Kaffee holen - daneben stand heisses Wasser zum Verdünnen.


Essen

Essen in der Pousada Estancia Vitoria macht Spaß, es ist lecker und abwechslungsreich. Im Übernachtungspreis sind auch hier die Mahlzeiten inkludiert und es gibt Mittags und Abends jeweils ein Buffet im Restaurant. Täglich gleich sind die brasilianischen Standardgerichte wie Reis mit Bohnen und Linsen. Dazu hat man immer Salate zum selbst anmachen, leckere rote Beete, Tomaten und Grüne Blattsalate. Das Angebot wird immer variiert und auch am dritten Tag wurden wir noch mit neuen Gerichten überrascht.

Meist gibt es Gemüse wie Okra oder Schmorgurken, einen Auflauf oder Schmorfleisch aus Rind oder Hühnchen. Sehr gut in Erinnerung sind uns die leckere Lasgane mit Huhn und die gebratenen Kochbananen. Die Rezepte sind einfach, aber köstlich und setzen ganz auf die frische der regionalen Zutaten.

An einem Tag durften wir einen selbst geangelten kleinen Piranha der anderen Gäste probieren. Die Fischlein sind lecker, bestehen aber weitgehend aus spitzen Gräten. Viel Fleisch ist nicht dran, jedenfalls nicht bei den kleinen Exemplaren aus dem nahen Rio Claro.

Dazu am Ende dann immer eine leckere Nachspeise: Passionsfruchtcreme, Creme Caramel, selbst gemachtes Sahneeis oder leckere Schichtdesserts. Leider hat alles viel zu gut geschmeckt, so dass wir auch hier wieder einniges an Hüftgold mitgenommen haben. Vor allem bei dem ganzen Süsskram konnte ich kaum widerstehen, selbst Michael hat da gerne mal zugeschlagen.

Gegen den Durst haben wir dazu immer frisch gepresste Säfte getrunken, die in einem Glaskrug serviert werden. Je nach Wunsch einen halben oder einen 1,5 Liter für 10, bezw. 18 Real und es gab eine breite Auswahl an Ananas, Passionsfrucht, Orange, Guave oder Melone. Mit Wasser vermischt und "natural", also ohne Zucker und nur mit Eis serviert. Brasilianer setzen noch jede Menge Zucker hinzu, aber ohne diesen sind die Säfgte ein toller Durstlöscher. Und am Abend tranken wir dann gerne auch mal ein bem gelada (eiskaltes Bier) zum Essen.



Fazit

Schöne Unterkunft mit gepflegtem Garten und nettem Personal, zentral gelegen.

Im Oktober 2016 waren wir für 3 Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Pousada Estancia Vitoria.

Eigenes Video zum Thema

Google Map zum Thema

Estancia Pousada Vitoria

| Weltreisen | Brasilien | Unterkunft | Ausflüge Vitoria | HOME |

| Datenschutz | Impressum |