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RIO CLARO

Gerne nahmen wir auf Vitoria das Angebot an, auf dem nahen Rio Claro mit einem Boot paddeln zu gehen. Die Flüsse im Pantanal haben wenig Strömung und fließen ruhig dahin, ideal zum Genießen. Sie sind Teil eines riesigen Netzes von Wasserläufen, die in der Trockenzeit durch das Sumpfland mäandern. Nirgendwo sonst in Brasilien verschmelzen Wasser, Sumpf und Wald schöner und erhabener als hier im Pantanal und am besten erkundet man diese Schönheit vom Wasser aus.

Die Fahrt führt uns zum Kilometer 40 der Transpantaneira und dann über das Grundstück einer Lodge namens Pousada Rio Clarinho.

Die holperige Zufahrt durch dichten und schönen Wald war ein Erlebnis. Hier gab es viele Tiere und am Ende kommt man zu einer kleinen Lodge. Diese bietet 12 sehr einfache, aber saubere Unterkünfte an und die Lage ist ideal: Sehr tierreiches Terrain und direkt am Rio Claro gelegen, ebenso wie die benachbarte Rio Claro Lodge mit 20 Zimmern und mehr Touristengruppen. Nach unserer Rückkehr aus Brasilien sahen wir Rio Clarinho plötzlich auch auf booking.com unter dem Namen "Pantanal ocelotnatur Hotel".

Am Ufer ein Stück hinter der Lodge haben verschiedene Veranstalter ihre Boote liegen und auch Vitoria hat hier zwei, die Paddel hatte Noldi ebenso mitgebracht wie einen Regenschutz. Denn zeitweise war der Himmel ganz schön dunkel und es grummelte in der Ferne, wir hatten aber Glück, es regnete nicht.

Da wir keine Piranhas fischen wollten, setzt Arnold uns am Ufer in ein Boot und erklärte uns, wo wir hin paddeln sollten. Er selbst fuhr dann zusammen mit den anderen Gästen eine Bucht weiter und startete von dort.

Wir waren froh über die Zeit alleine, denn wir wollten nicht unbedingt bespaßt werden und genossen das ruhige Paddeln auf dem trägen Fluss. Außer uns war noch ein anderes Boot auf dem Wasser, zwei Touristen mit ihrem Guide, die ebenfalls angelten im Rio Claro, dem klaren Fluss. Wir paddelten gemächlich am Ufer entlang, bewunderten die Bussarde, Eisvögel und Kormorane auf den Zweigen. Vor unserem lautlosen Boot hatten sie wenig Angst und wir kamen recht nah heran. Als wir um eine Flussbiegung paddeln mussten und plötzlich Gegenwind aufkam ging das aber ganz schön in die untrainierten Arme.

Ein paar Motorboote überholten uns und machten Wellen, von der Pousada Rio Claro und von der Pousada Piuval mit weiterer Anreise wird man ebenfalls genauch hier auf dem Fluss herum gefahren. Sitzt man selbst in so einem Boot, dann ist das wunderbar. Im Paddelboot verflucht man dann die lauten Stinker.





Schnappi

Hinter der Kurve sahen wir dann Noldi im anderen Boot mit seinen Gästen, er angelte gerade kleinere Fische. Hier im Rio Claro wimmelt es nur so von Piranhas. Sie sind selbst gierige Jäger und die Nahrungsquelle Nummer 1 im Pantanal für Vögel, Kaimane und Fluss-Otter. Man kann aus ihnen auch eine köstliche Suppe kochen, die durften wir jeden Abend in der Pousada do Rio Mutum genießen. Gegrillt haben sie eher wenig Fleisch und sind voller spitzer Gräten.

Wozu ein Teil der Beute dient, das sollten wir dann schnell merken, denn plötzlich tauchte ein Krokodil auf. Noldi gibt merkwürdige Laute von sich, womit er den Kaiman ruft. Der kleine Kaiman wusste ganz genau, was er von Booten zu erwarten hat: einen leckeren Pygocentrus nattereri, einen Piranha. Und damit er seinen Gästen auch etwas bieten konnte band Noldi diesen Fisch an einen Bambusstab und der Kaiman katapultierte sich aus dem Wasser, um ihn zu schnappen. Das konnte ich vom anderen Boot aus natürlich sehr schön fotografieren und filmen. Unten im Video ist die Szene zu sehen.

Es gibt sicher noch größere Exemplare, die so etwas machen und vermutlich gehört es zum Standardprogramm der Guides hier auf dem Rio Claro. Auf einem anderen Fluss erlebten wir das später noch einmal mit Riesen-Ottern.

Auch zwei Schneckenweihen wollten vom Fang etwas abhaben und holten sich ihren Anteil von der Wasseroberfläche. Dann paddelten wir gemeinsam wieder zurück zur Anlegestelle und betrachteten noch den Sonnenuntergang und das schwindende Licht der Dämmerung. Nachem die Boote wieder angekettet waren wurden mit dem alten Bulli zurück zur Estancia Pousada Vitoria gefahren, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Das hatten wir uns heute mal richtig verdient.






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