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HOODOOS UND BADLANDS

Die Region rund um Drumheller ist wegen ihrer bemerkenswerten Steinformationen, den so genannten Hoodoos, bekannt. Wind und Wasser haben hier bizarre Felspilze entstehen lassen und die schönsten findet man am Highway 10, wenn man die Stadt in Richtung Rosedale und East Coulee verlässt.

Der Highway folgt den Red Deer River und irgendwann fallen die bizarren Formationen auf der linken Seite ins Auge - sie sind aber vor dem felsigen und unruhigen Hintergrund relativ klein und gut getarnt. Auf dem Parkplatz davor standen auch einige Autos, erst dadurch wurden wir aufmerksam, eine eventuell vorhandene Beschilderung haben wir jedenfalls übersehen.

Als wir ankamen war eine Menge los und viele Leute kletterten auf dem Weg rund um die fotogensten Hooddoos herum. Wir haben einfach geduldig gewartet und sind ein wenig herumgewandert, nach unserer Rückkehr war der Spuk verschwunden und man konnte in Ruhe Bilder machen. Dabei kam dann sogar die Sonne wieder heraus.

Hoodoos sind Gesteinssäulen aus Kalkstein, die sich durch Wind geformt haben. Ein größerer Stein liegt wie eine Kappe oben drauf und schützt das weiche Gestein darunter vor Erosion, so bildet sich im Lauf der Zeit eine Säule. Sie entstanden innerhalb der letzten 40 bis 60 Millionen Jahre. Hier in Kanada sind sie nur 5-7 Meter hoch, aber trotzdem ganz nett anzuschauen. Da sie schief sind ist es schwierig sie zu fotografieren. Abgesehen von dieser berühmten Stelle findet man am Highway 10 noch viele weitere Hoodoos, daher ist diese Strecke auch als Hoodoo Trail ausgewiesen.

Der Name "Hoodoo" stammt angeblich von dem Wort "Voodoo" und wurde diesen geologischen Formationen von den Europäern gegeben. Dahinter steckt vieleicht noch eine Wortspiel aus "Voodoo" und "Hood", also "Kappe" auf englisch passend zu der Steinkappe oder Steinmütze oben auf den Säulen. Im Glauben der Blackfoot und Cree waren diese Säulen jedoch versteinerten Riesen, die des Nachts lebendig wurden um Steine auf Eindringlinge zu schleudern.

Ein paar Kilometer weiter liegt die Atlas Coal Mine National Historic Site am Wegrand, wo man auf alten Industrieanlagen herumklettern kann. Sie ist die letzte der ehemals 139 Minen, die hier im Tal Kohle förderten. Man kann auch eine Tour in den Tunnel buchen. Wir waren leider ein wenig zu spät dort und haben sie daher nicht besucht, nur von außen ein Foto gemacht.




Badlands Interpretive Trail

Hinter dem Royal Tyrrell Museum of Palaeontology führt ein ungefähr einen Kilometer langer und einfach zu begehender Weg durch eine typische Landschaft der kanadischen Badlands. Der Name stammt aus dem englischen, bad land bedeutet schlechtes Land. So nennt man allgemein ein von tiefen, eng stehenden Erosionsrinnen zerschnittenes Gelände in ariden Gebieten. Hauptsächlich findet man diese Landschaftsform weiter südlich in den USA, in Kanada ist sie nur selten zu sehen.

Die hügelige Landschaft ist ganz nett und dieser Trail eignet sich perfekt für einen ersten Einblick in die Landschaft. In den Senken standen noch halb ausgetrocknete Schlammpfützenvom letzten Regen. Es gibt ein paar Bänke, auf denen man sitzen und die Stille genießen kann.

Außer uns waren hier gerade nicht sehr viele Leute unterwegs, ein Privileg der Nebensaison. Bei klarem blauen Himmel war es weit über 20°C und trocken, bei hochsommerlichen Temperaturen wird es hier wahrscheinlich unerträglich. Ab und zu fanden sich noch ein paar lila Blüten zwischen den Steinen.

Tiere sahen wir nicht sehr viele hier, ein kleines Streifenhörnchen huschte emsig herum. Dann gab es noch ein paar Vögelchen und ein scheues Nagetier sahen wir nur kurz aus den Augenwinkeln, bevor es schnell mit einem schrillen Pfiff in einem Entwässerungsrohr verschwand. Das Hörnchen konnte ich in Ruhe fotografieren, das kleine Nagetier zu erwischen grenzte schon an ein Wunder.




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Hoodoos am Highway 10

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