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DINOSAUR P.P.

Der Albertosaurus war ein gewaltiger Saurier, ein Fleischfresser mit kleinen, zweifingrigen Armen und einem großen Kopf mit dutzenden großer, scharfer Zähne. Der kleinere Bruder des bekannteren Tyrannosaurus Rex. Sechs Exemplare dieser Spezies haben die Paläontologen in den Badlands der Provinz Alberta entdeckt. Man kann die aufgebauten Skelette heute im sehr sehenswerten Royal Tyrrell Museum of Palaeontology in der Nähe von Drumheller betrachten.

Das Zentrum der Entdeckungen dieser Spezies lag nur rund 150 Kilometer südlich von Drumheller, im heutigen Dinosaurier Provinzial-Park. Nachdem wir die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Drumheller besucht hatten, machten uns auf den Weg dorthin, um die Nacht auf dem Campingplatz im Park zu verbringen. Die Strecke sollte man nicht unterschätzen, knapp zwei Stunden braucht man von Drumheller bis zum Provinzpark und unterwegs gibt es noch Hoodoos und Kohleminen zu besichtigen.

Der Dinosaurier-Provinzpark liegt 48 Kilometer nordöstlich der Ortschaft Brooks im Flusstal des Red Deer River. Der Park besitzt eine Ausdehnung von etwa 74 km² und wurde im Jahr 1955 zum Provinzpark. Weltweit bekannt wurde dieser Flecken Erde als eine der reichsten Fundstelle von Dinosaurierfossilien weltweit. Bisher wurden etwa 35 Dinosaurierspezies in der Formation des Dinosaur Provincial Park entdeckt, einem Teil der Judith-River-Gruppe. 150 vollständige Skelette wurden hier gefunden und die Fossilfunde aus diesem Park werden heute in Museen der ganzen Welt ausgestellt. Die Formation, in der sich die meisten Fossilien befinden, ist etwa 75 Millionen Jahre alt und gehört in das Campanium, der vorletzten Stufe der Kreidezeit. Zu dieser Zeit war Alberta eine subtropische Küstenlandschaft, heute beim Anblick der kargen Landschaft nur schwer vorstellbar. Der Park bietet aber nicht nur fossile Fundstätten, sonder bildet auch ein einzigartiges Ökosystem inmitten der umgebenden Prärie. Hier findet man lichte Wälder aus Cottonwood-Bäumen und kleine Kakteen. Zu den zahlreichen Tieren im Park gehören je nach Jahreszeit Kanadagänse, Erdhörnchen, Kojoten, Antilopen, Hirsche, Klapperschlangen und Strumpfbandnattern.

Im Jahr 1979 wurde der Dinosaur Provincial Park dann wegen seiner beeindruckenden Landschaft und den Fossilienfunden zum UNESCO-Welterbe erklärt.



Ankunft

Die GPS Koordinaten des Parks lauten: 50°46'4.000" N, 111°29'32.000" W , aber auch ohne diese Hilfe findet man die gut ausgeschilderte Einfahrt zum Park sehr gut. Die Anfahrt durch die flache Prärie ist relativ unspektakulär, um so schöner ist dann der erste Aussichtspunkt direkt hinter der Einfahrt. Wir erreichten ihn im Licht des späten Nachmittags und waren dort oben die einzigen Besucher. Ein unscheuer Hase war das einzige Zeichen von Leben, er ließ sich sehr gelassen fotografieren und hoppelte dann davon.

Der Blick schweift weit über eine Bilderbuch-Landschaft mit den typischen Hügeln der kanadischen Badlands, die am Abend in der Sonne golden leuchten. Unten liegen die hier "Coulées" genannten, meist ausgetrockneten Flussbetten. Das kleine Visitor Center des Dinosaur Provincial Park mit angrenzendem Museum war schon geschlossen, ebenso der Shop seit Anfang September. Aber wir hatten ja alles dabei und so fuhren wir weiter bis zum großen Campingplatz, wo wir uns selbst registrieren mussten. Obwohl es kein Wochenende war, hatten viele einheimische Camper den Weg hierher gefunden und wir staunten über den hier herrschenden Betrieb in der Nebensaison. Der Park wird auch gerne als Ausgangspunkt für Kanutouren auf dem Red Deer River genutzt.

Es gibt zwei große Areale, aufgeteilt in South Camp und North Camp, getrennt durch ein Stück Flußschleife. Die einzelnen Stellplätze bieten teilweise recht wenig Privatsphäre, einige liegen am Ufer des Red Deer River, andere sind durch ein paar Büsche und Pappeln vom Nachbarn getrennt. Wir fanden einen netten Standardplatz ohne Power für $21.00/Nacht. Dazu kam der günstige Eintritt von 3 Dollar pro Person, vom 1. November ist Mitte Mai ist der Eintritt sogar frei. Das Wetter war sonnig und es war warm, daher hatten sich wohl so viele Ausflügler spontan hier eingefunden. Auch wir genossen es - nach den kalten Tagen in den Bergen - hier am Abend noch ein wenig draußen zu sitzen und den Sonnenuntergang außerhalb unseres Campers zu sehen.

Direkt hinter unserem Stellplatz begann der Rundweg durch den Park, der zu den verschiedenen Ausgrabungsstellen führt und den wir gleich am nächsten Morgen nach dem Aufwachen erkundeten. Diese Rundfahrt ist auf der zweiten Seite Fundstellen beschrieben.



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