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FUNDSTELLEN

Schon der Blick durch das hintere Fenster unseres Campers auf die Landschaft des Dinosaur Provincial Park bei Sonnenaufgang war atemberaubend, so standen wir recht früh auf, gönnten uns ein eiliges Frühstück und nahmen den Rundweg in Angriff. So früh waren wir die einzigen, die meisten unserer kanadischen Nachbarn lagen noch in den warmen Betten.

Die Public Loop Road ist das ganze Jahr über zu befahren und man sollte etwas Zeit mitbringen, um die drei Wanderwege zu laufen, die von dem Rundweg aus abzweigen. Der 300 Meter lange Prairie Trail beginnt am Aussichtspunkt direkt hinter dem Eingang, den wir schon am Abend zuvor besucht hatten. Den Coulee Viewpoint Trail von knapp einem Kilometer Länge sind wir nicht gelaufen, er beginnt am Visitor Center. Natürlich gibt es auch längere Touren im Park, geführt von Rangern. Vor allem in den Sommermonaten, wenn der Ansturm groß ist und die Kapazität begrenzt sollte man diese vorbuchen.

Dafür haben wir uns aber keine Zeit genommen, denn die angebotenen kurzen Trails sind optimal, um einen Eindruck von der Landschaft in diesem geschützten Bereich zu bekommen. Sie führen durch die Badlands, das Grasland und in einen Cottonwood-Wald. Wie überall in Kanada sind auch hier alle paar Meter informative Schilder mit Angaben zu Fauna, Flora, Fossilien und Geschichte der Region.

Zusätzlich zu seiner besonders schönen Landschaft wurden hier im Park einige der bedeutendsten fossilen Funde seit dem "Zeitalter der Reptilien" gefunden, die teilweise auf 75 Millionen Jahre zurückdatiert werden. Der Rundweg führt auch zu den Fundstellen, von denen aber heute nur wenig zu erkennen ist. Zwei Häuser mit Glasfront zeigen noch geschützte Originalfunde und nachgestellte Szenen, um dem Besucher die Arbeit der Paläontologen näher zu bringen.



Badlands Trail und Trail of the Fossil Hunters

Als erstes erreicht man den Coulee Badlands Trail, der auch vom Campingplatz aus gut zu Fuß erreichbar ist. Daher kam uns hier ein Paar entgegen, das von der Stille der Landschaft schwärmte. Der Weg ist 1,3 Kilometer lang und führt vorbei an Hoodoos mitten durch die kargen Badlands. Größere Tiere sahen wir unterwegs nicht, aber wer gut aufpasst, dem begegnen kleinere Tiere wie die Spinne unten auf dem Foto. Der Rundweg bietet hinter jedem Hügel neue Aussicht auf die einmalige Landschaft, wenn es hier regnet kann der Boden allerdings sehr rutschig werden. Gutes Schuhwerk und Sonnenschutz sind hier notwendig.

Nach guten 45 Minuten erreichten wir wieder unseren Camper, der am Trailhead auf dem Rundweg parkte. Viele Parkplätze gibt es hier nicht.

Als nächstes erreichten wir eines der Häuser, in denen hinter Schutzglas ein Skelett eines Sauriers zu sehen ist. Audio-Säulen berichten über die Funde in dieser Region Der nächste Weg kurz danach wurde Trail of the Fossil Hunters genannt, es ist aber kein Rundweg. Die 0,9 Kilometer muss man auch wieder zurück gehen, er führt zu einer Ausgrabungsstätte aus dem Jahr 1913. Viel zu sehen ist allerdings nicht mehr, hier wurden haufenweise Knochen gefunden, die jetzt die Museen der Welt schmücken. Am Anfang des Weges kann man viele kleine Kakteen in den Felsen finden, die hier besonders üppig wachsen.

Die schwierige Anschauung der gezeigten Stätten erklärt sich aus der Eigenart des Bodens: Er ist sehr weich und erodiert schnell, die Spuren der damaligen Spatenstiche sind schon lange zerfallen. Bei jedem Regen können neue Knochen an die Oberfläche gespült werden, daher unterhält das Royal Tyrrell Museum of Palaeontology aus Drumheller eine Außenstelle hier im Park. Falls man etwas entdeckt, sollte man bedenken, dass in Alberta das Sammeln von prähistorischen Fundstücken streng verboten ist.




Cottonwood Trail

Auf dem Weg zum letzten Wanderweg sahen wir sogar einen Maultierhirsch (Odocoileus hemionus), offenbar ein Weibchen, das sich beim Äsen von unserem langsam fahrenden Camper wenig stören ließ. Der nächste Trail führte dann in die malerische Flussaue des red Deer River in einen Cottonwood Wald. Hier wandert man ca. eine Stunde auf einem 1,4 Kilometer langen Rundweg, auf dem uns wiederum kein einziger Mensch begegnete. Nur ein paar Vögel meckerten in den Baumwipfeln über unsere Anwesenheit. An einigen Stellen standen große Pfützen am Wegrand, in denen es natürlich Leben gab. Insekten und Frösche hatten hier ihr Refugium.

165 verschiedene Arten sollen laut Informationsschildern hier leben, wir sahen allerdings nicht sehr viele davon. Wahrscheinlich lohnt sich der Weg im Frühjahr oder Sommer mehr als im Herbst, wenn die meisten Wandervögel schon im wärmeren Süden leben.

Einige der Bäume sind sehr alt und äußerst beeindruckend, leider haben sie aber auch ziemlich unter ständig wiederkehrendem Hochwasser gelitten, viele sind auch einem Buschbrand zum Opfer gefallen. Gerade der Cottonwood-Baum war früher weit verbreitet, heute gibt es nur noch winzige Vorkommen in Schutzgebieten. Mit ein Grund außer der Abholzung für Holz und Weideland ist die anspruchsvolle Fortpflanzungsmethode dieser Bäume.



Google Map zum Thema

Dinosaur P.P.


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