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KOOTENAY PLAINS

Vom Namen Kootenay sollte man sich in diesem Fall nicht in die Irre führen lassen. Im Gegensatz zum Kootenay River und den Kootenays als Gebirbszug fast an der Grenze zu Kanada liegen die Kootenay Plains weiter nördlich auf halber Strecke am Icefields Parkway östlich des Banff National Park. Hierhin führt als durchaus lohnender Abstecher, den allerdings nur wenige Touristen fahren, der David Thompson Highway. Die Abzweigung vom Icefields Parkway befindet sich kurz vor Saskatchewan River Crossing. Ab hier führt der Highway 11 dann über Nordegg, Rocky Mountain House und Red Deer zum Highway 12, 20 Kilometer westlich von Stettler. Hier befindet man sich schon auf halber Strecke in Richtung Edmonton und Calgary.

Wenn man hier ein paar Kilometer in Richtung Abraham Lake fährt, dann hat man einen sehr schönen Teil der Strecke gesehen. Das haben wir an einem Nachmittag gemacht, einfach ein Stück fahren, und als wir keine Lust mehr hatten sind wir wieder umgekehrt, um noch rechtzeitig am Abend zum Rampart Creek Campground kurz hinter Saskatchewan Crossing zu kommen. Auf dem haben wir gegen Ende der Reise beim zweiten Besuch des Icefields Parkway eine Nacht verbracht, da er entgegen der Informationen im Nationalpark-Kalender doch noch bis Ende September geöffnet hatte.

Der Highway folgt zuerst dem North Saskatchewan River und man verlässt, an Kontrollpunkten vorbeifahrend, den Banff National Park. Nach 32 Kilometern passiert man den malerischen und 53.7 km2 großen Abraham Lake, ein Stausee, der im Jahr 1972 nach dem Bau des Bighorn Dam entstand und heute einer der größten Trinkwasserspeicher von Alberta ist. Nach 49 Kilometern fährt man über den Cline River und der nächste Ort ist Nordegg, kurz vorher sind wir wieder umgekehrt. Unterwegs kommt man auch an einer Helikopterbasis vorbei, von hier aus kann man Rundflüge machen oder sich auf Gletschern absetzen lassen.

Rechtzeitig vor Anbruch der Dunkelheit erreichten wir dann Rampert Creek.




Thomson Creek

Nachdem wir am nächsten Tag zum zweiten Mal Jasper besucht hatten sind wir dann am Abend zum Campingplatz am Thomson Creek in den Kootenay Plains gefahren, den wir am Vortag bei userer Ausfahrt zufällig entdeckt hatten. Ein weiterer, diesmal kommunaler Campingplatz, der ebenfalls im späten September noch geöffnet war. Thomson Creek liegt inmitten von dichtem Wald im Kootenay Plains Egological Reserve.

Die Kootenay Plains sind ein wichtiger Teil des Rocky-Moutain Ökosystems. Hier gibt es viele Inseln aus dichtem Gras und rundum ein dichter Wald aus Fichten, Dehkiefern, Zitterpappeln und Douglasien. Leider waren viele Bäume von Schädlingen befallen und ganze Teile hingen braun herab. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts haben hier sogar noch Bisons gegrast und das reichlich vorhandene Gras zieht Elche, Hirsche und Rehe an. Leider haben wir kaum Tiere gesehen, mal von den zahlreichen Mäuschen und Hörnchen abgesehen, die rund um unseren Camper in den Bäumen turnten.

Das Reservat wurde 1987 eingerichtet, um diese sonnige Landschaft zwischen den Weiten der Prairie und den Bergen zu schützen. Es gibt auch viele seltene Pflanzen hier, die vor allem für Botaniker von Interesse sind.

Am Campingplatz mussten wir uns selbst registrieren, was wir auch brav getan haben. Und siehe da: es kam sogar am frühen Morgen jemand gucken. Der Platz ist sehr groß, die Stellplätze sind in mehreren weiten Wegschleifen im Wald verteilt, im Sommer ist es sicherlich trotzdem ausgebucht. Um das zu erreichen veranstaltet die Gemeinde sogar eine Verlosung: Wer sich für mehr als 3 Tage registriert hat kommt in die Lostrommel und kann vier mal im Jahr einen kleinen Geldpreis gewinnen - also eher nichts für ausländische Touristen. Wir standen hier ganz alleine und hatten die freie Auswahl, so wählten wir Platz Nummer 21 aus. Am Abend scmeckte uns dann ein Steak mit Salatbeilage und einem leckeren argentinischen Rotwein. Danach fielen wir satt und zufrieden ins warme Bett. In dieser Nach wurde auch noch ziemlich kalt.

In dieser Umgebung tauschte David Thompson im Jahr 1800 Waren mit den Kootenay-Indianern. Für die zahlreichen Wanderwege hatten wir leider keine Zeit, der schönste führt zu den Siffleur Wasserfällen in der gleichnamigen Schlucht.

Als wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonneschein früh in Richtung Lake Louise fuhren, lag noch überall der Raureif nach einer kalten Nacht. Die Berge rundum leuchteten rosa und der Tag war perfekt, um noch einmal die Highlights am Icefields Parkway bei strahlendem Sonnenschein zu sehen.




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Kootenay Plains


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