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MOUL FALLS

Ein gut ausgeschilderter Wanderweg führt zu den Moul Falls. Da wir uns unbedingt noch ein wenig bewegen wollten, entschlossen wir uns kurzfristig noch für diesen Wanderweg und haben es nicht eine Minute bereut. Es wäre sehr schade geqwesen, wenn wir hier am Trailhead vorbeigefahren wären. Die Beschilderung ist etwas überraschend, denn man hat hier im südlichen Teil der Clearwater Valley Road den Wells Gray Provincial Park schon verlassen. Etwas abseits der Strasse gibt es aber noch einen Korridor Parkgelände.

Der Weg führt schlussendlich zu einem Wasserfall, aber vom Parkplatz aus führt er zuerst durch Wald. Kaum waren wir ein paar Meter gelaufen, keckerten schon die ersten Hörnchen auf den Tannen. Zuerst ist der Weg breit und wir trauten unseren Augen kaum, als wir direkt daneben eine Gruppe Hühner im Unterholz entdeckten. Die waren so gut getarnt, wenn sie sich nicht bewegt hätten, dann wären wir wahrscheinlich daran vorbei gelaufen Es handelte sich hierbei um eine Gruppe Moorschneehühner (Lagopus lagopus). Diese Tiere haben wir dann später noch einmal auf dem Gipfel des Whistler Mountain hoch über Jasper gesehen, dort hatten sie aber schon teilweise ein weißes Winter-Gefieder.

Diese Hühnergruppe hier ließ sich von unserer Anwesenheit nicht stören, der Hahn setzte sich auf einen Felsen, um uns zu beobachten, während die anderen Tiere der Gruppe rundum den Waldboden nach Fressbarem absuchten.

Der Weg zweigt nach einer Weile im rechten Winkel von dem breiten Fahrweg ab und wird schmaler, er führt nun als holperiger Fußpfad durch den Wald und wieder vorbei an unzähligen Pilzen. Erst nach 1,7 Kilometern hat man die Grenze zum Wells Gray Provincial Park erreicht und befindet sich wieder auf geschütztem Gelände. Nach einer Weile geht es steil bergab und man erreicht einen kleinen Fluss, den Moul Creek. Über den führt eine neue Brücke, direkt daneben liegt verrottet die alte Holzkonstruktion. Dies ist jedoch nicht der Weg zu den Wasserfällen. Auf der anderen Seite führen zahlreiche Wanderwege auf privatem Grund zu anderen Zielen.

Zum Wasserfall muss man noch ein wenig weiter am Fluß entlang gehen, insgesamt sind es 2,9 Kilometer one-way bis hierher.

Dann endet der Weg und man befindet sich an einem Aussichtspunkt direkt oberhalb des Wasserfalls. Spektakulär hat sich der Moul Creek in die alten Lavaschichten eingefressen. Man kann von hier oben aber nur die Kante erkennen, über die das Wasser in die Tiefe stürzt.



Regenbogen

Um den Wasserfall in seiner vollen Schönheit zu sehen, muss man noch ein Stück durch den Wald entlang der Steilkante und dann den sehr steilen Weg nach unten in die Schlucht bezwingen. Dort gibt es wenigstens einige Treppen und Brücken an den steilsten Stellen. Die morschen und bemoosten Konstruktionen dürfen nur jeweils 2 Personen gleichzeitig benutzen. Von der Talsohle aus hat man einen tollen Blick auf den beeindruckenden Wasserfall. Wir waren hier nicht alleine, ein anderes deutsches Paar hatten wir schon unterwegs getroffen. Nach uns kam noch ein weiteres Pärchen und zwei weitere junge Leute standen schon in Regenkleidung dort, ebenfalls Deutsche.

Später haben wir herausgefunden, dass örtliche Tourveranstalter Regenkleidung und Schutzhelme verteilen und Gruppen hierher führen, denn man kann unter dem Wasserfall hindurch gehen. Das haben wir vorher leider nicht gewusst, daher hatten wir auch keinen Regenschutz mit. Ganz im Gegensatz zu dem deutschen Paar. Sie stand auf unserer Seite am Hang im Schatten und fotografierte, während er in türkiser Kleidung unter dem Wasserfall herumturnte. Das Ganze war scheinbar sehr umständlich, denn es dauerte ziemlich lange und ich hätte gerne mal ein Foto ohne türkisen Farbklecks gemacht.

Nachdem wir ziemlich lange gewartet hatten, verschwand er für ein paar Minuten hinter dem Wasservorhang, die einzige Chance für mich auf die Schnelle ein paar Bilder ohne ihn zu machen. Danach turnte er wieder auf der bemoosten Galerie in der Sonne herum. Wir sind ziemlich lange an diesem schönen Ort geblieben, als wir wieder gingen waren die beiden immer noch nicht mit ihrer Fotosession fertig, Was für ein Glück, dass gerade keine Gruppe anwesend war, da hätten wir wahrscheinlich kein einziges Foto ohne Menschen hinbekommen. An heißen Sommertagen ist es hier sicherlich auch sehr voll, denn der Spot ist ein beliebter Badeort, dann ist eine kalte Dusche auch willkommen.

Wir waren zur schönsten Tageszeit am späten Morgen vor Ort, die Sonne schien auf den Wasserfall und ein bunter Regenbogen wetteiferte mit dem Grün der bemoosten Felswand. Je nach Standort erschien er sogar doppelt. Für uns der schönste Wasserfall, den wir im Park gesehen haben - man kommt hier auch ganz nah heran.

Der Weg zurück war dann anstrengender, schließlich ging es teilweise ziemlich steil bergauf. Dabei sahen wir noch Schmetterlinge, Spechte und eine andere, sehr scheue Hühnerart, von der mir trotzdem ein Foto gelang.




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