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ZUM BOW SUMMIT

Wenn man am frühen Morgen in Lake Louise in Richtung Jasper startet, dann kommt man gleich an einigen Seen vorbei. Der Hektor Lake zum Beispiel ist nicht besonders aufregend und eher für ein Sommerpicknick geeignet. Aber einen der ersten landschaftlichen Höhepunkte am Icefields Parkway erreicht man schon nach 32 Kilometern Fahrt. Hier befindet sich der Crowfoot Gletscher, was auf Deutsch Krähenfuß-Gletscher bedeutet.

Er liegt pittoresk oberhalb des Bow Lake und ist vom Parkplatz an der Straße gut sichtbar. Vor einem Jahr ist wieder ein großes Stück abgebrochen, denn auch hier befinden sich die Gletscher stetig im Rückzug. Die Stelle leuchtet in der Morgensonne türkis und hat eine runde Form, wie eine Höhle.

Das Wasser aus dem Gletscher fließt den Fels hinunter in den Bow Lake. Noch in den 1980ern bedeckte der Crowfoot Gletscher eine Fläche von etwa 1,5 km² und war Teil eines kleineren Eisfeldes mit einer Fläche von 5 km². Heute macht er seinem Namen keine Ehre mehr, die Zeiten, als hier noch mehrere Eisströme bis ins Tal reichten und so die Form eines Krähenfusses bildeten sind schon lange vorbei. Aber auch die Reste sind durchaus beeindruckend.

Unser Glück beim ersten Besuch war eine Elchkuh mit Kalb, die im flachen Zufluss am Rand des Bow Lake im Wasser stand. Leider war sie sehr, sehr weit entfernt.

Beim zweiten Besuch hatte es vorher tagelang stark geregnet und wir konnten braune Schlammassen erkennen, die in den See hineinflossen. Sie bildeten einen starken Kontrast zu dem intensiven Türkis, unten auf dem kleinen Foto ist es ganz gut zu erkennen.

Am Nordende des Bow Lake zweigt eine Straße ab, die zur Num-ti-jah Lodge führt. Mit ihrem leuchtend roten Dach ist die Unterkunft ein beliebtes Fotomotiv vor dem Hintergrund des Bow Glacier, sie bietet 25 Gästezimmer und ein Restaurant. Der Gletscher liegt am Nachmittag leider im Schatten und auch der Wasserfall unterhalb ist dann nicht ganz so beeindruckend. Außerdem kamen zeitgleich mit uns noch drei Busse mit Japanern an, da haben wir auf nähere Besichtigung verzichtet und nur von der Straße aus ein paar Fotos gemacht.




Bow Summit

Die nächsten drei Kilometer hinter dem Bow Lakefährt man durch weite Alpweiden und subalpinen Wald. Dann führt die Straße durch eine beeindruckende Berglandschaft vorbei am Bow Summit, dem höchsten Punkt, den man auf der Fahrt zwischen Lake Louise und Jasper passiert. Der Icefields Parkway überquert insgesamt zwei hohe Pässe: den Sunwapta Pass mit 2.035 Metern Höhe kurz vor dem Athabasca Gletscher und den Bow Summit mit 2.069 Metern Höhe hier weiter südlich.

In dieser Höhe und in diesem Klimat kann es jeden Tag schneiden oder Frost geben, sogar im Sommer. Alles braucht sehr lange hier oben, um zu wachsen. Eine Engelmannfichte, die hier oben steht, ist zwar über 30 Jahre alt, aber erst 4 Meter hoch, ihr Saft ist so dickflüssig, dass er nicht friert. Der Besucher kommt sehr bequem mit dem Auto bis an den Rand der baumlosen, alpinen Tundra, was ziemlich einmalig ist.

Da die Vegetation hier besonders empfindlich ist, solle man auf jeden Fall auf den angelegten Pfaden bleiben. Menschen kamen erst vor 100 Jahren in diese Region, haben aber durch das herum trampeln auf der Vegetation nur nackten Boden hinterlassen. Heute versucht man hier durch Neuanpflanzung das wieder herzustellen, wofür die Natur 7.000 Jahre brauchte: nämlich Vegetation auf kahlem Fels zu bilden.

Der flach wirkende Pass hier gehört zu Wasserscheide, welche die Flusssysteme des North und South Sasketchewan River voneinander trennen. Kurz hinter dem Bow Summit Pass erreicht man eine 400 m lange Stichstraße, die zu einem Parkplatz führt. Von hier aus kann man den fotogensten See der Region besuchen: den Peyto Lake.



Google Map zum Thema

Icefield Parkway - Bow Lake bis Peyto Lake


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