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LAKE LOUISE

Viele Wege führen nach Lake Louise: man kommt über den Trans-Canada Highway aus Banff, über den Icefields Parkway aus Jasper oder über die Berge aus Golden. Egal aus welcher Richtung man kommt, das erste was man, außer der grandiosen Bergwelt, von Lake Louise sieht ist das Shoppingcenter mit Parkplatz, auf dem zahlreiche Autos und Wohnmobile parken. Hier befinden sich das Informationscenter, ein Coffeeshop, ein gut sortierter Outdoorausrüster, Souvenirshops, ein Bottle Shop und ein kleiner Supermarkt.

Den eigentlichen Ort abseits dieser Shopping Mall haben wir gar nicht besichtigt, dort gibt es ein breites Angebot an Unterkünften in verschiedenen Preisklassen im so genannten Lake Louise Village. Dazu Restaurants und eine große Tankstelle.

Wir verbrachten eine Nacht auf dem riesigen Campingplatz am Bow River, der zur Nebensaison nicht mehr so gut besucht war. Trotz Regen unternahmen wir einen kleinen Spaziergang am Flussufer entlang, aber die Nässe trieb uns aber schnell wieder in den beheizten Camper mit Stromanschluss zurück.

Nicht nur in den Sommermonaten hat Lake Louise einiges zu bieten, der Ort ist auch ein beliebtes Wintersportzentrum. Auf 139 Pisten können Skifahrer und Snowboarder ihrem Sport nachgehen, es gibt genug Auswahl für Leute mit unterschiedlichem Fahrniveau.

Das gesamte Skigebiet umfasst 17 Quadratkilometer und liegt in bis zu 2,637 Metern Höhe. Mit neun Lifts kann diese Distanz überwunden werden, drei davon sind so genannte "High-Speed-Lifts" und wem das noch zu lange dauert, der kann sich mit genügend Kleingeld auch zum "Heliskiing" vom Hubschrauber direkt auf die Berge transportieren lassen und dort im unberührten Tiefschnee fahren. So ist hier rund ums Jahr eine Menge los.

Um die Natur zu erkunden, ist eine Fahrt mit der ganzjährig geöffneten Gondel zu empfehlen. Es gibt günstige Komibtickets mit Frühstück oder Lunch und beeindruckendem Panorama. Wir wären gerne dort hoch gefahren, leider spielte das Wetter nicht mit und am letzten Tag, als wir nochmals in Lake Louise vorbeikamen, hatten wir dafür auch keine Zeit mehr.



Am Lake Louise

Nur ein paar Kilometer Fahrt und man erreicht den vermutlich meist fotografierten See in den Rocky Mountains. Zuerst muss man sich aber auf dem riesigen Parkplatz auf mehreren Ebenen am Hang zurechtfinden, ein guter Indikator für die Besucherzahlen am Seeufer.

Wir sind mit unserem Camper bis ganz nach oben gefahren, haben uns dann rechts gehalten und standen so fast nben dem direkten Zugang zum See. Nur wenige Schritte durch lichten Wald und vorbei an den in der Nachsaison geschlossenen Toiletten und man steht am berühmten Aussichtspunkt am Seeufer.

Unser erster Besuch fand bei schlechtem Wetter statt, es hatte den ganzen Tag schon geregnet und die Berge rund um den Lake Louise waren von Wolken verhangen. Ein kalter Wind wehte am Ufer und manch ein Besucher war viel zu dünn angezogen. Trotz Nieselregen leuchtet der See in kräftigem smaragdgrün-türkis und ein paar Unentwegte waren sogar im Kanu unterwegs. Am Ufer standen dicht gedrängt die Fotografen, um die unberührte Natur aufs Foto zu bannen. Ob japanische Reisegruppe oder Camper, jeder macht hier die gleichen Fotos.

Der Bergsee, der seine Farbe dem im Wasser schwebenden Gesteinsmehl verdankt, wurde nach Prinzessin Louise Caroline Alberta benannt, einer Tochter von Königin Victoria. Der Massentourismus hat hier seinen absoluten Höhepunkt und wir waren in der Nebensaison vor Ort, nicht auszudenken, was hier in den Sommermonaten los ist.

Man kann auch auf einem Wanderweg um den See herumgehen oder längere Wanderungen zu den berühmten Teehäusern machen, aber dafür war für uns das Wetter einfach zu schlecht oder die Zeit zu knapp. Dort kann man vielleicht den Menschenmassen wenigstens ein bisschen entgehen.

Direkt am Ostufer des Sees steht das Gegenstück zum Fairmont Banff Springs Hotel: das Fairmont Chateau Lake Louise. Die Aussicht auf die Gletscherkulisse des Mount Victoria (3.464 Meter) ist traumhaft, der Anblick des riesigen Klotzes eher nicht. Das Hotel ist eigentlich hübsch, würde aber an einem anderen Ort viel besser passen.

Am Ende der Reise kamen wir noch einmal bei schönstem Wetter an Lake Louise vorbei und nutzten die Zeit für einen kurzen Abstecher, um ein paar Fotos mit Sonnenschein zu machen. Den Unterschied sieht man deutlich auf den Bildern oben.



Moraine Lake

Auch der Moraine Lake muss auf jedem Kanadaprospekt als typisches Motiv herhalten. Der Ausblick auf den See vom so genannten Rockpile neben dem See-Abfluss ist eines der am häufigsten fotografierten Motive des Landes, auch auf der alten 20-Dollar-Banknote ist es abgebildet. Die steile Bergwelt rund um den See ist wirklich sehr beeindruckend, wir haben uns aber niht die Mühe gemacht, dort hinauf zu klettern, weil es zum Fotogrfieren noch viel zu früh am Tage war. Moraine Lake liegt nur 15 Minuten Fahrt von Lake Louise entfernt im Valley of the Ten Peaks, das von zehn Berggipfeln der Wenkchemna Range umgeben ist, auf einer Höhe von 1.884 m über dem Meeresspiegel.

Unser erster Besuch im strömenden Regen fiel leider ins Wasser, weil wir keinen Parkplatz fanden. Es gibt viele normale Parkplätze mit Schildern, die einen durchgestrichenen Camper zeigen. Dann noch fünf Busparkplätze und ungefähr 12-15 Plätze für lange Camper. Besonders in den Sommermonaten muss man sehr früh aufstehen, um einen Platz zu ergattern. Also fuhren wir wieder weg, denn die Berge waren sowieso in Wolken und es war wenig zu sehen.

Beim zweiten Besuch war das Wetter dann schöner und Ende September war es hier dann auch nicht mehr ganz so voll. So fanden wir auf Anhieb einen Parkplatz und liefen ein wenig um den See herum. Dort waren immer noch genügend Leute unterwegs und alle versuchten die Bergkette möglichst gut abzulichten. Denn am Mittag herrschte hier ein nicht sehr fotogenes Gegenlicht. Am Nachmittag mag es besser sein, aber am vorletzten Tag der Reise hatten wir nicht mehr die planerische Freiheit, darauf zu warten.

Am Moraine Lake gibt es ebenfalls ein Hotel im Blockhüttenstil, das sich aber viel schöner in die Landschaft einfügt als das am Lake Louise: die Moraine Lake Lodge.



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