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PEYTO LAKE

Kurz hinter dem Bow Summit Pass erreichen wir eine 400 m lange Stichstraße, die zu einem Parkplatz führt. Von dort führt ein teilweise recht steiler und asphaltierter Fußweg ca. 1.600 m bis zum Peyto Lake Overlook. Der See wurde nach dem wildniserfahrenen Bill Peyto benannt, der schon 1898 fremde Besucher in die damals noch unberührte Wildnis führte. Später wurde er Ranger im Schutzgebiet.

Bei unserem ersten Besuch hatte es gerade heftig geregnet und der Wald hing voller Tropfen. Ein wenig kam die Sonne heraus und überall funkelte und blitzte es. Im Herbstwald konnte wir Pilze und bizarr verblühte Anemonen fotografieren und den emsigen Hörnchen bei der Futtersuche zusehen. Ihre schnarrenden Rufe hallten durch den Wald. Diesen Weg laufen nur die Besucher, die mit eigenem Auto oder Camper anreisen.

Alle Bustouristen mit wenig Zeit werden bequemer bis fast direkt neben den Aussichtspunkt gekarrt, wo sie sich dann gegenseitig fotografieren. Meist handelt es sich wärend unseres Besuchs um Gruppen von Japanern. Ein Videofilmer läuft als erstes voran, dann folgt die Gruppe und wird bei der Ankunft und beim gegenseitigen Fotografieren gefilmt. Nach spätestens 10-15 Minuten ist der ganze Spuk wieder vorbei und man kann die Aussicht genießen.

Nach dem Regen war diese allerdings nicht sehr spektakulär, wir konnten den See ca. 240 Meter unterhalb der Plattform unter der schnell dahinziehenden Wolkendecke meist nur erahnen. Ab und zu waren die Umrisse zu erkennen, dann schnell ein Bild, bevor es wieder zuzieht. Die Berge hüllten sich leider komplett in Wolken.

Das nächste Bild zeigt, wie man den Bilderbuchsee auch jenseits der Postkartenidylle bei einem einmaligen Besuch erleben kann. Nämlich so gut wie gar nicht.




Sonnenschein

Beim zweiten Besuch am See war der Himmel strahlend Blau mit herrlichem Sonnenschein und Weitblick. Daher beschlossen wir, für ein paar Fotos noch einmal am Peyto Lake anzuhalten und den kurzen Weg zum Aussichtspunkt zu gehen.

An diesem klaren Tag reichte Blick weit über das Tal des Mistake River und hinunter zum Peyto Lake. Nirgendwo sonst in den Rockies hat man so einen grandiosen Ausblick hinunter auf einen vom Schmelzwasser eines Gletschers gespeisten See. An der Plattform konnte man ein paar Hörnchen und am Himmel einen Osprey sehen.

Im Juni, wenn der See noch vor der Schneeschmelze gerade eisfrei wird, dann erstrahlt er im dunkelblau des sich darin spiegelnden Himmels. Im Frühsommer von Juni bis Juli befördern dann vom Peyto Gletscher abfließende Schmelzwasser über ein breites Delta große Mengen an Gesteinsmehl in den See. Die gröberen Bestandteile sinken dann auf den Grund und die mikroskopisch feinen Schwebeteile, auch Felsmehl genannt, erzeugen durch Reflexion des blaugrünen Bereiches des Lichtspektrums diesen markanten türkisfarbenen Schimmer, den wir jetzt im Herbst bewundern konnten. Je nach Menge des Felsmehls ändert sich auch die Färbung des Sees.

Vom den Holzplattformen am Aussichtspunkt aus erinnert die Seeform an den Kopf eines Wolfes. An so einem schönen Tag ist man natürlich nie alleine, ein Bus nach dem anderen hielt an und zahlreiche Japaner besetzten die Plattform. Oben am Parkplatz zählten wir 5 Busse, nicht auszudenken, wie es hier in den Sommermonaten zur Hochsaison zugeht.

Als wieder ein vollbesetzter Bus japanischer Touristen über die Aussichtsplattform herfällt, laufen wir ein Stück nach links in Richtung Gletscher. Dort sind die Pfade zwar nicht mehr asphaltiert, bieten aber einige ganz andere Aussichten auf den See. Ein steiler Pfad führt von einem weiteren Aussichtspunkt hinunter zum See und noch weiter bis zum Gletscher, für diese längere Wanderung hatten wir aber dann leider am vorletzten Urlaubstag keine Zeit mehr.




Google Map zum Thema

Peyto Lake

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