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MALIGNE CANYON

Der Maligne Canyon im Jasper Naional Park ist eine spektakuläre Schlucht, die man sehr gut vom Ort Jasper kommend auf dem Weg zum gleichnamigen See besuchen kann. Es ist einer der beliebtesten Ausflüge ab Jasper, die Route führt 15 Kilometer lang über den Athabasca River, vorbei an der Abzweigung zur Jasper Lake Lodge und am Lake Edith vorbei. Wir erreichten den Parkplatz als der Himmel noch bedeckt war. Im Laufe der Zeit kam dann aber immer mehr die Sonne heraus, so haben wir Fotos mit verschiedenen Lichtstimmungen. Direkt gegenüber befinden sich ein Teehaus mit Souvenir-Shop und eine Jugendherberge.

Der reißende Gebirgsbach namens Maligne River hat das Felsgestein an dieser Stelle tief eingeschnitten und eine sehr beeindruckende Schlucht geschaffen. Diese wird von einer Reihe von Brücken überspannt, die von 1-6 numeriert sind. Von ihnen aus kann man am besten in die teilweise sehr schmale und tiefe Schlucht hineinsehen, diesen Eindruck zu fotografieren ist allerdings mehr als schwierig.

Der Name Maligne taucht gleich bei drei verschiedenen Dingen auf, er stammt aus dem französischen und bedeutet so viel wie böse oder boshaft. 1846 gab ein Mönch der Schlucht diesen Namen, als er beim Überqueren des reißenden Maligne River an dieser Stelle auf erhebliche Schwierigkeiten stieß.

Für einen Besuch des Canyon sollte man mindestens 1 bis 2 Stunden Zeit einplanen, um wenuigstens die ersten beiden Brücken einmal zu überqueren. Noch länger braucht man für die Wanderung bis hinunter zur 3. Brücke, Third Bridge, der Weg ist sehr steil und man muss ihn dann natürlich auch schweißtreibend bergauf zum Auto zurück laufen. Aber je weiter man am Fluss nach unten läuft, um so weniger Menschen sind unterwegs. Mit Glück sahen wir ein Waipiti im Wald und im Herbst wachsen zahlreiche Beeren im feuchten Sträuchern am Rande der Schlucht.



Schlucht von oben

Der Canyon unterliegt, wie die gesamte Natur in der Region, enormen jahreszeitlichen Veränderungen. Aber nur wer mehrmals zu verschiedenen Jahreszeiten hierher kommt kann wirklich die Unterschiede ermessen. Bei unserem Besuch im Herbst war der Fluss eher ruhig, nach den ersten Schmelzwasser-Schüben im Frühjahr und dem Sommer zeigt er sich hier mit tobender Wassergewalt. Im Winter erstarrt die Landschaft dann wie in einer Kristallwelt, die Bilder davon sind sehr beeindruckend. Dann entstehen an den Wänden Canyon riesige Eiszapfen und gefrorene Wasserfälle, siehe Video unten.

Da der Zufluss zusätzlich aus unterirdischen Quellen gespeist wird, fließt weniger Wasser in die Schlucht hinein als heraus.

Vom Parkplatz aus führt ein Pfad bis zur zweiten Brücke und unterwegs gibt es insgesamt 10 Tafeln, die über Geologie, Flora und Fauna informieren. Am Parkplatz angekommen ahnt man noch nichts von dem Naturwunder. Im oberen Abschnitt nahe dem Teehaus kann man große Löcher sehen, die durch felsbrocken entstanden sind. Diese bleiben in kleinen Mulden liegen und durch Wasserkraft werden sie ins Gestein geschliffen, so daß Hohlräume und Vertriefungen entstehen. Von der ersten Brücke aus blickt man dann endlich hinunter in den steilwandigen Maligne Canyon in eine von Wasser und Eis geschaffene Welt. Tief unten brodelt und rauscht das türkise Wasser.

Der Fluss hat hier eine Klamm geschaffen, die sehr schmal und bis zu 51 Meter tief ist. Da die Umgebung des Canyon auch ziemlich steil abfällt, wirkt das Ganze noch spektakulärer. Vom unteren Canyon aus bracht man bis zur 4. Brücke ca. 20 Minuten und zur 5. Brücke 45 Minuten. Man kann die 6. Brücke am Zusammenfluss des Athabasca und Maligne River auch mit dem Auto über eine schmale Stichstraße anfahren, dort ist von der Schlucht schon nichts mehr zu sehen. Dafür ist die Wanderung zu den anderen Brücken in entgegen gesetzter Richtung einsamer.

Vom Maligne Canyon aus folgt die schmale Straße dem Lauf des Maligne River bis zum malerischen Medicine Lake und weiter zum Maligne Lake. Dort endet sie in einer Sackgasse und man fährt die gleiche Strecke zurück nach Jasper.



Video zum Thema

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Maligne Canyon

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