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SEEN

Zwischen den Bergketten im Waterton Lakes National Park finden sich viele Seen. Sie wurden meist durch die Gewalten der Eiszeit geformt und sind bis heute erhalten geblieben, verbunden mit einem Netz aus Wanderwegen.

Ein kurzer steiler, aber lohnender Anstieg, ist der "Bears Hump", besonders schön zum Sonnenaufgang. Es sind nur 1,5 Kilometer und oben ankommen hat man eine beeindruckende Aussicht auf die kleine Stadt Waterton und das Tal mit den Waterton Lakes.

Es gibt einen weiteren Wanderweg am Waterton, der zum Bertha Lake führt. Dafür benötigt man 2 Stunden, für die wir uns leider keine Zeit genommen haben. Der Weg folgt leicht ansteigend dem Upper Waterton Lake, passiert die Lower Bertha Falls und endet mit einem Blick auf den Bertha Lake.

Der Maskimonge Lake liegt direkt am Parkeingang. Hier kommt man mit dem Auto vorbei und an seinen sumpfigen Uferpartien soll man ein reges Vogelleben beobachten können. Bei unserem Besuch waren die gefiederten Bewohner aber schon in Richtung Süden unterwegs oder hatten sich wegen der heftigen Windstärke gut versteckt. Trotz Fernglas konnten wir leider nicht viel entdecken.

Noch ein weiterer Wanderweg führt zu einem See, für den man sich aber einen ganzen Tag Zeit nehmen muss. Es ist ein 17.2 Kilometer langer Rundweg und man muss mit dem Boot vom Ort nach Crypt Landing fahren, wo die Wanderung beginnt. Ziel ist der Crypt Lake.

Im Waterton Lakes National Park sind Kanufahrten oder Bootsausflüge auf mehreren Seen möglich. Es gibt den Upper, den Middle und den Lower Waterton Lake. Schon die Blackfoot nannten diese Gegend "Omok-si-kimi", was so viel wie "Land der bezaubernden Gewässer" bedeutet.

Die drei Seen wurden nach dem englischen Naturforscher Charles Waterton benannt. Alle sind direkt zugänglich vom Ort Waterton auf der kanadischen Seite, diese drei Seen sind miteinander verbunden. Der Upper Waterton Lake ist mit seinen 152 Metern Tiefe einer der tiefsten Seen in den Rocky Mountains und in den Sommermonaten bringt ein Dampfer Touristen vom kanadischen Waterton zu der Rangerstation Goat Haunt auf der US-Seite des Sees. Dort hat man dann eine halbe Stunde Aufenthalt. Der Grenzübertritt, falls man von dort aus weiter wandern möchte, kostet 6 US$. Die können nur in Bar bezahlt werden. Es werden weder Kreditkarten noch kanadische Dollar akzeptiert, das sollte man rechtzeitig einplanen. Man kann die Strecke nach Waterton auch auf dem Waterton Lakeshore Trail zu Fuß zurück gehen, dazu braucht man ca. 4 Stunden.Leider mussten wir auf eine Bootstour auf Grund von sehr starkem Wind und dichten, schwarzen Regenwolken über dem See verzichten. Außerdem ist die Rangerstation in Montana ab Mitte September geschlossen und die Boote legen dort sowieso nicht mehr an.



Akamina Parkway

Ein weiterer, sehr schöner See ist ebenfalls gut mit dem Auto zu erreichen. Eine 16 Kilometer lange Stichstraße namens Akamina Parkway zweigt kurz vor dem Ort Waterton ab zum Cameron Lake, immer dem gleichnamigen Creek folgend.

Auf halber Strecke kommt man dabei an einer Ölpumpe vorbei, die im Jahr 1878 in Betrieb genommen wurde. Die ersten 125 Liter, die hier sprudelten, waren immerhin West-Kanadas erstes Öl, und schon 1902 hatte man das Bohrloch bis in 312 Meter Tiefe getrieben. Dort stieß man dann auf Öl bester Qualität und träumte schon von einem Ausbau von "Oil City". Zum Glück für die Natur erwies der der Fund als wenig ergiebig, so dass heute von den Aktivitäten nichts mehr zu sehen ist. Dafür wurden dann später in der Prairie neue Ölfelder erschlossen.

Am hübschen Cameron Lake angekommen kann man sich das kleine Informationszentrum ansehen und sich im Sommer auch Kanus mieten. Die waren jetzt im September aber schon alle weggeräumt. Der See liegt auf 1.646 Metern über dem Meer und es gibt einen Wanderweg, der am Ufer entlang führt. Auf der gegenüberliegenden Seeseite soll man oft mit dem Fernglas Bären beim Fressen beobachten können, die Wiese wird auch Grizzly Garden genannt. Trotz gutem Fernglas im Gepäck hatten wir leider kein Glück mit der Suche. Leider wurde das Wetter hier auch immer schlechter, von der Nordseite des gegenüberliegenden Berges fiel die Kaltluft brutal herunter und wir hatten keine Lust mehr auf eine längere Wanderung am Seeufer.


Buffalo Paddocks

In der Nähe zum Eingang des Nationalparks gibt es ein Büffel-Freigehege, es ist vom Highway 6 aus als Buffalo Paddocks ausgeschildert. Die kurze Rundfahrt sollte man auf keinen Fall verpassen, denn nicht nur die Landschaft, auch die Tiere sind beeindruckend. Hier befindet man sich noch in den sanften Hügeln, dem Übergang von der Prairie zu den Bergen. 1952 hat man eine kleine Herde Büffel hierher gebracht, einen Bullen und fünf Kühe. Im 19. Jahrhundert wurden die mächtigen Tiere vom weißen Mann in dieser Region ausgerottet.

Nun lebt hier eine kleine Herde geschützt schon über 30 Jahre. Es war sehr, sehr windig bei unserem Besuch und wir kurvten mit unserem Camper über die Hügel. Oben angekommen musste man schon Angst haben, vom starken Wind umgeweht zu werden. Schließlich befindet man sich hier in einer der windigsten Regionen von Alberta. Selbst auf den nur wenige dutzend Meter langen kleinen Teichen peitschte der Wind das Wasser zu gischtenden Wellen auf.

Schließlich entdeckten wir die bis zu 1.000 kg schweren Tiere in einer Mulde. Sie hatten auch keine Lust auf den Wind, trotzdem konnte ich die Kamera außerhalb der Scheiben kaum ruhig halten.


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