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NATURAL BRIDGE

Der Kicking Horse River, der im Wapta Lake am Kicking Horse Pass entspringt, hat hier im Tal bereits eine beachtliche Breite, weil der Yoho River kurz zuvor in den Kicking Horse mündet und jede Menge Schmelzwasser aus dem Waputik Eisfeld herantransportiert.

Der Fluss hat die typische Form von Gletscherflüssen mit einem weit verzweigten und verflochtenen Flussbett. Das Erosionsmaterial aus dem Yoho River besteht aus unterschiedlich großen Gesteinspartikeln, die an flacheren Stellen in Form von Sand- und Kiesbänken abgelagert werden.

Auf dem reißenden, glasklaren Kicking Horse River werden auch Wildwasser-Rafting und Kanu-Touren angeboten. Aufgrund seiner sehr starken Strömung ist der Fluss allerdings nicht gerade für Wassersport-Anfänger geeignet.

Der Kicking Horse River wird an einer Stelle von einer natürlichen Brücke überquert. Wasser vergrößerte die Risse im Fels und schnitt einen neuen Kanal unter den Wasserfall. Das Ausweiten dieser Risse ließ den oberen Teil des ehemaligen Wasserfalls wie eine Brücke stehen. Eventuell bricht diese eines Tages zusammen und dann entsteht eine Schlucht. Dieser Steinbogen ist einer der ganz großen Touristen-Magnete des Nationalparks. Vor allem, weil die Stelle sehr gut und schnell vom Trans-Canada Highway aus zu erreichen ist und ausreichend Parkraum für die Besucher zur Verfügung steht.

Vor allem für asiatische Reisegruppen bietet sich hier ein besonders beliebtes Fotomotiv, während wir hier herumliefen und fotografierten hielten 3 Busse für jeweils geschätzte 10 Minuten an und entließen die ebenfalls fotowütigen Insassen. Von hier aus hat man auch einen schönen Ausblick auf den 3.199 Meter hohen Mount Stephen und den 2.541 Meter hohen Mount Dennis.

Die Straße führt von hier aus weiter zum wunderschönen Emerald Lake und man kommt an einer Salzlecke für Wildtiere vorbei, die direkt neben dem Amiswik-Picknickplatz liegt.



Wapta Falls

Im Süden des Nationalparks, direkt hinter dem Eingang und 22 Kilometer südwestlich vom kleinen Ort Field, befinden sich die Wapta Falls. Wir kamen aus westlicher Richtung über Golden und sahen kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark auf der rechten Seite ein grünes Hinweisschild "Wapta Falls". Die Abzweigung ist nur von dieser Seite aus zu ereichen, von der Gegenfahrbahn aus kann man hier nicht abbiegen. Spontan entschlossen wir uns zu einer kleinen Wanderung.

Ein knapp 2 Kilometer langer Schotterweg war kein Problem für unser Wohnmobil und der endete auf einem kleinen Parkplatz. Hier beginnt der 2,5 km lange Wanderweg, der direkt zu diesen beeindruckenden Wasserfällen des Kicking Horse River führt. "Wapta" bedeutet Fluss in der Sprache der Stoney Nakota First Nations.

Vom Parkplatz aus geht es erstmal eine ganze Weile geradeas entlang einer etwas ausgedünnten Schneise durch den dichten Nadelwald. Dan schließen sich die Baumwipfel über einem und nach einer Weile verliert man das Gefühl für Zeit und Entfernung. Der schmale und etwas matschige Pfad führte mal etwas aufwärts oder abwärts, an einigen Stellen mussten wir über umgestürzte Bäume klettern. Bis auf einige Eichhörnchen beim Revierkampf und ein paar kleine Vögel war keine Bewegung und keine Geräusche zu entdecken.

Die Region rund um die Fälle ist teilweise sehr steil, durch die Gischt kann es nahe der Schlucht schon ziemlich rutschig werden. Gutes Schuhwerk ist Vorraussetzung für einen Besuch, vor allem bei Regen. Wir hatten Glück und die Sonne schien vom blauem Himmel.

Im oberen Bereich hat man von mehreren Aussichtspunkten mit Geländer einen guten Blick auf die tosenden Wassermassen.

Wer den Wasserfall von unten sehen möchte, der muss auf schmalen Erdpfaden sehr steil bergab und am Ende natürlich auch wieder bergauf. Eine Ziege zu sein wäre hier von Vorteil. Von Wegen kann man hier schon nicht mehr sprechen, sogar die Bezeichnung Wanderpfad wäre eine Beschönigung - siehe Bild unten. Ein kleiner Nachteil dieser Wasserfälle ist der große Sedimenthügel, der sich direkt davor gebildet hat und vom Tal aus die Aussicht auf die stürzenden Wassermassen versperrt.

Von einem weiteren Sedimenthügel, dem man aber auch erklimmen muss, hat man wahrscheinlich den schönsten Blick. Wir sind nur ein wenig mehr als den halben Weg herunter gelaufen und dann umgekehrt, das war schon anstrengend genug. Trotz gutem Fernglas konnten wir im Tal leider kein einziges größeres Tier erkennen.

Umweit der Wapta Falls findet man auch bizarre Gesteinstürmchen, sie stehen am Ufer des gleichnamigen Flusses und werden hier Hoodoos genannt. Die drei Kilometer lange Wanderung dorthin haben wir aber nicht gemacht. Die Zufahrt zu den Wapta Falls ist im Winter geschlossen.




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Wapta Falls

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