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Am Meer Es fällt auf, dass in Hilo kaum Gebäude direkt am Meer stehen. Dort gibt es zumeist schöne Parks wie die Liliokalani Gardens auf meinem Bild im japanischen Stil. Die Lage der Bebauung hat seinen Grund, denn die Bewohner von Hilo sind von Naturkatastrophen gebeutelt. Vom Meer her überrollten in diesem Jahrhundert mehrmals große Tsunamis die Bucht, von der anderen Seite drohen Lavaströme alles zu verschlingen.
Die schlimmsten Tsunamis trafen 1946 und 1960 die Ostküste von Hawaii, in Hilo starben dabei über 150 Menschen und alle Häuser in Ufernähe wurden ins Meer gespült. Die flache Uferregion am Wailoa River war dabei immer am stärksten betroffen, deshalb ist dort heute ein großer Park. 1984 wurde die Evakuierung von Hilo vorbereitet, als ein Ausbruch des Mauna Loa Lavaströme in Richtung der Stadt in Bewegung setzte. Damals machte die Lava nur 8 Meilen vor der Stadt halt.Im Herbst 2000 wurde die Infrastruktur von starken Wolkenbrüchen hart getroffen. Innerhalb eines Tages viel mehr als ein Meter Niederschlag, der sich mit Wucht von den umliegenden Berghängen über die steilen Wohnstraßen hinunter in die Stadt ergoss. Hilo wurde zum Katastrophengebiet, und einige kleine Bäche wurden stark genug, ihre Brücken zu unterspülen und unbefahrbar zu machen. |

