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KAILUA-KONA
     Die Mehrzahl der Hotels auf Hawaii, auch "Big Island" genannt, konzentrieren sich im Westen an der Kona-Küste. Hier, am Kea-Hole Flughafen von Kailua-Kona kommen auch die meisten Touristen an. Ein weiterer, größerer Flughafen befindet sich in Hilo.
     Fährt man vom Flughafen zu seinem Hotel, so sieht man zuerst riesige schwarze Lavafelder. Irgendwann haben Witzbolde damit angefangen, Namen und Zeichen aus weißen Steinen an die Abhänge zu legen. Jetzt sind alle Lavafelder am Highway eine Art Pinnwand mit Botschaften aus aller Welt. Graffiti im Big Island Style sozusagen. Cindy liebt Bert und Gabi aus München war auch da.
 
Kailua-Kona
     Schon zu Zeiten der alten Hawaiianer war Kailua ein bedeutender Ort, heute ist es das Herz der Kailua-Coast und Zentrum für die Hochseefischerei. Die hawaiianische Königsfamilie verlebte früher ihren Urlaub im Hulihee Palast, der heute ein Museum ist. King Kamahameha I. verbrachte seine letzten Jahre auf Kamakahonu, einer Halbinsel bei Kailua. Hier kann noch eine alte polynesische Kultstätte besichtigt werden. Führungen und Ausstellungen veranstaltet das King Kamehamea Hotel, das direkt am Hafen auf dieser Landzunge lieg.
     Der Ort Kailua wird meist noch mit dem Zusatz Kona versehen, damit man ihn nicht mit Kailuha auf Oahu verwechselt. Kona bedeutet windabgewandt. Sehr sonnig ist dieser Ort, denn die Küste liegt im Windschatten der großen Vulkane. Regen fällt meist in den frühen Abendstunden, oben in den Hängen regnet es häufiger. Die Vegetation ist dort auch dem entsprechend üpppiger.
     Noch vor wenigen Jahren was hier ein verschlafenes Fischerdorf. Heute ist es ein langezogener Ort entlang des Alii Drive, der um die Bucht herumführt. Hier findet man eine Vielzahl an Restaurants, Geschäften, Hotels und Tourveranstaltern.
     In Kailuha-Kona sind noch der Hulihe´e Palace und die aus Lavablöcken erbaute Mokuaiku Church, eine der ältesten Missionskirchen Hawaiis, zu sehen. Ganz aus massiven Korallenblöcken erbaut, war sie mit dem 34 m hohen Turm von Anfang an Wahrzeichen und Orientierungspunkt für Besucher und Seefahrer. Eine weitere Attraktion ist das Kailua Pier, erstmals 1915 erbaut und bekannt als Startpunkt des Ironman.
 
Der Ironman
     Jährlich im Oktober treffen sich ca. 1.500 Athleten aus aller Welt in Kailua zum härtesten Sportwettbewerb: der Hawaiian Ironman Triathlon. Er beginnt um 7 Uhr morgends. 3,8 km Schwimmen in den rauhen Gewässern an der Kailua Pier, 180 Km Radrennen in glühender Sonne über Lavafelder und 42,195 Km Marathonlauf müssen ohne Pause absolviert werden. Die Durchschnittstemüperatur bei diesem Lauf liegt bei 28-35°C mit 90% Luftfeuchtigkeit. An einigen Stellen der Fahrradrennstrecke sind Windböen bis zu 100 Km/h möglich. In höchstens 17 Stunden muss das komplette Rennen absolviert sein, die Sieger brauchen weniger als 10 Stunden dafür. Für Kailua ist der Wettbewerb ein Knüller, es bleiben 30 Millionen Dollar in der Kasse. Der Wettbewerb zieht Tausende von Schaulustigen an und 100 Millionen Zuschauer sitzen vorm Fernseher, wenn NBC das Rennen live überträgt. 200.000 Plastikbecher, 12.825 Bananen und 600 Tuben Sonnencreme warten auf die Ausdauer-Athleten. Personal: 5.000 Helfer - 550 Sicherheitsbeamte - 500 Journalisten - 115 Polizisten - 8 kommentierende Streckenposten.
 
Einige Streckenrekorde:
  • Gesamt Männer: Luc van Lierde (Belgien) 8:04:08 Stunden 1996
  • Gesamt Frauen: Paula Newby-Fraser (Simbabwe) 8:55:28 Stunden 1992
  • Schwimmen Männer: Lars Jorgensen (Dänemark) 46:44 Minuten 1995
  • Schwimmen Frauen: Wendy Ingraham (USA) 49:52 Minuten 1997
  • Radfahren Männer: Thomas Hellriegel (Bruchsal) 4:24:50 Stunden 1996
  • Radfahren Frauen: Paula Newby-Fraser 4:48:30 Stunden 1993
  • Laufen Männer: Mark Allen (USA) 2:40:04 Stunden 1989
  • Laufen Frauen: Erin Baker (USA) 3:04:13 Stunden 1990

 
Sportfischer
     Auch im Hochseefischen werden hier jährlich große Wettbewerbe abgehalten, so daß sich in die Kona Coast zu einem bedeutenden Zentrum für Sportangler entwickelt hat. Es lohnt sich am späten Nachmittag an die Anlegestelle zu fahren. Hier kann man beobachten, wenn die Hochseeangler mit ihrer Beute einlaufen und diese zum Wiegen gebracht wird. Immer mehr kommen allerdings nicht am Kailua Pier an, sondern nutzen die Honokohau Marina, 5 km nördlich der Stadt, die viel mehr Liegeplätze bietet. Da hängt dann so mancher stolze Marlin am Haken und am Abend kann man in den zahlreichen Fischrestaurants das fangfrische Schwertfischfilet genießen.
     Alljährlich findet hier auch das International Billfish Tournament statt. Die Sportangler lassen sich hinterher mit ihren zentnerschweren Tröphäen fotografieren. Der Wiegemeister kommt mit uralter Kamera und Riesenblitzlicht aus seinem Büro und auf einer Tafel werden alle Daten genau festgehalten. Dann wird ein Dokumentarfoto gemacht, viele davon kann man abends beim Bummeln in den Schaukästen der Einkaufspassage Waterfront Row an der Hauptstraße von Kailua-Kona bewundern. Hier gibt es eine regelrechte Geschichtstour über die jeweiligen größten Marlinfänge der letzten 100 Jahre - teilweise gigantische Fische.
 
Keauhou Bay
     Etwas weiter südlich von Kailuha-Kona befinden sich noch viele weitere Hotels und Condomimiumanlagen. 8 km südlich der Stadt gibt es noch zwei kleine Beach Parks. Der Strand ist nicht besonders erwähnenswert, hier kann man allerdings hervorragend Schnorcheln, denn gibt es Fische in allen Formen und Farben.
     Ganz in der Nähe habe ich gewohnt, im Keauhou Beach Hotel. Auch hier hatte man direkt am Hotel gute Möglichkeiten zum Schnorcheln, im Hotelgarten konnte man viele Mungos beobachten. Eines der scheuen Tierchen seht Ihr auf dem Foto. Auch einige polynesische Kultstätten und Petroglyphen sind in diesem Garten zu finden, ein Info-Blatt bekommt man an der Rezeption.
     Der kleine Kahaluu Beach Park ist sehr belebt und liegt direkt nebenan. Ein sehr guter Platz, um beim Schnorcheln Meeresschildkröten zu beobachten. Einfach wenige Meter ins Wasser gehen, und schon schwimmen die Tiere vor der Schnorchelbrille herum und lassen sich durch nichts beim Mampfen stören.
     Die sehenswerte kleine Holzkirche St. Peter's, auch Little Blue Church genannt, liegt ebenfalls in der Nähe. Sie ist leuchtend weiß mit blauem Dach und auf einen pechschwarzen Lavafelsen gebaut. Daneben sind die Reste einer verfallenen Kultstätte zu besichtigen.
     Dann gibt es noch den kleinen Magic Sands Beach. Magic, weil der Sand oft über Nacht von der Brandung weggewaschen wird und ebenso überraschend wieder zrückkehrt.
     Das letzte Resort an der Südseite der Keauhou Bucht ist das riesige Kona Surf Resort. Hier kann man am Abend Manta-Rochen beobachten, die vom Licht angelockt werden. Fährt man links den Berg hoch Richtung Hauptstraße, kommt man an einem großen Shoppingcenter vorbei.

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