Lavatunnel
Ein Lavatunnel entsteht, wenn sich oben auf einem Lavastrom, der durch eine Schlucht, ein Bachbett oder sonst eine Senke in der Landschaft strömt, durch Abkühlung eine Kruste bildet. Unter der Kruste kann die Lava dann noch sehr lange weiterfließen, sie wird stellenweise dann auch noch sichtbar, wenn Teile der erkalteten Decke einstürzen. Wenn die Lavazufuhr aufhört, entleert sich der Lavatunnel.
Ein Rundweg, in etwa 20 Minuten zu bewältigen, führt erst über Stufen bergab, dann durch den Tunnel und zurück zum Parkplatz. Der Lavatunnel wurde von den Hawaiianern Nahuka genannt, später wurde er nach Lorrie A. Thurston (1864-1931) benannt, ein Nachfahr der ersten Missionare auf Hawaii. Er war als ehemaliger Botschafter der Republik Hawaii in den USA und Herausgeber der Zeitung Honolulu Advertiser massgeblich an der Gründung des Nationalparks und des Hawaiian Volcano Observatory beteiligt.
Der kühle, bemooste Tunnel ist über eine kleine Brücke zu erreichen und sieht fast so gleichmäßig aus wie von Menschenhand geschaffen. 150 Meter ist der beleuchtete Teil lang und trotz einger enger Passagen sehr einfach zu begehen. Wer gut ausgerüstet ist, mit starker Tschenlampe und festen Schuhen, der kann noch einen weiteren, unbeleuchteten Teil auf eigene Faust erkunden. Am Ende des Tunnels führen Stufen wider herauf ins Licht, dort befindet sich ein ein angelehntes Gittertor, durch das man die absolut dunkle Fortsetzung des Tunnels betreten kann.
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