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STRÄNDE
     Strände auf Hawaii - wer träumt nicht davon? Mit seinen unzähligen Buchten, immer angenehm warmem Wasser das ganze Jahr über und seinen makellosen weißen, schwarzen und sogar grünen Sandstränden ist Hawaii ein beliebtes Ziel für Wassersportler aller Art. Je nach Jahreszeit liegt die Wassertemperatur zwischen 22°C und 28°C.
     Dazu kommt eine vorbildliche Infrastruktur. Auch die meisten abgelegenen Strände bieten saubere Toiletten und Duschen. Diese sind oben offen, so das Geruchsbelästigungen gar nicht erst entstehen und die heimische Tierwelt hier eine reiche Nahrungsquelle findet. Die meisten einheimischen Gekko-Arten kann man hier beobachten. :-). Nur an sehr abgeschiedenen Stellen wie im Südosten von Big Island sind einige eher abschreckende Baustellen-Toiletten aufgestellt.
     Die Beach Parks haben oft eine Picknick Aera mit Grillplätzen, eher selten findet man einen Kiosk oder gar einen Eisverkäufer. Viele Strände sind tagsüber bewacht, erkennbar am roten Aussichtsturm der Wasserwacht. Eines wird man hier allerdings nicht finden: Liegestuhl- und Sonnenschirm-Verleih. Deshalb sollte man seine Unterlage - und empfindliche Naturen einen Schattenspender - selbst zum Strand mitbringen. Ebenso ist ratsam, immer etwas zu trinken und eventuell einen kleinen Snack dabeizuhaben, da viele Strände weit weg vom Nachschublager sind.
     Allerdings sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, das Alkohol am Strand verboten ist. In den USA ist für Personen unter 21 Jahre der Kauf und der Konsum von Alkohol verboten. In Parks, an Stränden oder anderen öffentlichen Einrichtungen im Freien ist der Verzehr von alkoholischen Getränken meist generell untersagt und wird mit Geldstrafen geahndet. Das gilt auch für eine Dose Bier, die von bayrischen Touris nicht auf Anhieb als "Alkohol" eingeordnet würde! Passend zu dieser Gesetzeslage bekommt man im Supermarkt oder Bottle-Shop zumindest Wein- oder Whiskyflaschen in neutrale braune Papiertüten eingewickelt, damit man die Alkoholika auf der Straße nicht einmal sieht.
 
Vom Finden
     Da fährt man also über eine der wunderschönen Hawaiianischen Inseln und sucht den Strand. Nein, jetzt nicht lachen. Wenn man das erste Mal auf Hawaii ist, dann sucht man bestimmt nach dem Strand, wenn man nicht vorher informiert wurde, wie so ein Strand zu finden ist.
     Die meisten schönen Strände sind nämlich sehr versteckt, zumal wenn Hotels am Ufer liegen und der Zugang nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Es kann passieren, das einige Strände ihren Zugang durch die Hotelanlage hindurch haben, dann muss man sich bei Luxusresorts beim Wachposten anmelden und bekommt ein Permit für den "Beach Access". Oder man fährt lange an wildem Gestrüpp vorbei, sieht das Meer nicht, und verpasst so die Zufahrt zu den schönsten Stränden.
     Alle Strände sind per Gesetz öffentlich zugänglich, auch die der Luxusresorts oder Strände vor Privathäusern. Die Zugänge sind auf Maui zum Beispiel mit einem kleinen, blauen Schild gekennzeichent: "Shoreline Access" oder "Beach Access" und eine Ziffer. Wenn also im Reiseführer steht, Strand XY hat seinen Zugang am Shoreline Acesss 211, dann heißt es während der Fahrt auf dem Highway die Augen aufsperren und das kleine blaue Schild suchen. So findet man die Strände, auch wenn die Abzweigung aussieht wie eine Hoteleinfahrt oder ein Privatgrundstück, und man wäre ohne Schild nie auf die Idee gekommen, das dahinter ein frei zugänglicher Traumstrand wartet.
     Auf Big Island sind die Schilder in Weis mit blauer Schrift und blauer Umrahmung. Auf den anderen Inseln sehen die Schilder womöglich wieder etwas anders aus, das Prinzip ist aber immer das Gleiche.
 
Gefahren
     Sieht ein Strand auch noch so idyllisch aus, hier verbergen sich viele Gefahren. In der Regel weisen Warnschilder darauf hin. Hier ist eine kleine Auswahl an Schildern. Schaut sie Euch an und erratet deren Bedeutung. Die Lösung ist jeweils im Alt-Text versteckt:
 



 
     Die hohe Brandung ist ein Markenzeichen von Hawaiis Stränden und deshalb ist hier das Eldorado der Wellensurfer. Für normale Badegäste stellt sie allerdings eine Gefahr dar, die auch von geübten Schwimmern oft unterschätzt wird. Verständlich, wenn man doch überall sieht, mit welcher scheinbaren Leichtigkteit die smarten Surfer mit ihren Brettern darin herumfuhrwerken.
     Eine Welle, die etwas über Kopfhöhe bricht, ist für Hawaii eher durchschnittlich, sie führt aber enorme Wassermassen mit sich. Wenn diese Babywelle über einem Schwimmer zusammenbricht, so wird er im günstigen Fall nur herumgewirbelt und kurz unter Wasser gedrückt. Wenn man aber einmal unsanft auf den Strand geworfen wurde und dann mit dem ablandigen Sog unaufhaltsam zurück ins Meer gezogen wird, dann wird klar, wie hart und rauh ein Sandstrand sein kann.
     Im Winter herrscht starke Brandung an allen Küsten, im Sommer nur an den Ost- und Nordküsten. Aber man findet auch auf Hawaii einige Badewannenstrände, wie zum Beispiel den von Kailua auf Oahu.
 
Regeln
     Irgendwie lächerlich, da stehe ich an einem einsamen Strand auf Big Island und werde am Eingang von einem wahren Schilderwald mit Ge- und Verboten erschlagen. Eine kleine Auswahl gefällig?
 


 
     Was man an Hawaiis Stränden darf und was nicht, ist also peinlich genau festgelegt und steht auch geschrieben. Einige weitere Regeln sollte man aber beim Baden und Schwimmen ebenfalls stets beachten:
 
  • Strände mit hohen Wellen sind oft nicht als solche zu erkennen. Direkt an der Wasserlinie fallen viele Strände auf Hawaii noch im Trockenen ganz plötzlich einen halben bis zwei Meter tief ab, dies gibt einen Eindruck von der Kraft der Brandung. Im Wasser selbst ist es oft steiler als man denkt, daher stellen sich die Wellen erst direkt vor der Brandungszone steil auf und brechen mit einem harten, brutalen Schlag um, alles innerhalb weniger Meter. Dadurch kann man die Gefahr in den Wellen erst ganz spät sehen. Harmlose Wellen von Kniehöhe werden durch schräg einlaufende Kreuzseen in Sekunden zu zwei Meter hohen Bergen, die nicht langsam ausrollen, sondern abrupt umschlagen.
  • Badet man an Stränden mit hohen Wellen, so sollte die Aufmerksamkeit immer auf dem Ozean und die Brandung gerichtet sein. Niemals mit den Rücken zur Brandung herumstehen, auch wenn es auf dem Video besser aussieht, wenn man von einer Riesenwelle weggerissen wird.
  • Auch direkt an der Grenze vom nassen zum trockenen Sand sollte man sich nicht häuslich niederlassen, denn eine große Superwelle spült dann leicht das Hab und Gut ins Meer. So gesehen am Big Beach auf Maui, wo einer Frau, die zu nah an der Wasserlinie sass, das Badetuch samt Kamera und Brille von einer Monster-Welle entführt wurde.
  • Niemals ganz alleine weit aufs offene Meer hinaus schwimmen, das sollte selbstverständlich sein. Ebenso sollte man an einsamen Stränden nie zu weit ins Wasser gehen. Nicht umsonst sind die Strände einsam, die Einheimischen wissen genau, wo man besser nicht badet und wo es weniger gefährlich ist.
  • Wenn es irgendwo an einem Strand Korallen gibt, sollte man nicht barfuß ins Wasser gehen. Die Mitnahme von Badeschuhen ist für solche Fälle unumgänglich, sonst kann einem der Traumurlaub durch üble Schnitt- und Schürfwunden an den Füßen ganz schnell zum Alptraum werden.

 
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