Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2000
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POLIHALE
     Von Kekaha am Waimea Canyon aus führt der Highway 50 schnurgerade und gesäumt von Masten noch bis nach Mana. Dies war füher einmal eine floriende Plantagensiedlung und ist heute nur noch als Ghosttown auf der Karte verzeichnet. Dahinter gibt es nichts als wogende Zuckerrohrfelder. Die Weiterfahrt lohnt sich trotzdem, auch wenn sie etwas mühsam ist. Die ungeteerte Straße folgt erst weiter parallel der Küste bis zum Pacific Missile Beach, einem Militärflugplatz mit Raketenstation. Dann gibt es eine beschilderte Abfahrt Richtung Polihale State Park.
     Jetzt geht es nur noch über sandige Hoppelpisten durch unendlich scheinende Zuckerrohrfelder. Es fehlt jede Beschilderung und viele landwirtschaftlich genutzte Wege kreuzen. In Staubwolken gehüllt kommt ab und zu meist einheimischer Gegenverkehr. Auf keinen Fall umkehren, sondern mutig immer Richtung Nordwesten fahren. In den letzten Jahren hat sich hier immerhin einges getan, eine etwas breietere Straße wurde angelegt, 1996 war der Weg noch mühsamer zu befahren.
     Eine gute Viertelstunde dauert die Fahrt, die Nerven und Sitzfleisch strapaziert, aber durchaus mit einem normalen Leihwagen zu schaffen ist. Unterwegs sieht man nur Zuckerrohr, je nach Jahreszeit abgeerntete oder hohe und wogende Felder. Am schönsten ist es, wenn das Zuckerrohr blüht. Am besten zwischendurch einmal anhalten, mit Glück kann man einige Reiher oder kleine Singvögel beobachten.
     Dann tauchen hinter dem Ende der Straße die Klippen der Pali Küste auf. 1996 erreichte man noch einen Parkplatz mit Toiletten und Duschen, im November 2000 kam man alllerdings nur bis zu einer Sanddüne, die der Wind vom Strand her über die Straße geweht hatte. Weiter zum ehemaligen Ende der Strecek gab es nur noch tiefgründige sandige Pisten, von Einheimischen als Warnung mit einem Schild mit Totenkopf gekennzeichnet. Ab hier geht es nur noch mir 4WD weiter! Also parkt man seinen normalen Leihwagen besser am Wegesrand und läuft zu Fuß über die Düne zum Strand.
     Hier hat man dann endlich einen der eindrucksvollsten und wildesten Sandstrände an diesem Ende der Welt erreicht. Der Polihale Beach ist über zehn Meilen lang und die Wellen rollen donnernd an den Strand, der selbst auch etwas Besonderers ist. Der Beiname: "Barking Sand Beach" verrät es: Beim Laufen über die Sandfläche ertönt ein eigenartiges "bellendes" Geräusch. Im Norden ragen die trockenen Klippen der Na Pali Küste steil aus dem Meer und begrenzen sowohl den Strand als auch das fruchtbare Hinterland.
     Meist sind nur wenige Menschen hier, einige campen hier auch, zum Angeln oder übers Wochenende, und ab und zu fährt mal ein Allradwagen am Strand entlang. Das Baden ist recht riskant, denn die Wellen sind viel größer, als sie auf den Bildern erscheinen: Zum Wasser hin fällt der Sandstrand plötzlich recht steil fast 2 Meter tief ab. An der Brandungskante türmen sich deshalb die Wellen urplötzlich über Kopfhöhe auf und werfen einen mit brutaler Gewalt um. Dazu kommen starke Srömungen und überraschende Kreuzseen zur Effektverstärkung. Enter at your own risk...
 
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