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WAIMEA
     Der Ort Waimea liegt auf historischem Boden. Hier betrat der berühmte Captain James Cook am 20. Sepember 1778 zum ersten Mal hawaiianischen Boden. Er wurde damals von den Einheimischen begeistert begrüßt. Eine Gedenktafel im Lucy Wright Beach Park erinnert heute noch an das Ereignis des ersten Landgangs.
     In der Waimea Bay landeten 1820 auch die ersten Missionare. Dem berühmten Cook wurde an der Hauptstraße im Ort ein Denkmal gesetzt, in der näheren Umgebung sind zahlreiche Geschäfte und Supermärkte. Hier kann man sich am Morgen auf der Fahrt zum Waimea Canyon mit Essbarem für ein Picknick in den Bergen eindecken.
     Der Highway 50 führt mitten durch den Ort, in dem noch einige schöne alte Holzhäuser zu sehen sind. In der Waimea Christian Hawaiian Church, die schon 1870 aus Holz erbaut wurde, wird am Sonntag noch ein Gottesdienst in hawaiianischer Sprache abgehalten. Die Besucher sind ehemalige Bewohner der verbotenen Insel Niihau, die sich in Waimea angesiedelt haben.
     Wenn man durch Waimea hindurchgefahren ist, findet man am Ortsausgang die letzte Übernachtungsmöglichkeit westlich von Poipu. Eine alte Plantagensiedlung wurde restauriert und nun wohnt man inmitten ausgedehnter Kokoshaine in den Waimea Plantation Cottages.
     Der Name Waimea bedeutet "gerötetes Wasser" und kommt wahrscheinlich daher, dass hier die eisenhaltige rote Erde, die man auf den Fotos gut erkennen kann, jedes Gewässer intensiv verfärbt. Ein Besonderes Souvenir aus Kauai sind deshalb logischerweise die Red Dirt T-Shirts, die man überall auf Kauai in vielen Geschäften findet. Hier in Waimea hängen sie für die Häfte, ca. 10 U$ Dollar, überall am Straßenrand. Sie werden in Handarbeit bei Paradiese Sportswear in Port Allen hergestellt, dort gibt es auch einen umfangreichen Lagerverkauf. Diese einmaligen T-Shirts sind mit genau dem roten Dreck bemalt und eingefärbt, der die tägliche Wäsche hier auf Kauai zu einer Herausforderung macht.

 
Fort Elisabeth
     Nahe der Mündung des Waimea River ins Meer, die oben im Bild zu sehen ist, können die Reste einer "russischen" Befestigungsanlage aus dem vorigen Jahrhundert besichtigt werden. Ein deutscher Arzt in russischen Diensten namens Georg Anton Scheffer kam 1816 nach Hawaii. Die Russen schlossen mit dem regierenden König von Hawaii ein Abkommen, mehrere Forts zu bauen, um die Handelsschiffe der Russian-American-Company auf dem Weg zwischen Asien und Amerika zu schützen und mitten im Pazifik als Versorgungsstation zu dienen. Unter Scheffers Anleitung entstand Fort Elisabeth, es wurde 1816 nach der Gemahlin des gerade regierenden Zaren benannt.
     1817 mussten die Russen dann Hawaii verlassen, nachdem herauskam, dass Scheffer ohne Wissen und Zustimmung des Zaren gehandelt hat. Seitdem zerfiel die Anlage und wurde eine Zeitlang auch als Steinbruch für den lokalen Hausbau missbraucht. So ist heute hinter dem ausgeschilderten Parkplatz direkt am Highway 50 nur noch ein großer Steinhaufen in der ursprünglichen Sternform der Verteidigungsanlage zu erkennen. Ein Fußweg führt um das Fort herum und eine Karte erklärt die Lage des Forts und der einzelnen Gebäude. Wegen Einsturz- und Verletzungsgefahr ist ein Besteigen der bis zu 5 Meter hohen Ruinen aber untersagt, daher gibt es das Bild nur aus der Froschperspektive...

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