Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2000
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Abstecher
     Trotz dünner Besiedlung und fehlender Infrastruktur fehlt es entlang des Hana Highway nicht an Sehenswürdigkeiten. Das Problem ist meist die Zeit. Wenn man bis Hana oder gar noch weiter bis Oheo Gulch und den kompletten Weg zurück an einem Tag machen möchte, und das machen die meisten so, dann bleibt nur Zeit für einige Stops. Man muss sich schon vorher genau überlegen, was man sich anschauen möchte. Alleine die Besichtigung der vielen Wasserfälle, an denen man zwangsläufig vorbeikommt, nimmt Zeit in Anspruch. Dann noch ein Picknick unterwegs oder ein Badestopp und der Tag ist schnell zu Ende, weil man bei Sonnenuntergang mindestens zurück in Haiku sein sollte.
     Trotzdem lohnt es sich, auch die wenigen Abstecher an der Straße zu fahren, dort lernt man noch ein sehr ursprüngliches Hawaii kennen. Wer mehr als nur ein paar Tage auf Maui hat, kann die Strecke auch zweimal fahren. An einem Tag alles Sehenswerte bis Nahiku anschauen, dann an einem anderen Tag ohne Stopp bis hierher durchfahren und den zweiten Teil der Strecke intensiver erleben. Wir hatten im November 2000 etwas Pech, denn Michael humpelte auf Krücken, weil er sich am Knie verletzt hatte. So fielen längere Wanderungen aus. Aber auch von der Straße hat man schon fantastische Ausblicke auf die Endziele der Abstecher, wie diese Seite zeigt.

Kaenae
     Bei Meile 10 lohnt ein Spaziergang über den Waikamoi Ridge Trail Nature Walk. Dichter Regenwald mit üppigem Bambusbewuchs und Schlingpflanzen, Helkonien, Ingwergewächsen und Ti-Pflanzen lässt sich hier erwandern.
     Nach zahlreichen Kurven und Brücken kommt man an eine Seitenstraße, die links zur Kaenae-Halbinsel abzweigt. Diese entstand durch einen Lavafluss des Haleakala, heute bauen die Siedler dort noch ihren Taro und Bananstauden an wie vor hundert Jahren. Die schlichten Holzhäuser sind umgeben von spiegelnden Tarofeldern und sorgfältig gepflegten Gärten. Aus dem Taro wird Poi gewonnen, ein Brei, der Grundnahrungsmittel im alten Hawaii war und es auch heute noch für die hawaiianische Bevölkerung ist. Auch Taro-Chips kann man kaufen und Taro-Brot.
     Keanae Village und das Schwesterdorf Wailua ein paar Kilometer weiter zählen zusammen ca. 250 Einwohner, meist Fischer und Bauern. Die kleine Korallenkirche Our Lady of Fatima Shrine stammt aus dem Jahr 1860. Am Dorf säumen viele Meereshöhlen und Klippen die Küste.
     Einen wunderschönen Blick auf die beiden Orte hat man vom Kaenae Valley Lookout am Highway bei Meile 17. Hier sind genug Parkplätze vorhanden, die Bilder wurden alle von dort gemacht. Allerdings zum Teil mit 400mm Brennweite.
 
Nahiku
     Eine weitere kleine Abfahrt ganz überraschend hinter einer Spitzkehre mit Brücke führt hinab nach Naihku. Eigentlich gibt es nichts aufregendes hier zu sehen, nur Ruhe und üppige Vegetation, die sogar alte Autos frisst - siehe Bild. Die Bewohner der wenigen verstreuten Häuser pflegen ihre Gärten und man fährt auf schmaler, kurviger Straße durch ein kleines Paradies hinab zur Küste.
     Am Ende der Straße steht man dann auf einem kleinen Parkplatz und wendet, um den Weg wieder zurückzufahren. Von diesem Parkplatz aus hat man einen grandiosen Blick auf den Wasserfall am gegenüberliegenden Ende der Bucht. Dies zeigt aber nicht der 61m hohen Fall des Hanawi Stream, welcher ebenfalls bei Nahiku herabstürzt, der aber nur nach einen moskitoverseuchten Fußmarsch durch dichte Vegetation zu erreichen ist - das fiel für uns diesmal leider aus...


Waianapanapa
     Kurz nach dem Flughafen von Hana führt eine Abzweigung zum Waianapanapa State Park. Es müsste jetzt ungefähr Mittagszeit sein, wenn man am frühen Morgen vom Hotel losgefahren ist, und dieser Platz eignet sich gut zum Verzehr des in Paia gekauften Picknickkorbes.
     Einfache Hütten und ein Campingplatz sind hier an der wilden Lavaküste zu finden, sie sind jedoch sehr beliebt und weit im vorraus ausgebucht. Einen schönen, schwarzen Sandstrand gibt es hier auch: die Pailoa Bay. Vom Schwimmen ist hier aufgrund gefährlicher Strömungen allerdings eher abzuraten. Auch zwei Lavahöhlen können auf einem schattigen, befestigten Weg mit üppig wuchernder Vegetation erreicht werden. Watch your head!

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