HALEAKALA
Jeder, der auf Maui ein Auto mietet, wird sicherlich auch den Haleakala Highway zum 3.057 m hohen Gipfel des Haleakala fahren.
Eine gut ausgebaute Straße überwindet die weltweit größte Höhendifferenz auf der kürzesten Strecke, sie führt von Kahului über den Westhang bis zum Kraterrand hinauf. 3.000 Höhenmeter auf 60 km werden überwunden. Zuerst fährt man auf dem Highway 37. Dann biegt die Straße hinter Pukalani nach Links ab auf die Road 377 und schließlich fährt man die letzten 10 km auf der 378, einer kurvenreichen Straße, auf der man die restliche Höhendifferenz bis zum Kraterrand bewältigt.
Der seit 1961 unabhängige Haleakala Nationalpark wurde gegründet, um diese einzigartige Natur zu schützen. Eigentlich gliedert er sich in zwei separate Teile, die nicht durch Straßen verbunden wurden und nur in getrennten Tagesausflügen zu besichtigen sind.
Die Gesamtfläche des Parks beträgt 110 Quadratkilometer. Es gibt keinerlei touristische Infrastruktur, keine Läden und keine Restaurants innerhalb des Parks. Hier hat man es geschafft, bis auf wenige Straßen und 58 km Wanderwege die Natur so wenig wie möglich zu stören.
Die Hautattraktion ist der Haleakala Krater in der Nähe des Gipfels, aber auch der Kipahulu Küstenbereich und die Oheo Schlucht wurden später noch dem Nationalpark angegliedert. Diesem Teil habe ich eine eigene Seite gewidmet und sie unter Hana Highway erfasst, da man dort nur auf diesem Wege hinkommt.
Wer den Nationalpark besucht sollte warme Kleidung mitnehmen, denn immerhin liegt der Gipfel 3.055 M.ü.M. und oben kann es recht kalt und windig sein. Einige Unentwegte laufen dort zwar auch mit Schlappen und Shorts herum, ratsam ist es aber nicht wenn man sich etwas länger im Freien aufhalten möchte. Auf plötzliche Wetterumschwünge muss man sich das ganze Jahr gefasst machen, grundsätzlich gelten die Monate Juli-Oktober als trockener.
Auch die ultraviolette Strahlung ist in der Höhe intensiver, man sollte sich gut mit Sonnenmilch schützen. Das die Luft dünner ist, merkt man spätestens, wenn man einen Hügel herauf klettert und dann schnell außer Atem ist. Wenn man übermütig die Stufen vom Parkplatz zum Gipfelpavillon hochsteigt, so kann das schon zu Beklemmung und Herzklopfen führen - also alles etwas langsamer angehen.
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