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PRAKTISCHE TIPPS
     Sehr viele Urlauber erleben die Strecke auf den Gipfel des Haleakala ersten Mal im Dunkeln, wenn sie am frühen Morgen hinauffahren, um den Sonnenaufgang zu erleben. Diesem grandiosen Erlebnis habe ich zwei eigene Seiten gewidmet. Meist kommt man dann zum Fotografieren am Nachmittags nochmals hoch, dann ist das Licht besser.
     Vor Befahren der Strecke sollte man darauf achten, dass der Tank voll ist. Die letzte Tankmöglichkeit ist in Pukalani ca. 30 Km vor dem Parkeingang im Upcountry, danach gibt es nichts mehr.
     Auch Verpflegung und Wasser sollte in ausreichenden Mengen mitgenommen werden. Anders als in unseren Alpen, wo auf jedem Gipfel ein Restaurant ist, gibt es hier auf dem Haleakala gar nichts. Das ist auch gut so. Also vor Abfahrt genug Lebensmittel für ein Picknick einkaufen. Es gibt allerdings auch kaum Picknicktische, die einzigen haben wir am Campground in Hosmer Grove gefunden. Hier kann man auch einen Waldspaziergang in einem alten Experimentalwald machen. Dieser Wald war einmal ein Testgebiet für die Holzindustrie, wo die verschiedendsten Baumarten auf ihre Eignung für das Hawaii-Archipel getestet wurden. Hier kann man auch verschiedene Vogelarten beobachten. Meist hört man die kleinen Pieper aber nur, weil sie sich gerne im dichten und hohen Blätterdach verstecken.
     Der Campground am Hosmer Grove bietet für ca. 25 Personen Platz, maximal darf man hier 3 Tage zelten. Ein Permit ist nicht erforderlich. Die Platzvergabe erfolgt nach Anmeldung im Park Headquater: Wer zuerst kommt, campt zuerst. Es gibt auch Zeltplätze im Krater, für die man allerdings eine Erlaubnis braucht und die sehr beliebt sind, obwohl primitiv und für maximal 2 Nächte zu belegen.

Klima
     Der Haleakala Nationalpark erstreckt sich über viele Höhenmeter, so dass man auf dramatische Klimawechsel gefasst sein muss. Die Kipahulu Area liegt auf Meereshöhe und hat eher subtropisches Klima, während der Kartergipfel in frostiger subalpiner Zone liegt.
     Man sollte mit 3°C Temperaturdifferenz pro 300 Meter Höhenunterschied rechnen, also kann vom heimischen Strandhotel bis zum Gipfel der Temperaturunterschied schon mal bis zu 30°C betragen. Wer hier mit Badeschlappen und Sonnentop hochfährt ist selber schuld; es gibt genug frierende Touristen, die einem dort oben neidisch auf die wasserfeste Windjacke schielen. Eine dicke Jeanshose, ein warmer Pullover und sicherheitshalber auch Handschuhe zum Fotografieren sind angeraten.
     Auch plötzliche Regengüsse mit eiskaltem Wind kommen überraschend, das Wetter auf dem Gipfel ist wie immer im Hochgebirge unberechenbar. Der Sommer ist im allgemeinen etwas wärmer und das Wetter ist beständiger mit Temperaturen zwischen +2 und +25°C. Im Winter ist es viel kälter, da meist auch ein strenger Wind weht, der alles viel kälter erscheinen lässt, die Temperaturen fallen bis auf -3°C und gelegentlich fällt auch mal Schnee.
     Die aus nordost kommenden Passatwinde bringen auf Maui den meisten Regen, deshalb erhält der östliche Kraterbereich auch die meisten Niederschläge. Meist geschieht das am späten Nachmittag, dann herrscht hier dichter Nebel.
     Am Parkhedquater in 2.134 M.ü.M. wurde die höchste Temperatur im Oktober 1973 mit +27°C gemessen, der kälteste Tag war mit -1°C im Januar 1969. Die niedrigste Temperatur auf dem Gipfel wurde bei Frost mit -10°C gemessen. Kahului Airport schwankte dagegen im Vergleich zwischen +36°C und +9°C.

Wandern
     Sehr beliebt sind Wanderungen durch die Mondlandschaft des Kraters. Ein Wanderwegenetz von 58 Km Länge führt durch den Nationalpark. Hier ist von Kurzwanderungen bis zu mehrtägigen Trails alles möglich.
     Im Krater können plötzliche Wetterumschwünge die Temperaturen an einem Tag von sehr heiß und sonnig bis sehr kalt wechseln. Feste Schuhe, Sonnenhut, Regenschutz, Sonnecreme mit hohem Lichtschutzfakto, Wanderkarten und vor allem Trinkwasser für den ganzen Tag (minimum 2 Liter pro Person) sollte jeder Wanderer mitführen.
     Auf dem unteren Bild sieht man eine Gruppe von Wanderern auf dem Sliding Sands Trail, aufgenommen mit einem starken Teleobjektiv vom Lookout am Besucherzentrum. Der Sliding Sands Trail ist eine schöne Tageswanderung, bei der man die einzigartige Landschaft erleben kann, er führt zum Ka Lua O Ka Oo Krater. In knapp 4 Stunden läuft man die 10 km und steigt dabei knappe 350 Meter ab, die man beim Rückweg allerdings auch wieder aufsteigen muss, deshalb sollte man sich nicht zu weit hinabwagen. Der Trail ist in gutem Zustand, ziemlich sandig, aber gut zu gehen. Die Luft ist dünn und man verliert jedes Zeitgefühl.
     Wer nun meint, mit von einem zweiten Startpunkt weiter unten an der Straße den Abstieg in den Krater sparen zu können, den muss ich enttäuschen: Der Kraterboden ist nicht eben, sondern senkt sich aufgrund von zwei Lavadurchbrüchen nach Norden und Südwesten etwas ab. Daher liegt der zweite Zugang in den Krater ebenfalls ca. 300 Meter über dem Kraterboden, wobei der Abstieg hier noch steiler und felsiger ist als vom Gipfel aus.

Aktivitäten
     Der Haleakala Highway ist die bekannteste Mountainbike-Strecke auf Maui, allerdings downhill. Man schließt sich meist einer der zahlreichen organisierten Touren an, das kostet ca. 60-80 U$. Früh am Morgen wird man im Kleinbus zum Gipfel gefahren und die Räder werden im Anhänger transportiert.
     Die Bikes haben Spezialbremsen, Handgelenke und die Sitzfläche werden wohl ziemlich beansprucht, für den Antrieb sorgt zumeist die Schwerkraft. Warme Kleidung wird zur Verfügung gestellt - meist einfarbige Schutzanzüge. Oben trifft man dann die blaue Gruppe, die grüne Gruppe, die rote Gruppe...
     Ein Führer fährt auf dem Bike voran, dann folgt die Gruppe und den Schluss bildet der Kleinbus. Überholt werden darf nicht. Wenn man als Autofahrer hinter so einer Gruppe hängt, hat man Pech. Überholen ist auf der kurvenreichen Strecke kaum möglich. Bei einem Stop wird die Kleidung gewechselt, dann hat der nachfolgende Verkehr eine Chance, vorbeizukommen...
     Die Teilnehmer haben mit widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen, eine Sonnengarantie gibt es oben nicht. Im eiskalten Wind mit Regen im Gesicht auf glatter Straße herunter rasen stelle ich mir nicht gerade als Fun vor. Ausserdem gibt es auf der eigentlich glatten Strecke auch quer über die Fahrbahn laufende Rinsale, Pfützen, herabgeschwemmtes Geröll, Steinschlag und Viehgitter - trotz Integralhelm nicht ohne Risiko. Mittlerweile sind die Veranstalter auch schon auf die Idee gekommen, dass nicht jeder im Herdenabtrieb fahren will und bieten auch Touren für Einzelpersonen an: At your own pace.
     Links zum Thema: mauidownhill oder bikemaui.
     Wer Lungen aus Eisen hat, der kann beim mörderischen "Run to the Sun" mitmachen, ein extrem beanspruchender Wettlauf auf den Gipfel des Haleakala. Der Rekord seht bei unter 5 Stunden, der Durchschnitt bei 8 Stunden.

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