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Hana
     Nach der langen, kurvenreichen Fahrt auf dem Highway 360 kommt einem die verschlafene Enklave Hana wie das Ende der Welt vor, hier erlebt man noch das Ambiente von Old Hawaii. Durch die Jahrhunderte hindurch hat der isolierte Ort eine Rolle in der Geschichte von Maui gespielt. Sie beginnt mit König Hua im 12. Jahrhundert, der seine Residenz hierher verlegte. 1786 wurde hier Königin Hana-Kaahumanu geboren, die Lieblingsfrau von Kamehameha I. Der kalifornische Großindustrielle Paul Hagan, ein Unternehmer aus San Francisco, baute 1946 das Hana Hotel und prägte den Namen "Heavenly Hana", mit dem auch heute noch geworben wird. Das Hotel wechselte allerdings bis heute mehrmals den Besitzer.
     Paul Hagan gehört nun die Hana Ranch, die sich mit über 5.000 Hektar Weidefläche der Pferde- und Rinderzucht widmet. Sie ist Hauptversorger der Region und die dunklen Rinder weiden auf den üppigen grünen Hügeln oberhalb von Hana.
     Wenn man sich vom Rest der Welt abschirmen möchte, ist Hana sicher eine gute Wahl, obwohl der Tourismus natürlich auch hier blüht. Die meisten Besucher Mauis fahren die Straße nach Hana und kommen zwangsläufig hierher, die wenigsten bleiben über Nacht. Nur 600 Einwohner leben ständig hier, eine Mischung aus echten Hawaiianern, Prominenten und junggebliebenen Blumenkindern der Hippiezeit. Einige Residenzen von ruhesuchenden Promis liegen abseits der Hauptstraße an den Hängen. Auch George Harrison soll hier wohnen, ganz in der Nähe seines Hauses ist der Blue Pool. Auf Bildern habe ich diese schöne Küstenstelle schon gesehen, leider hatten wir keine Zeit, danach zu suchen. Sicher war ich nicht das letzte Mal hier...
     Flugpionier Charles A. Lindbergh verbrachte die letzten Jahre seines Lebens ebenfalls in dieser Gegend und wurde 1974 in Kipahului bestattet. Sein Grab auf dem Friedhof der Palapala Hoomau Church ist ein beliebtes Ausflugsziel, obwohl es nicht besonders gekennzeichnet ist.
     Besonders spektakulär ist Hana nicht, Food-Gas-Lodging, das ist alles. Von der Hafenmole vor dem Kauiki Head aus hat man hat einen guten Blick auf den Haleakala im Zentrum der Insel, je nach Jahreszeit ist der Gipfel aber mit Wolken verhangen, weil man gerade auf der Regenseite ist. Der Hana Bay State Park hier ist die sicherste Schwimmstelle in Hana. Ausser schwarzbraunem Sand bietet Hana noch eine zweite Bucht mit rostrotem Strand, den so genannten "red beach" in der Kaihalua Bay. Diese kleine Bucht ist aber nur über einen verstecken Fußweg über den Kauiki Head, die Geburtsstätte der oben erwähnten Königin, zu erreichen..

Hasegawa General Store
     Kaum ein Reiseführer, in dem der Hasegawa General Store nicht erwähnt ist. Er dürfte das bekannteste Geschäft auf Hawaii sein, seitdem er sogar in einem bekannten Lied von Paul Weston's Band besungen wurde:
 
"Upon the island of Maui, far away from Waikiki,
there is a place called Hana that is heavenly,
and when you go there, you got to see
the Hasegawa General Store"

 
     Hier soll es einfach alles zu kaufen geben, was man bracuht. "You just name it - they have it there - in the Hasegawa General Store", so heißt es auch in dem Lied. Tatsächlich ist der Shop sehr urig, es gibt allerlei Nützliches, und natürlich auch gekühlte Getränke, Postkarten und den üblchen Touristenbedarf, denn ich glaube, jeder stopt hier an dieser Hütte mit Wellblechdach und einigen Einkaufswagen davor. Dabei ist der Laden nicht mal das Original: Vor einigen Jahren ist der Shop komplett abgebrannt, im alten Kino des Ortes wurde er neu eröffnet. Auch die Locals kaufen hier ein, der Parkplatz davor ist ständig voller Pickups und Geländewagen.

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