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OHEO GULCH
     Südlich von Hana geht es dann weiter auf dem Piilani Highway Nr.31 zum Kipahulu Valley, einer breiten und tiefen Schlucht, die sich vom Ostrand des Haleakala über 1.000 Meter tief bis zum Ozean hinzieht. Der obere Teil ist als Teil des Halekala Nationalpark geschützt und nur mit Permit zugänglich.
     Trotzdem ist das Kipahulu Valley vom Halekala eigentlich nicht zu erreichen, Zugang hat man nur auf dem Umweg über Hana. So bildet diese Schlucht einen eigenen Parkabschnitt. Wer es bis Hana geschafft hat, sollte die paar Meilen auf jeden Fall noch weiterfahren, sonst verpasst man nicht nur die schönsten Wasserfälle der Strecke, sondern auch atemberaubende Ausblicke aufs Meer und wilde Natur. Für große Wanderungen reicht die Zeit meist nicht, kurze Trips oder ein Badestop sind aber auch bei einem Tagesausflug drin. Die Strecke ist teilweise ziemlich kurvig und eng, besonders dort, wo es zwischen einigen Häusern mit Gartenmauern aus Lavasteinen hindurch geht. Achtung, Kinder, Tiere und Pickups kreuzen die Fahrbahn!
     Kipahulu ist sehr naturbelassen, Wanderer sollten auf jeden Fall mit Regen und glitschigen Matschwegen rechnen. Ausserdem mit Moskitoschwärmen, die sich sofort auf frisches Blut stürzen. Ohne Mückenschutz sollte man nicht losgehen. Ein primitiver Campground befindet sich in Meeresnähe. Trinkwasser gibt es hier nicht und muss mitgebracht werden. Am Parkplatz von Oheo Gulch befindet sich eine Rangerstation des Nationalparks, hier kann man sich über die Beschaffenheit der Wanderwege informieren. Von 9:00 bis 17:00 Uhr ist hier geöffnet. Eine Tafel vor dem Haus informiert über von Rangern geführte Wanderungen.

Wasserspiele
     Von einer alten Brücke, die das Kipahalu Valley überquert blickt man auf eine Reihe terrassenförmig ansteigender Felsbecken im Flusslauf, die durch Wasserfälle verbunden sind. Als ich im Sommer hierher kam, konnte man in einigen der Becken herrlich baden. Einige Verrückte sprangen sogar von der Brücke in den darunterliegenden Natur-Pool. Ab und zu plätscherte etwas Wasser über die Felsstufen von einem Pool zum nächsten in Richtung Meer.
     Im November, nach starken Regenfällen, war Baden in den tosenden Fluten nicht möglich. Ich staunte über die gewaltigen Wassermassen und die Wucht der Fälle. Die ruhigen Badepools hatten kräftig Strömung, über die trennenden Felsbarrieren brausten gischtende Fluten. Auf den oberen Bilder kann man erahnen, wie groß die Unterschiede sind. Links ist der Fall im Sommer zu sehen, auf der rechten Seite die Wassermassen im Winter. Der obere Teil des Kipahulu Valley erhält immerhin 635 cm Niederschlag im Jahr, wenn der Fluss anschwillt sind auch Wanderungen oft unmöglich.
     Warum die Gegend hier auch oft "7 sacred pools" genannt wird bleibt schleierhaft. Heilig sind sie nicht und sieben sind es auch nicht. Von den 4 Wasserläufen ist der Palikea der zugänglichste, am unteren Ende bildet er die als Oheo Gulch bekannte Schlucht. Auf 1,5 Kilometer Länge bildet er über 24 Wasserbecken, unzählige kleinere Auffangbecken und zahlreiche große und kleinere Wasserfälle, bevor er sich mit dem Meerwasser verbindet.
     Der schönste Wasserfall ist der 56 Meter hohe Makahiku Fall am Oberlauf, über einen 800 m langen Wanderweg zu erreichen. Auf der Suche nach dem tollen Blick stolpert man auf dem schmalen, schlammigen Fußweg über glitschige Baumwurzeln und Felsstufen. Im Schatten der idyllischen Bambushaine summen gierige Mückenschwärme. Je nach Körpergröße und aktueller Buschwerkshöhe hat man sogar freie Sicht auf den Fuß der Fälle - ich bekam natürlich nur grünen Wildwuchs zu sehen. Ganz in der Nähe lädt ein kleiner Pool zum Baden ein. Der Wanderweg geht dann noch 3 Km weiter zu den Waimoku Falls. Hier stürzt das Wasser über 120 Meter hohe Klippen in ein flaches Felsenbecken - das habe ich nicht mehr gesehen, weil mich in der herrschenden Hitze schon die ersten 800 Meter ausgepowert hatten.

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