Die Realität
Nun zur Realität, die der Werbung sehr entsprach:
Zuerst nahm der Katamaran mit Motorkraft Kurs auf Molokini. Das Ufer wurde kleiner und die Sonne brannte stärker vom Himmel. Es gab für alle genug Schatten, die meisten wollten aber vorne am Bug in der prallen Sonne schmoren.
Früchte und Getränke wurden gerreicht und wir erreichten Molokini, dort wurde geankert. Um uns herum waren noch eine Menge anderer Boote und viele Leute schwammen schon im Wasser herum. Das Boot hatte eine Treppe als bequemen Einstieg ins Wasser, die Crew sorgte sich rührend um Anfänger und demonstrierte den Umgang mit Maske und Schnorchel. Eine Rutsche verführte zum schnellereen Abgang ins knallblaue Wasser.
Schon vom Boot sah man jede Menge bunter Fische, im Wasser liegend hatte man den Eindruck auf einem riesigen Aquarium zu schwimmen. Was vorher vollkommen überfüllt aussah - selbst im Wasser schwimmend bemerkte man die anderen Schnorchler kaum. Die Unterwasserwelt zog uns sofort in ihren Bann. Der Grund war manchmal kaum zu sehen, was den Eindruck von Weite noch verstärkte und die Fische waren einfach wunderschön. Am liebsten wollte ich gar nicht mehr aus dem Wasser.
Nach ausgiebigem Schnorchelgang wurden die Anker wieder gelichtet und es ging weiter zum nächsten Stop: Turtle Town. Unser Skipper erzählte von den vielen Sea-Turtels, die wir da zu sehen bekommen werden und ich dachte im stillen: "Klar, die sind alle weg, wenn wir kommen." Noch während ich meine Flossen anzog, machte ein im Wasser auf einem Surfbrett sitzendes Crewmitglied uns auf eine Schildkröte aufmerksam, deren Kopf zum Luftholen aus dem Wasser ragte. Jetzt gab es kein Halten mehr. Hinein in das hier leicht trübe Wasser. Da! Was für ein Gefühl, wenn aus dem diffusen Licht plötzlich eine der riesigen Meeresschildköten von unten direkt auf mich zuschwimmt. Fantastisch! Die Werbung hatte nicht zu viel versprochen.
Von unserem Ankerplatz in Strandnähe hatte man einen herrlichen Blick auf die Küste und die sanften Hänge des Haleakala im Hintergrund. Auf der Rückfahrt zum Hafen wurden nun Segel gesetzt und die Fahrt ging im gleichmäßigen Passatwind unter Segel weiter.
Alles in allem war es ein fantastischer Tag, den ich jederzeit wiederholen würde. Es lohnt sich wirklich.
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