Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2000
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BLICKWINKEL
     In Oahu hat man viele wunderbare Möglichkeiten, auf das Häusermeer von Waikiki oder auf das Hinterland und die Suburbs der Millionenmetropole Honolulu zu schauen. Mein Tip für die drei besten Rundblicke ist, sie je nach Sonnenstand zu bestimmten Zeiten zu besuchen. Alle drei Aussichtspunkte kann man auch mit örtlichen Bussen ab Honolulu erreichen, wobei der Punchbowlcrater besser doch mit dem Auto aufgesucht wird, da man dann bei Einbruch der Dämmerung noch ein gutes Stück den Tantalus Drive zu verschiedenen wilden Lookouts hochfahren kann. Hier oben ist fast nichts los, bis auf ein paar Romantiker, die den Sonnenuntergang genießen.
 
Am Morgen: Diamond Head Krater
     Der markanteste der beiden erloschenen Krater, die das Stadtbild von Honolulu prägen, ist der Diamond Head. Wie der Bug eines Schiffes schiebt er sich ins Meer und wird wohl von jedem Touristen fotografiert. Um den phantastischen Ausblick auf Waikiki und den Strand zu genießen, muss man den Rand von der Inneseite erklettern, was allerdings gutes Schuhwerk und Kondition vorraussetzt.
     Von der Landseite aus führt ein Tunnel in den Krater. Der Aufstieg ist anstrengend, aber der Weg auf den 232 Meter hohen Gipfel lohnt sich. Am besten am frühen Morgen die Strecke zurücklegen, bevor die Sonne zu steil vom Himmel brennt. Bevor man den herrlichen Ausblick genießen kann, muss man ca. 1,6 km Holperwege, einige Treppenstufen und eine stockdunkle Wendeltreppe im Inneren des Berges erklimmen. Deshalb wird auch überall geraten, eine Taschenlampe mitzunehmen. Zum Schluß muss man dann noch durch einen Bunker klettern. Der gesamte Aufstieg ist aber in einer guten halben Stunde durchaus zu bewältigen. Das Bild oben vermittelt vielleicht einen Eindruck davon, welchen Ausblick ich gehabt hätte, wenn ich mich dazu hätte aufraffen können...
Am Mittag: Pali Lookout
     20 Minuten Fahrzeit von Honolulu entfernt windet sich eine Straße zu einem weiteren Aussichtspunkt. Wenn keine dicken Regenwolken in den Bergen hängen, fährt man am besten Mittags den Pali Highway hinauf zum Nuuanu Pali Lookout.
     Zuerst führt die Straße durch üppiges Grün mit Banyantrees, Ingwer, Bambus, Bananenstauden und anderen tropischen Gewächsen. Man kommt man an einer Ausfahrt zum "Queen-Emma-Sommerpalace" vorbei, bei Interesse lohnt sich hier ein Abstecher zur Besichtigung. Dann folgt auf dem Bergsattel die Ausfahrt zum Lookout.
     Von hier oben hat man hat wirklich eine herrliche Panoramaaussicht auf die Ostküste bis nach Kailua und Kanehoe. Meist ist es recht stürmisch, vor allem vorne an der Mauer sollte man seine Kamera gut festhalten, denn die Passatwinde fegen hart über den Pass. Die Felswände fallen hier mehrere hundert Meter steil ab zum Nuuanu Valley. Dort unten fand unter König Kamehamea I eine entscheidende Schlacht in der hawaiianischen Geschichte statt: Hier wurden die Krieger von O'ahu in den Tod gestürzt.
     Auf dem Bild oben sieht man auch ein Stück des umstrittenen Highway 3, der in der Reagan Aera zwischen den Militärbasen im Süden und Osten der Insel quer durch das Gebirge gebaut wurde. Ein großer Teil dieser Autobahn ist auf hohen Betonstelzen errichtet und schlängelt sich als Brücke zwischen den Bergen hindurch, um schließlich am Scheitelpunkt in zwei riesigen Tunnelröhren zu verschwinden.
Am Abend: Punchbowl Krater
     Der zweite alte Krater heißt wegen seiner Grösse und Form einfach "Punchbowl" - Punschschüssel - und so nennen ihn auch die Militärs, die in seinem Inneren einen riesigen Ehrenfriedhof mit fast 30.000 Soldatengräbern angelegt haben. Eine große Ehrenhalle zeigt die Namen von über 18.000 vermissten Soldaten. Am 1.Mai ist Memorial Day, dann kommen Pfadfinder und schmücken die Gräber mit Fähnchen und Leis - hawaiianischen Blütenkränzen.
     Der Friedhof ist mit dem Auto zu befahren und am Kraterrand gibt es eine Aussichtsplattform. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf Honolulu, Waikiki und den Nachbarkrater Diamond Head. Möchte man diesen Anblick auch bei Nacht genießen, muss man leider diesen Aussichtspunkt verlassen, da der Friedhof bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen wird.
     Am besten fährt man weiter den Tantalus Drive, eine Straße, die sich in Zickzackkurven steil und eng den Berg hochwindet. Hier sind viele Aussichtspunkte, von denen man einen guten Blick auf das nächtliche Honolulu hat. Auf der einen Seite blickt man nach Downtown, der nächste Haltepunkt schaut in Richtung Waikiki. Hier bleibt man, bis es ganz dunkel ist und geniesst die Lichter der Großstadt. Beim Herunterfahren ist unbedingt auf unbeleuchtete Radfahrer und Rollerblader zu achten, die die Strecke für eine Abfahrt nutzen.

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