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PARKS

Die Metropole Delhi hat überraschend viele Parks, wer mit dem Auto ein wenig umherfährt, der sieht mehr Grün als erwartet. Vor allem in der Reißbrettstadt von New Delhi, dem Regierungsviertel, gibt es einiges an Gärten, Parks und Grünflächen.

Der bekannteste ist der Lodhi Garden, an der gleichnamigen Straße in Süd-Delhi gelegen. Er ist Teil des moslemischen Erbes Delhis. Denn der mehrere Hektar große Park beherbergt einige Grabmäler sowie in seiner Mitte eine alte Moschee aus der Zeit der Lodhi-Dynastie. Bara Gumbad (Big Dome) wurde 1494 erbaut. Mohammad Shah(1450), Mubarak Shah(1433) und Ibrahim Lodhi(1526) wurden hier in prächtig gestalteten Grabmählern bestatt. Dieser Stil wurde dann später auch bei der Konstruktion des Taj Mahal benutzt. Daneben gibt es weitläufige Rasenflachen, wunderschöne alte Bäume, Teiche und blühende Sträucher. Dies dient nicht nur der Erholung der Menschen, es ist auch für die Vogelwelt interessant. Viele, zum Teil auch seltene Vogelarten sind je nach Jahreszeit wechselnd hier zu finden. Und die vielen schattigen Plätzchen, gut versteckt hinter Büschen und Bäumen, sind ein bevorzugter Treffpunkt für junge Liebespaare.

Der Sanjay Park ist eine grüne Oase mit einem See, hier treffen sich gerne Läufer und Fitnessfans. Im Central Park gibt es als Attraktion diverse Springbrunnen. Sonntags findet hier der Sunday Food Bazaar statt und an seinem Rand gibt es immer diverse kulturelle Veranstaltungen, ein Blick in die örtliche Tagespresse lohnt sich für genauere Informationen. Auch die Grünflächen rund um das India Gate sind an Sommerabenden sehr beliebt.

Einer der bedeutendsten Mogul-Gärten in der Stadt ist der Shalimar Garden, gelegen in einem Vorort. Hier übernachteten die Mogulherrscher in der ersten Nacht auf dem Weg ins ferne Kaschmir und Lahore. Im Jahr 1658 wurde Aurangzeb hier als Herrscher gekrönt.


Raj Ghat

Inmitten einer großen und gepflegten Parkanlage am Ufer des Flusses Yamuna befindet sich das Raj Ghat. Hier wurden die größten Politiker der indischen Nation eingeäschert. Die Verbrennungsstätten, an denen die leiblichen Überreste dem Feuer übergeben wurden, kann man besuchen. Sie sind heute als Gedenkstätten gestaltet und zahlreiche Inder pilgern hierher um Blumen abzulegen und das obligate Erinnerungsfoto zu machen. Räumlich voneinander entfernt findet man in dem weitläufigen Park folgende Gedenkstätten: die berühmteste von Mahatma Ghandi (ermordet 1948), die von Jawaharlal Nehru (gestorben 1964), von Lal Bahadur Shastri (gestorben 1966) , von Sanjay Ghandi (gestorben 1980), von Indira Ghandi (ermordet 1984), von Jagjivan Ram (gestorben 1986), von Choudhary Charan Singh (gestorben 1987), von Rajiv Ghandi (ermordet 1991) und von Zail Singh (gestorben 1994).

Mahatma Ghandi ist nicht verwandt mit den anderen Ghandis, die dort bestattet wurden. Indira Ghandi war die Tochter von Jawaharlal Nehru, der Indiens erster Premier-Minister nach der Unabhängigkeit wurde - zuvor war er über 20 Jahre im Widerstand gegen die Briten. Rajiv und Sanjay Ghandi sind die Söhne von Indira Ghandi, die beide ebenfalls in die Politik gingen. Lal Bahadur Shastri und Choudhary Charan Singh waren ebenfalls Premierminister. Zail Singh war der erste Sikh aus dem Punjab, der ein hohes offizielles Amt bekleidete: Präsident von Indien.

Wir besuchten zuerst die Samadhi (Verbrennungsstätte) Shakti Sthal von Indira Ghandi, die durch einen riesigen grauen Monolithen gekennzeichnet ist. Die Lieblingssteine der Verstorbenen wurden hier im Garten ausgelegt. Man findet vor allem wunderbar glatte und runde Exemplare, die von den Wassern des Himalayas ausgewaschen und als Gartenschmuck hierher transportiert wurden.

Das bekannteste und weitläufigste Memorial im Park ist das für Mahatma Ghandi. Viele Inder laufen in stillem Gedenken vorbei an dem schwarzen Marmorblock in der Mitte der Anlage. Er markiert die Stelle, an der die Verbrennung am 31. Januar 1948 stattfand. Eine ewige Flamme brennt an der Seite. Bevor man das Memorial betritt, sollte man die Schuhe ausziehen. Da es kein Dach und keine Wände gibt, kann man die Szenerie auch von oben betrachten. Bei unserem Besuch waren gerade einige Schulklassen vor Ort.


Bahai Tempel

Ebenfalls von grünen Rasenflächen umgeben ist der prächtige Bahai Tempel, der in Form einer riesigen Lotosblüte erbaut wurde und daher im Volksmund auch Lotostempel genannt wird. Er wurde im Jahr 1986 fertig gestellt und ist ein Meilenstein moderner Architektur und ein Wahrzeichen der Stadt. Die weißen Blütenblätter sind geschlossen und rundum befinden sich Teiche, die ebenfalls in Blütenform angeordnet wurden. Das Ganze erinnert ein wenig an die Oper in Sydney. Der Innenraum ist eine riesige Halle, hier herrscht Sprechverbot.

Die Bahai errichten weltweit ihre Häuser der Andacht, die der Einheit der Religionen gewidmet sind und allen Menschen offen stehen. Jeder kann den Tempel und das angeschlossene Informationszentrum besuchen, der Eintritt ist frei. Wir haben an einem Samstag dort angehalten, aber die Menschenmassen haben uns von einem Besuch abgehalten, für den man bei großem Andrang mit Sicherheit einiges an Zeit braucht.

Wer mehr über die Bahai Religion erfahren möchte, der findet auf der Seite www.geistigenahrung.org umfassende Informationen in Deutsch.



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Übersicht der Parks


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Video zum Thema

Video vom Lotus Tempel in New Delhi

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