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ELEFANTENSTAU

Wer immer schon mal auf einem Elefanten reiten wollte, der hat am Fort von Amber die beste Gelegenheit dazu. Reist man in einer Gruppe, ist der Elefantenritt eigentlich meistens schon im Reisepreis enthalten.

So wie die Maharajas des 16. Jahrhunderts überwinden heute die Touristen auf dem Rücken eines Elefanten den Anstieg zum Palast. Menschen aus allen Ländern warten geduldig in langen Schlangen, während sie gleichzeitig versuchen, sich der aufdringlichen Straßenhändler und Bettler zu erwähren. Die laufen auch oft noch neben den bunt bemalten Reittieren her und preisen ihre Waren an. Den Tieren geht es heute besser als in früheren Zeiten, als sie Kriegselefanten waren oder zum Vergnügen der Hofgesellschaft gegeneinander gehetzt wurden. Auf ihren Rücken schaukeln jetzt Touristen für 300 Rupien zum Fort hinauf und dann lassen sie sich gerne für weitere 50 Rupien mal kurz den Rüssel streicheln.

Wir hatten den Ritt nicht gebucht und waren vor Ort dann auch ganz froh darüber. Denn in den letzten Jahren hat sich am Amber Fort einiges geändert. Nach einem tragischen Unfall, der sich Mitte September 2005 durch einen wild gewordenen Elefanten ereignete, hat die Regierung Rajasthans neue Regeln aufgestellt. Die Tiere gingen früher den schmalen, steilen und zickzack geführten Weg zusammen mit den Fußgängern. Es gibt eine besonders enge Kurve, hier drängeln sich dann gleichzeitig mehrere Tiere. Wenn diese aus irgendeinem Grund in Panik geraten dann sieht es für die dazwischen laufenden Menschen verständlicherweise schlecht aus.

Nach dem Unfall dürfen nur noch zwei Personen, früher waren es vier, auf einem Elefanten reiten, und jedes Reittier darf nur noch dreimal pro Tag eingesetzt werden. Dies findet immer am Morgen statt, so dass fast alle westlichen Besucher zu dieser Tageszeit von ihren Guides hierher geführt werden. Am Nachmittag kommen dann mehr die indischen Reisegruppen. Eine Vorausbuchung der Elefanten ist nicht möglich, die reitwilligen Besucher müssen erst einmal Schlange stehen. Wer Glück hat, der ist schnell oben, in der Hochsaison im Winter kann es auch mehrere Stunden dauern, bis man von einer bequemen Plattform aus den oft bunt bemalten Elefanten besteigen kann.



Jaleb Chowk

Wer auf das Reiten der Elefanten verzichten kann, der hat neuerdings Glück und muss nur noch für wenige Meter den gefährlichen Weg neben den Elefantenbeinen gehen. Denn abseits des Elefantenweges hat man eine Treppe neu erbaut oder zumindest verbreitert und renoviert, über die man bequem innerhalb von 10 Minuten bergauf bis fast zum Haupttor gehen kann. Ein paar Meter kurz vor dem letzten Tor, endet die Treppe und man geht mit den Elefanten zusammen durch ein Vortor zum Suraj Pol (Sonnentor) in den riesigen Innenhof. Einmal muß man beim Aufstieg den Elefantenweg kreuzen, die Elefantenführer, die bergab unterwegs sind, halten gerne ihre Tiere an und zeigen stolz die prächtige Bemalung.

Von hier hat man auch eine schöne Aussicht auf das Wasser des Maoto-Sagar-Sees zu Füßen der Palastanlage. Umgeben ist das Fort von einer 18 Kilometer langen Mauer. Unterwegs auf der Treppe kamen wir an einer Mauer vorbei, an der im November 2006 noch umfangreiche Restaurierungsarbeiten mit Bambusgerüsten durchgeführt wurden. Unter den Abeitern waren auch viele Frauen, die Körbe mit Schutt auf den Köpfen wegtrugen.

Im weiträumigen Innenhof namens Jaleb Chowk, auf dem sich unzählige Menschen drängen und wo Affen und Elefanten sich ein Stellichein geben, ist stets eine Menge los. Hier treffen Reisegruppen auf Führer, Pilger, Gärtner und Bauarbeiter. Hier ließen früher die Besucher des Regenten ihre Pferde und Elefanten zurück und es handelt sich um den jüngsten Teil der Anlage, erbaut kurz vor der Verlegung der Hauptstadt nach Jaipur.

Von der Festungsmauer nahe dem Exerzierplatz aus erblickt man einen sehr alten Tempel unten in Amber. Der Jagat Shiromani Tempel wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist berühmt für seine Skulpturen. Ein weiterer berühmter Tempel befindet sich in einer Ecke des Innenhofs, rechts neben der Treppe, die zur nächsten Ebene führt. Der Shila Devi Tempel mit einer Figur der Göttin Kali, die nach einem erfolgreichen Feldzug im Auftrag Akbars zu Beginn des 17.Jh. aus Bengalen nach Amber gebracht worden war, lockt viele Pilger hierher. An der Türe befinden sich kunstvolle Silberarbeiten und zu Füßen des Idols liegen silberne Löwenfiguren. Fotografieren ist im Tempel verboten und vor dem Betreten muss man sich seiner Schuhe, Lederbekleidung und sogar der technischen Ausrüstung entledigen, um den Tempel nicht zu entweihen. Vor dem Tempel warten Affen auf fütternde Besucher.




Video zum Thema

Amber Fort Elephane Ride

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