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SOMMERPALAST

Der untere Teil des riesigen Palastkomplexes ist der so genannte Winterpalast mit einigen Sehenswürdigkeiten wie dem Palasttor, der Audienzhalle, dem Spiegelsaal und dem Elefantentor. Weiter oben schließt sich dann der luftigere und kühle Sommerpalast an mit seinem prächtigen Mogulgarten, den Pavillons, der Halle der Zufriedenheit und dem Haremsbereich an. Infos und Bilder zum Winterpalast gibt es auf einer eigenen Seite.

Vom Sheesh Mahal, dem Spiegelsaal aus geht es weiter bergauf in die anderen Innenhöfe. Der Weg führt durch zahlreiche, enge Gänge. Hier, im privaten Bereich, konnten die durch zahlreiche Raubzüge und Beteiligungen an Kriegen zu Macht und Reichtum gelangten Herrscher in angenehmer Umgebung entspannen. Umgeben von schönen Frauen, kühlendem Wasser und üppigem Grün - in der ariden Umgebung ein fast unvorstellbarer Luxus.

Auf dem Dach über dem Sheesh Mahal befindet sich der Pavillion Jas Mandir. Mit seinen durchbrochenen Fenster ist er wohl eines der beliebtesten Fotomotive in Amber, auch wenn man lange warten muss, bis die Terrasse mal ohne Menschen ist. Denn alle wollen hier den herrlichen Blick ins Tal genießen. An heißen Tagen wehte hinter den Ornamenten immer eine kühle Brise.

Der Weg führt weiter durch schmale Gänge, versteckte Innenhöfe und vorbei an so manchem verzierten Erker bis zum Sukh Niwas. Das wird je nach Quelle mit "Halle der Zufriedenheit" oder "Saal der Freuden" übersetzt, was ja recht unterschiedliche Interpretationen zuläßt. In der Mitte befindet sich ein in Marmor gefasster Kanal, der im Inneren des Hofes Kühlung verschaffte. Er wurde zusätzlich noch mit Rosenblättern gefüllt und jeder Windhauch, der durch die offenen Gitterfenster strich, sorgte so für Wohlgeruch. Ein raffiniertes, aber einfaches Kühlsystem. Zusätzlich tropfte aus einem Rohr Wasser auf vor den Fenstern hängende Grasmatten, durch welche wiederum der Wind strich und so angenehme Kühle spendete.

Der Blick auf den Mogulgarten Charbagh mit dem gepflegten und erfrischenden Grün war wohl äusserst entspannend in der heißen Jahreszeit, die Untertanen im heißen Tal hatten solchen Luxus nicht.



Im Harem

Über die Terrasse des Jas Mandir gelangt man in den letzten Hof, der heute als Zenana (Harem) bezeichnet wird. Hier befindet sich jedoch eigentlich der ursprüngliche Kern des Palastes. Der Maharaja von Amber hatte 12 Frauen und dazu natürlich zahlreiche Konkubinen, so war es damals üblich. Er brauchte dafür 12 getrennten Wohnungen und einen Harem, diese Räumlichkeiten findet man hier im ältesten Teil der Anlage. Die Ranis wohnten im Erdgeschoss des Palastes, mit reich verzierten Wandelgängen aus Marmor. Die Zimmer für die Konkubinen befanden sich im Obergeschoß im Harem. Dieser wurde von Eunuchen bewacht, deren einzige Aufgabe es war keinen potenten Mann hereinzulassen.

Um Zwist und Eifersucht zwischen den einzelnen Damen zu vermeiden, führten von den Privaträumen des Herrschers 12 versteckte Treppen in die einzelnen Wohnungen. So wusste keine der Frauen, welche gerade in der Gunst des Maharajas stand. Das ganze System war sehr ausgeküngelt, so dass sich die Frauen nur am Gemeinschaftsplatz gegenseitig sahen.

Vom Haremsbereich aus hat man über die Mauern einen Blick auf den Ort hinunter und auf einige staubige Innenhöfe. Auch das oberhalb gelegene Jaigarh Fort auf dem Gipfel ist von hier aus gut zu sehen. Ein Teil der Anlage ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, denn hier wird gerade kräftig renoviert und restauriert und man blickt hinab auf Staub und Bauarbeiten. Waghalsige Gerüste aus Bambus ziehen sich die Wände entlang. Wie so oft in Indien sind es hier die Frauen, die Körbe mit Bauschutt schleppen und im Innenhof auslehren. Esel transportieren die Lasten dann weg, es ist eine graue Welt und ein starker Kontrast zur Pracht im Palast. Nur die Saris der Frauen sind Farbtupfer zwischen all dem Schmutz und Staub.




Video zum Thema

Amber Fort

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