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B.R.HILLS

Das knapp 540 qkm große Naturreservat namens Biligiri Rangaswamy Sanctuary, meistens kurz einfach B.R. Hills genannt, liegt 150 Kilometer von Bangalore und 100 Kilometer von Mysore entfernt.

Auf einer mittleren Höhe von 1.150 Meter im Kreis Kemmannagundi im Bundesstaat Karnataka gelegen, ist es eine einzigartige Mischung aus dem Resort von Jungle Lodges im Zentrum und dem Wildlife Sanctuary rundum. Hier findet man neben sanften Hügeln und Tälern vor allem wunderschöne Laubwälder, in denen viele Tiere leben.

Das B.R. Hills Wildlife Sanctuary bildet ein wichtiges Bindeglied zwischen den östlichen und dem westlichen Ghats. Der Fluss Cauvery fließt im Südosten und macht hier eine scharfe Wendung in Richtung Norden. Die wichtigsten Tierarten in dieser von nicht-indischen Touristen wenig besuchten Wildnis sind Gaur, Chital, Sambhar, Lippenbären, Elefanten, Leoparden und Tiger. Über 200 Vogelarten, darunter eine seltene Drongo-Art und die majestätischen Schopfadler können hier beobachtet werden.

Ein kulturelles Highlight ist der auf einer Bergkuppe gelegene Biligiriangaswamy Tempel. Das B.R. Hills Wildlife Sanctuary ist das ganze Jahr über geöffnet. Aber die beste Zeit das Sanctuary zu besuchen ist von September bis Mai.



Die Soliga

Im Gebiet der B.R. Hills lebt das indigene Volk der Soliga. Der Name bedeutet "Kinder des Bambus" und sie leben vom Wald, wo sie Honig, Beeren und Holz ernten. Für den Eigenbedarf werden Erbsen, Bohnen, Kürbisse und Hirse angebaut.

Im Jahre 1974 wurde von der Lokalverwaltung ein Tigerschutzgebiet in Karnataka eingerichtet und die eigentlich dort lebenden Soliga wurden in die Biligirirangan Berge zwangsumgesiedelt, in deren Umfeld heute ca. 20.000 Menschen aus diesem Stamm leben. In den Biligrirangan Hills selbst sind es etwa 2.000, der Rest lebt rund um Yelandur und Kollegal im Distrikt Chamarajanagar. Gesprochen wird hier Soliganudi, eine altertümliche Art der Landessprache Kannada.

Seit Oktober 1999 gibt es in Indien das Ministry of Tribal Affairs, mehr dazu auf der Webseite: tribal.gov.in

Die Soliga bekamen nach jahrelangen Verhandlungen vor Gericht das Recht zugesprochen, im dem Rangaswamy-Temple-Tiger-Schutzgebiet Holz zu sammeln, Walderzeugnisse zu nutzen und diese auch zu verkaufen. Damit greift der "Forest Rights Act", der es den Soliga erlaube 60 Prozent des Parks zu nutzen, darunter auch Teile des Kerngebietes. Mehr dazu auf der Webseite von www.survivalinternational.org.

Wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Naturschutz ohne die Menschen, die mit den Tieren zusammenleben, nicht funktioniert und hier auch ein Umdenken stattfindet. Die Soliga arbeiten mit der Regierung von Karnataka zugunsten des Naturschutzes zusammen, sie stellen ihr traditionelles Wissen zur Verfügung und arbeiten in den umliegenden Hotels als Guide. So können sie den meist indischen Besuchern aus den Städten und den wenigen Ausländern, die sich hierher kommen, ihr Wissen über Tiere und Pflanzen in der Region vermitteln. Das Wissen, dass die Soliga über die Wälder der Western Ghats besitzen, kann wesentlich zum Erhalt der Biodiversität eingesetzt werden.




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Biligiri Rangaswamy Hills


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