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MADIKERI

Die Region Coorg (gesprochen Koor) liegt 150 km westlich von Mysore in den Westghats, deren Ostausläufer in das Mysore Plateau übergehen.Sie wird nochmals in drei Bezirke (Taluks) aufgeteilt: Madikeri mit Sitz der Regionalverwaltung, Somwarpet und Virajpe. 1956 kam Coorg als Distrikt Kodagu zum Bundesstaat Mysore, der dann 1973 in Karnataka umbenannt wurde. Kodagu ist eigentlich der richtige Namen, ursprünglich sogar Kodaimalenadu.

Für die Übersetzung gibt es verschiedene Erklärungen. Zum einen einem heißt es, Kodagu sei aus dem Kannada-Wort Kudu abgeleitet worden, was steil oder hügelig bedeutet. Es könnte auch vom Land genannt Krodha Desa abgeleitet worden sein oder vom Fluss namens Kaveri. Andere Quellen sagen Kod=geben und Avva=Mutter. Die Form Coorg wird oft von Europäern genutzt, steht aber vor Ort auch auf Straßenschildern, auf denen man meist die englischsprachige Schreibweise findet. Alles sehr verwirrend, daher bleibe ich hier bei der bekannteren englischen Schreibweise Coorg.

Anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Gründung Karnatakas im Jahr 2006 beschloss die Regierung des Bundesstaates, die englischen Namen von 13 Städten in Karnataka in ihre Kannada-Namensformen zu ändern. Da die indische Zentralregierung der Namensänderung bisher nicht zugestimmt hat, ist der Umbenennungsprozess aber noch nicht abgeschlossen. Die Hauptstadt von Coorg namens Madikeri wird in Kannada dann zurück ins westliche Alphabet transformiert Mercara geschrieben.

Die Region erstreckt sich über eine Gesamtfläche von ca. 4.100 km². 100 Kilometer sind es vom Hemavathi Fluss im Norden bis hin zum Bhramagiri in Süden. In der Breite sind es 60 km von den Bergen im Westen bis nach Sampaje in Kushalnagar im Osten. Die Distrikthauptstadt Madikeri liegt auf 1.116 Metern Höhe, nach Osten hin flacht die Landschaft auf rund 800 Meter ab. Die höchsten Berge hier sind der Pushpagiri mit 1.715 Metern und der Kotebetta bei Madikeri mit 1.683 Metern.


Homestays und Restaurant

Wir waren in Madikeri und Umgebung zwei Tage lang unterwegs, allerdings doch etwas angespannt, weil unser ursprünglich gebuchtes Hotel nur einen Tag vor unserer Ankunft die beiden ein halbes Jahr zuvor gebuchten Übernachtungen abgesagt hatte. Daher haben wir leider ganz versäumt, in Madikeri selbst ein paar Bilder zu machen, auf dieser Seite sind daher ein paar aus der Region rundum zu sehen.

Als Gast kann man heute hier überall sehr gut wohnen, man nennt die private Art der Unterbringung Homestay und als Tourist sollte man sich das nicht entgehen lassen. Viele Plantagenbesitzer haben ihre meist alten und wunderschönen Häuser geöffnet. Meist gibt es nur wenige Zimmer und man wird von den Angestellten der Hausherren, die das ganze Jahr im Haus leben und es pflegen, sehr persönlich bedient und verköstigt. Die Umgebung ist meist üppig grün und Vogelliebhaber kommen hier mit Sicherheit voll auf ihre Kosten.

Wir haben jeweils eine Nacht im Silver Brook Estate nahe Madikeri und im Berry Lane Estate 35 km südlich von Madikeri nahe dem kleinen Ort Ammathi verbracht. Beide Unterkünfte waren sehr schön und typisch für die Region.

Doch nun kurz ein paar Worte zum Mittagessen in Madikeri: Angelockt von einer dominanten Werbetafel am Straßenrand, die uns bestes Essen versprach, kamen wir am späten Mittag zum Raintree Restaurant.

Es liegt zentral hinter dem Rathaus und wir wurden hier sehr herzlich empfangen, natürlich wollte man wissen, wie wir den Weg hierher gefunden haben. Das Restaurant befindet sich in einer Senke hinter dem Zentrum in einem historischen Gebäude, in dem schon mal Ghandi gewohnt hat. Es gibt gepflegte und saubere, kleine Gasträume, die gut besetzt waren.

Das Menü ist umfangreich, man wies uns jedoch gleich darauf hin, dass einige Gerichte saisonal bedingt nicht zu haben seien und fragte uns, worauf wir Hunger hätten. Wir wünschten uns Paneer, den indischen Käse. den wir bis dahin nirgendwo bekommen hatten, dazu ein vegetarisches Gericht und Brot. Die genaue Zubereitungsform überließen wir einfach dem Manager, der sehr gut Englisch sprach.

Was folgte, war vom Feinsten: dicke Scheiben in Gewürzen und mit Gelbwurz gebratenem Käse, dazu eine helle Sauce mit verschiedenem Gemüse als Einlage. Dazu wurde uns das leckerste Appam serviert, dünnes weiches Brot, ganz leicht gebräunt am Boden. Davon haben wir gleich zwei Portionen verdrückt.

Als Nachtisch empfahl man mir dann eine spezielle Süßigkeit, an die ich noch heute gerne zurückdenke. Es nannte sich laut Speisekarte Elaneeru Payasan, wobei Elaneeru wohl der örtliche Name für Kokosnuss ist. Das ganze war eine Art sehr leckeres, dicklichflüssiges Eis mit Mandeln und Nüssen. Fantastisch. Die Rechnung betrug am Ende dann 393 Rupies .



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