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HAMPI BAZAAR

Die Region um Hampi ist UNESO Weltkulturerbe mit riesiger Ausdehnung und Hampi ist ein eher ärmliches Dorf, das sich zwischen den Ruinen einer ehemaligen Weltstadt eingenistet hat. Die Ruinen der einst strahlenden Metropole Vijayanagar ziehen heute Besucher aus aller Welt an. Etwa 200 Jahre lang herrschte hier Dank des Handels mit Juwelen, Gewürzen und Baumwolle großer Wohlstand. Zu dieser Zeit soll die Stadt von ca. 1 Million Menschen bevölkert gewesen sein, aber am Ende wurde sie im Jahr 1545 durch den Einfall muslimischer Soldaten nahezu vollständig zerstört.

Unmöglich, alle Reste dieser Kultur bei einem Besuch zu sehen, dafür würde man Wochen brauchen und sollte am besten ein Moped zur Fortbewegung mieten. Leider hatten wir nur 4 Übernachtungen vor Ort, davon war ich einen ganzen Tag krank. Wir haben trotzdem eine Menge gesehen, aber für uns steht fest: Da müssen wir irgendwann noch einmal hin, denn es gibt noch eine Menge Tempel und Ruinen zu erkunden.

Dies ist ein ganz besonderer Ort in Indien. Sicherlich war es dort vor Jahren noch viel schöner, als der Tourismus noch nicht die Preise und die Leute vor Ort beeinflusst hat. Aber das ist ja leider überall auf der Welt so und in Hampi kann man immer noch genügend Flair spüren.

Im Laufe der 1990er Jahre wurde Hampi verstärkt zu einem touristischen Reiseziel. Beim Fluss und in unmittelbarer Nähe der Tempelanlagen, besonders in der Nähe des Virupaksha-Tempels, wurde Hampi innerhalb weniger Jahre deutlich erweitert. Wo sich vorher freies Land befand, befinden sich nun Gästehäuser, Shops, Wechselstuben mit Internet und Restaurants. Die steilen Granitfelsen ziehen auch Kletterer aus aller Welt an, die hier ihr Paradies finden.

Aber es geht das Gerücht um, dass diese störenden Neubauten abgerissen werden sollen und in einiger Entfernung wieder aufgebaut, damit der Status des Weltkulturerbes nicht gefährdet wird. Die meisten Gästehäuser liegen auf der anderen Seite des Tungabhadra River, man muss mit einem Boot übersetzen. Dort bekommt man auch Alkohol.

Die Region um Hampi ist sehr trocken und heiß. Der von der indischen Regierung in der Nähe gebaute Tungabhadra-Staudamm versorgt die Gegend mit elektrischem Strom. Zwischen dem vom Fluss bewässerten Grün liegen überall riesige Felsmurmeln, wie auf den Seychellen, nur ohne Meer. Und auf der gesamten Fläche findet man verstreute Monumente aus alter Zeit: Tempel, Ruinen von einfachen Häusern, Wassertanks, Bäder, Paläste...



The Mango Tree

Aus Zeitmangel und wegen Krankheit waren wir leider nur ein Mal für ein paar Stunden in Hampi Bazaar, das Verpasste werden wir irgendwann nachholen. Unser Fahrer vom Sloth Bear Resort setzte uns am Restaurant "The Mango Tree" ab und wartete dort auf uns.

Das Mango Tree liegt idyllisch direkt am Fluss und ist das bekannteste Restaurant im Ort und war mittags fast nur von Übersee Touristen bevölkert. Es liegt ca. fünf Fußminuten außerhalb von Hampi mitten in einem Bananenhain. Das Essen wird draußen auf Terrassen serviert, man kann an Tischen sitzen oder auf dem Boden auf Matten vor Steintischen. Die Auswahl auf der Karte zeigt eine beeindruckende Vielfalt internationaler Küche.

Das Publikum in Hampi Bazaar besteht hauptsächlich aus der Traveller Szene, die meisten kommen wohl mal eben von Goa rüber und laufen dann leider auch so wie am Strand herum. Mit tief ausgeschnittenem Sonnentop, aus dem der BH guckt, knappen Shorts oder den ganzen freien Rücken voller Tatoos. So, wie die Inder schauen, ist da so manches Mal Fremdschämen angesagt.

Auch im Mango Tree war es spannender die Leute zu begucken als den Fluss. Die Kellner sind flink und bringen Israelische Gerichte und Pasta zu den Tischen. Besonders zu empfehlen sind hier die Lassis, besonders Mango Lassi ist köstlich.

Das Essen ist ganz gut für so eine Touristenklitsche, die Momos waren lecker. Aber indisch wir haben im Hotel besser gegessen.

Leider haben wir aus Versehen fast alle Bilder, die wir dort gemacht haben, gelöscht.



Am Virupaksha Tempel

Nach dem Essen spazierten wir noch ein wenig im autofreien Ort herum, was sehr angenehm ist. Das Dörfchen besteht aus dem Hauptbasar und einigen Nebenstraßen, ein Busbahnhof befindet sich etwas außerhalb. Selbst die Rikshaw-Fahrer dürfen nur in Ausnahmefällen ins Dorf fahren. Wir waren sehr überrascht, wie sauber es hier war, es gibt sogar Mülleimer.

Weniger angenehm ist natürlich die ständige Ansprache der fliegenden Händler, die hier Sonnenbrillen, Hüte, Muschelkram, Schirme, Schmuck und allerlei sonstigen Krimskrams verkaufen. Wir sahen eine Verkäuferin sogar in Tracht aus Rajasthan, sie freute sich als wir das erkannten. Sie hatte sich von einem Russen in Rubel bezahlen lassen und wusste gar nicht, wie viel das Geld wert war. Wir leider auch nicht...

Das Angebot im kleinen Ort ist ganz angepasst an den Geschmack von Europäern und Israelis. In fast allen Restaurants gab es Nudelgerichte, Pizza und sogar Nutella (Nutella-Chapati). Selbst Lavazza Kaffee aus Italien war im Angebot, dabei wächst der leckerste indische Kaffee direkt um die Ecke.

Vorbei am Manmatha Tank erreicht man den Virupaksha Tempelkomplex, den ältesten Tempel im Hampi. Er ist ein wichtiges Wallfahrtszentrum für die Anbeter von Shiva und wird heute gleichermaßen von Touristen und Pilgern besucht. Einritt ist frei, aber um eine Spende wird gebeten.

Vor dem Virupaksha-Tempel sind ebenfalls viele bunte Stände der Haupteinkaufsstraße. Hier tobt das Leben und Kühe versuchen, an die Bananen der Verkäuferinnen zu kommen. Auch die frechen Affen, sie auf den Hausdächern sitzen, lauern auf Beute.


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Hampi Bazaar


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