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AM KANAL

Der Naturführer namens Mahesh vom Sloth Bear Resort, in dem wir 4 Nächte verbracht haben, ist ein großer Vogelfreund. Was für ein Glück für uns, denn in der Region leben eine Menge schöner Vögel. Da wir auch Interesse bekundeten, bot man uns eine Bird Watching Tour an. Da ich nach einem Tag mit Darmproblemen immer noch nicht fit genug war, um längere Strecken in der Hitze zu Fuß zu gehen, kam mir eine Ausfahrt im Jeep gerade recht. Zusammen mit dem netten Fahrer Venkatesh starteten wir dann direkt nach dem Frühstück.

Der erste Stopp war quasi direkt gegenüber, auf dem Gelände des Forest Department Nature Camp auf dem das Forest Department ein Gästehaus unterhält. Dort stapften wir eine Weile im Vorgarten gleich hinter dem Gate herum und entdeckten zwei dort wohnende Perlkäuze. Unsere ersten Eulen in diesem Urlaub, es sollten noch andere folgen.

Eines der Tiere hatte ein schiefes Auge, das Lid hing ein wenig herunter. Leider waren sie ziemlich scheu und flogen gleich fort, wenn man sich näherte.

Danach stiegen wir wieder in den Jeep und fuhren in Richtung Kamalapur. Nach wenigen hundert Metern erreichten wir den Bewässerungskanal, in dem sich nur noch ganz wenig befand. Die hohen Mauern lassen erahnen, wie es hier in der Regenzeit aussieht.

Hinter der Brücke bogen wir dann nach rechts ab und folgten dem Graben eine Weile. Teilweise sind die Wände glatt und künstlich, an deren Stellen wurde der Kanal durch die Felsen getrieben. Und an diesen Stellen ist das Vogelleben besonders reichhaltig, denn es gibt natürliche Höhlen und Sträucher, die auf den Felsen wachsen.



Sichtungen

Wir sahen hier eine Menge Tiere, vor allem natürlich Vögel. Aber auch ein Mungo ließ sich am gegenüber liegenden Ufer kurz blicken, leider zu schnell für mehr als einen Schnappschuss. Dafür sahen wir Eisvögel, Kiebitze und die hübschen Sandgrouse, auf Deutsch auf Flughuhn genannt.

Ideales Gebiet auch für die größte Eule in Indien, den Bengalenuhu (Bubo bengalensis). Er erreicht eine Körpergröße von 50 bis 56 Zentimeter bei einer Flügellänge zwischen 36 und 42 Zentimeter. Davon sahen wir gleich zwei Tiere, was für ein Glück. Die Augen der ersten waren orange-gelb, die der zweiten eher orange-rot. Beide waren sehr schwer in Vorbeifahren zu erkennen, ohne Führer hätten wir sie trotz ihrer Größe wohl nicht entdeckt.

Ein Uhu spähte in die Tiefe und nur deshalb sahen wir auch die Schlange auf dem Felsen unterhalb. Es handelte sich um eine ungiftige Rattenschlange, eine der schnellsten Schlangen im Land. Beide Tiere waren wohl gerade auf der Jagd und wurden durch die Anwesenheit des Autos gestört.

Total begeistert waren dann nicht nur unsere beiden Führer am nächsten Abschnitt. In einem Loch auf der gegenüber liegenden Seite des Kanals saß eine Eule, ein Wellenbrust-Fischuhu (Ketupa zeylonensis). Genauer gesagt ein Fischuhu-Weibchen mit zwei Jungtieren. Eines davon schaute uns mit großen Augen an, die Mutter wirkte eher ärgerlich. Um sie nicht aufzuschrecken machten wir vom Auto aus schnell ein paar Fotos, steigen nicht aus und fuhren weiter. Eine sehr seltene Beobachtung, auch unsere beiden Führer hatten das Nest noch nie gesehen.

So kamen wir an diesem Morgen auf insgesamt sieben Eulen.

Kurz hinter der Kannada-Universität bogen wir dann ab und verließen den Kanal. Ein Bauer kam uns mit seinem Ochsengespann entgegen, wir folgten dem Grenzzaun zum Universitätsgelände. Kurz danach erreichten wir einen See.

Auch hier gab es eine Menge zu sehen, viele Wasservögel bevölkerten die Ufer. Leider bewegten wir uns am falschen Ufer und hatten meist Gegenlicht. Die Reiher, Enten und Kormorane waren nicht sehr scheu und Menschen scheinbar gewöhnt. Nachdem wir auch hier noch ein paar Fotos gemacht hatten, fuhren wir zurück zum Hotel.




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Der Kanal


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