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SOMNATHAPURA

Somnathapura ist ein kleines Dorf, 35 Kilometer von Mysore und 140 von Bangalore entfernt. Der Name wird häufig verkürzt auch Somnathpur geschrieben. Wir kamen hier auf dem Weg von B.R. Hills nach Mysore vorbei uns nutzen den Aufenthalt, um uns ein wenig die Beine zu vertreten und den kleinen historischen Tempel, der selbst in Indien seinesgleichen sucht, zu besuchen.

Der Chennakesava Temple, auch Sri Kesava Tempel genannt, wurde im Jahr 1268 errichtet, zur Zeit der Herrschaft der Hoysala Dynastie, und zwar von einem Kommandanten namens Soma, der dem Hoysala König Narasimha III diente. Daher ist er ähnlich verziert und angelegt wie die beiden von uns zuvor besuchten Tempel in Belur und Halebid.

Der Kesava Tempel hier in Somanathapura ist einer der schönsten, noch gut erhaltenen Tempel aus dieser Zeit. Bei unserem Besuch wurde hier noch fleißig an der Restaurierung durch die Archeological Survey of India gearbeitet. Der Parkplatz befindet sich ein wenig entfernt und man zahlt den Eintritt am Tor. Geöffnet ist hier von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr.

Um zum Tempel zu gelangen nutzt man dann den Weg durch eine kleine, gepflegte Gartenanlage mit Rasenflächen. Dort liegen gut sortiert und numeriert große Steine aus dem Teil der Anlage, die in Bearbeitung ist. Dort stellten gerade ein paar Männer eine sehr schwere, alte Steinplatte senkrecht auf ihren Transportwagen, um sie als nächste wieder ein zu bauen.

Kesava bedeutet "Der Langhaarige" und ist ein Beiname von Krishna; es handelt sich hier aber um einen Vishnu Tempel. Der Baustil ist eine Mischung aus nordinischen und südindischen Elementen.

Wie auch die Tempel in Belur und Halebidu ist auch dieser Hoysala Tempel an allen vier Seiten von einer Säulengalerie umgeben. Die war aber zu unserem Besuch teilweise abgebaut. Der Zugang zum Heiligtum erfolgt über den Eingang an der Ostseite.




Im Hof

Mitten im quadratischen Hof steht der Tempel auf einer unregelmäßigen, sternförmigen Plattform. Typisch für die Hoysala Architektur gibt es unten rundum Bänder, auf denen Elefanten und Pferde abgebildet sind.

Man kann auf der Plattform ganz herum laufen, um sich in Ruhe die wunderschönen Figuren an den Außenwänden anzuschauen. Es sollen über 200 detailgetreue Statuen sein. Hier findet man vor allem Vishnu in seinen vielen Formen, auch seine Frau Lakshmi. Statt steif abgebildet zu sein, wurden sie oft in der Bewegung dargestellt.

Es gibt hier eine merkwürdige Besonderheit, über die Experten geteilter Meinung sind. Nur hier in Karnataka und besonders am Tempel in Somnathapura halten viele Figuren etwas Längliches mit viereckigen Körnern in der Hand, das an einen bauchigen Maiskolben erinnert. Meist tragen es weiblich Darstellungen und die Gebilde stehen immer aufrecht mit ihrer Grundfläche auf der Hand der Figur. Allerdings war zur Bauzeit der Mais in Indien mit Sicherheit unbekannt. Wahrscheinlich waren es mit Perlen bestickte Handtaschen? Oder etwas ganz anderes? Man weiß es nicht...

Auch die Tempelhalle im Inneren ist reich geschmückt. Sie wird von dunklen, glänzenden, runden Säulen getragen und im Inneren ist es sehr dunkel und schwierig zu fotografieren. Licht kommt hier nur durch die Eingangstüre herein. Besondere Aufmerksamkeit verdient die kunstvolle Deckenkonstruktion.




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Somnathapura


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